Die Erinnerung
von
XMystx
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Ich gab ihr meine Hand, der Nebel trüb lies sie verschwinden. Die Laterne spendeten das Licht. In weiter Ferne die ewige Dunkelheit.
Meine Augen suchten verzweifelt nach der Wärme ihres Anblickes, Kälte umfasste meinen Körper und ich hielt die Laterne. Der Wind ließ mich nicht in ruh. „Wo bist Du“ schrie ich laut durch das Feld. Das Feld welches ich mit ihr an warmen Sommertagen teilte, das Feld mit den Blumen im Sommer. Ich lief durch den Tau und irrte mit dem Gedanken. „Sophia!!“ keine Antwort und ich rannte los. Meine Beine liefen ohne Koordination meine Gedanken schwirrten ohne jeglichen halt. Der Fall, die Dunkelheit. Ich öffnete meine Augen und sah nichts. Panik, die Laterne war erloschen, der Tau verschwunden, und sie verloren.
Tränen liefen mir über die Wange, verzweifelt stütze ich mich hoch. Die Kälte war unerträglich, jedoch war der Gedanke da, finde Sophia. Und ich lief wieder los ohne einen Gedanken zu verlieren, ohne die Hoffnung aufzugeben.
Vielleicht sitzt sie ja an unserem Fels. Wo war dieser Fels? „Sophiaaaa!“ Das Schreien erlosch in der Dunkelheit. Stille. Ich ging in die Knie und konnte nicht mehr. Der Gedanke sie für immer verloren zu haben lies mir meinen Atem erschweren. Plötzlich so viele Gedanken, so viel Trauer und dann wieder so viele Erinnerungen. Ich krümmte mich und legte meine Brust auf meinen Oberschenkel, um mich zu wärmen. Ein einziger Gedanke, eine einzige Minute meines Lebens, der mein ganzes Leben veränderte. Was geschieht hier mit mir? Wieso verliere ich diesen Kampf? Es ist doch Liebe, was ich hier empfinde! War nicht die Liebe das Stärkste was es auf dieser Welt gab? War es nicht so, dass die Liebe über allem Stand? Fragen ohne Antworten.
Ich wünscht es wäre alles nur ein Traum, vielleicht weckt mich ja Sophia gleich auf und lacht mich mit ihrem bezaubernden Lächeln an. Vielleicht ! Vielleicht aber auch nicht? Erschöpft und voller Trauer lies ich mich fallen und öffnete die Augen mit der aufgehenden Sonne, die ihre Strahlen durch den Trüben Nebel strahlte. „Sophia?“ flüsterte ich und stand auf. Mein Körper zitterte vor Kälte und ich lief los Richtung Fels. Niemand war da. Ich rannte weiter über das Feld zum See und blieb zwischen Hohen Gräsern stehen, blickte auf das Wasser und sah wie der furchtbare Nebel meine Sophia umhüllte. „Sophiaaaaaa“ Das Wasser war eisig aber ich musste sie doch zu mir holen, ich musste sie doch wärmen, sie in meinen Armen halten und ihr sagen, dass alles wieder gut wird. Ich sprang ins Wasser und schwamm zu ihrem Reglosen Körper, brachte sie ans Ufer und hielt sie fest. Ich hielt sie ganz fest in meinen Armen und wog sie wie ein kleines Kind hin und her. Sie war kalt. „Sophia, hörst du mich? HILFE“ keine Reaktion. Der Nebel löste sich langsam auf und ich saß mit meiner Sophia am Ufer, wie damals im Sommer. Ich hörte sie lachen und schreien, ich sah sie, wie sie mit ihren Füßen im Wasser stocherte. „Komm doch“ sagte sie und flüchtete dann wieder wie ein kleines Kind zurück. Ein kleines Lächeln breitete sich in meinem Gesicht aus und ich öffnete meine Augen. Wo war sie? Wo war Sophia? Meine Geliebte Sophia? Wo war mein Stern? Neben mir lag ihre Kette, die ich ihr einst auf dem Markt in Paris kaufte. Erschrocken blickte ich um mich. Was war passiert? Das kann doch alles nicht sein. Ein lauter Knall und ich merkte wie mir die Wärme die Brust entlang floss. Erstarrt blickte ich auf den See und auf die Sonne die sich jetzt spiegelte! Ich fiel zur Seite und blickte in die Unendlichkeit, ich blickte zu Sophia, wie sie mich anlachte und mir mein Gesicht streichelte, mir eine Kusshand zuwarf und mich fragte ob sie gehen darf. „Nein“ sagte ich, doch keine Reaktion, ich schrie und keiner hörte mich, nicht einmal Sophia! Ich schloss meine Augen und erwachte damit in meinem Zimmer. Erwachte in meinem Bett und sah ihre Kette auf meiner Seite. Sie war jetzt seit Jahren weg. Ich raffte mich zusammen und trank meinen Kaffee, trank ihn an dem Tisch an dem ich die letzten Jahre meinen Kaffee allein trank, ging zu meinem Bett und betrachtete das Foto von mir und Sophia. „Ich dachte du wolltest mich nie allein lassen“ flüsterte ich vor mir hin und schenkte ihr kurz darauf ein Lächeln, ging hinaus zum Fels und blickte in die Vergangenheit, die voller Glück und Liebe war. Volkan Gecili
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Kommentare
little butterfly schrieb am 2006-11-04 21:10:23:
echt schön^^
Volkan schrieb am 2006-05-30 22:58:09:
Vielen Dank:-)
Anita schrieb am 2006-05-30 16:31:15:
Interessant
Bina schrieb am 2006-05-30 09:24:48:
einfach nur wunderschön!
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