Die Flucht (Part 1 of zombie)
von
Veronica Wallner
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First part: Die Flucht
Es war gefährlich in der Dunkelheit ohne Licht zu fahren, aber bei weitem nicht so gefährlich wie mit Licht oder gar abzusteigen und zu schlafen. Es war besser einen Unfall zu bauen und dabei zu sterben, als dass sie mich erwischen. Ich ließ meinen Blick immer wieder über die Wälder um den Weg herum schweifen, aber er blieb ruhig, sie waren zu langsam um mit einem Motorrad Schritt halten zu können. Wieder wanderte meine Gedanken an den heutigen Morgen, an die schrecklichen Stunden zuvor, als ich auf Tobias gewartet hatte und dann am Morgen hatte ich seine Leiche gefunden, die goldene Kugel im Kopf. Wir trugen beide immer eine mit uns, die wir, wenn es zu gefährlich wurde, wenn wir uns einer völligen Überzahl von Untoten gegenüber sahen, benutzen wollten, denn der Tod war allemal besser als, dieses Dasein. Er hatte die Kugel benutzt und ich musste seiner Leiche noch den Kopf abschneiden, denn an seinem Körper waren Bissspuren von ihnen zu sehen, so dass er sich womöglich doch noch verwandelt hätte. Und nun war ich auf der Flucht, ob vor den lebenden Leichen die meinen Bruder und so viele andere auf dem Gewissen hatten oder einfach vor dem Anblick seiner Leiche, konnte ich beim besten Willen nicht sagen.
Meine Moral war im Keller, das Verlangen es ihm gleich zu tun und auch mir die Kugel zu geben war groß so groß, dass ich die Goldene ganz oben in mein Ersatz Magazin gegeben hatte. Die kalte Nachtluft beruhigte meine Nerven, auch wenn es seltsam war, Tobias Motorrad nicht hinter mir zu wissen. Ich trug keinen Helm auch eine Vorsicht, denn wenn ich einen Unfall bauen würde, würde ich so sterben und nicht verletzt im Straßengraben warten, bis sie mich holten.
Licht! Ich bremste abrupt ab. In den oberen Fenstern des Hauses brannte Licht. Licht bedeutete Leben, denn die Untoten wussten nicht, wie sie einen Lichtschalter zu bedienen hatten. Ich stieg ab und ging langsam auf das Haus zu. Es war älter und herunter gekommen, dort wo mein Motorrad lehnte lag eine tote Leiche ob sie Zombie oder Mensch gewesen war, konnte ich nicht beurteilen. Die Tür war nicht verschlossen, das musste nichts bedeuten. Tobias und ich wir hatten immer zu gesperrt obwohl eine Verschlossene Tür uns bei einem Angriff vermutlich mehr Schaden als Nutzen gewesen wäre.
Von oben drangen leise Geräusche zu mir herunter, ich nahm meine Taschenlampe und die Pistole aus meiner Tasche und schlich am Rande der Treppe hinauf. Die Tür zu einem erhellten Zimmer stand offen, ich konnte eine kleine Silhouette darin erkennen. Als ich näher kam, erkannte ich ein Mädchen, das mir den Rücken zu wandte, sie trug ein langes Kleid und blonde Haare fielen ihr über die Schulter. Erst im Nachhinein fiel mir auf, dass sie ihre Hände seltsam nach unten baumeln hat lassen und dass sie für ein Kind zu unbewegt dastand.
Als ich eintrat, drehte sie sich um. Ein scheußliches Scharen, wie wenn man zwei Stein aneinander drückt und sie gegeneinander verdreht, das ihr Kopf beim herumdrehen machte, war der erste Grund, der mich einen Schritt zurück machen ließ. Als es mir den Kopf zugedreht hatte, konnte ich einen Blick in dessen Augen werfen. Pechschwarze Augen lagen tief in den Höhlen und fixierten mich hungrig, das Mädchen verzog den Mund und gab dabei zwei Reihen halb verwester Zähne preis. Es gab einen undefinierbaren Laut von sich und dann stürzte es zu Boden. Dort wo meine Kugel in ihren Schädel eingedrungen war, kam ein Rinnsal Blute hervor, dass einen leichten Grünstich hatte.
Ich wirbelte herum um das Gebäude so schnell wie möglich wieder zu verlassen, wo eines dieser Wesen war, waren auch andere.
Ich behielt recht, aus den anderen Räumen drangen bereits Untote hervor, obwohl sie nicht rennen konnten, machten sie große Schritte und kamen dadurch der Treppe ebenfalls schnell näher. Ich schoss, mein Magazin war leer, elf von ihnen gingen zu Boden. Die Treppe rannte ich hinab, legte während ich hinab eilte ein neues Magazin ein. Unten an der Treppe stand schon ein weiterer Untoter, seine schwarzen Augen fixierten mich. Ich schoss, ein goldener Blitz durch stieß die Luft und der Zombie fiel nach hinten. Weitere Schüsse und dann endlich erreichte ich die Tür. Ich stieß sie auf und rannte ins Freie, aber auch hier erwartete mich eine Meute. Ich drückte erneut ab, ein leises Klicken war zu hören. „Scheiße.“, fluchte ich. Ich wusste das mein Kampf nun ebenfalls vorbei war, ich war drei Minuten vor Tobias auf die Welt gekommen und würde nun zwölf Stunden nach ihm sterben. Verzweifelt suchte ich in meiner Manteltasche, die goldene Kugel. Ich rannte noch immer, während die Untoten immer näher kamen, ihren Kreis um mich enger zogen und als mir der goldene Blitz einfiel, meine Kugel steckte im Kopf einer dieser Untoten und ich hatte mein ganzes Magazin verschossen.
Meine Finger stießen an mein Jagdmesser, es war nicht zum Kämpfen geeignet und ich hatte es seit einer Ewigkeit nicht mehr verwendet, nun zog ich es. Mein erster Schnitt war an meinem linken Arm, ich brüllte auf vor Schmerz und das Blut floss in kleinen Bächen aus dem Schnitt. Ich blieb stehen und die Untoten verlangsamten ihre Schritte, keiner war näher als zehn Meter. Noch einmal atmete ich tief ein, dann setzte ich mir das Messer an die Kehle und zog durch. Schmerzen explodierten in meinem Kopf, ich sah nur das rote Blut und sank zu Boden, ich röchelte. Meine letzten Gedanken galten Bianca. Ich hatte ihr eine Nachricht hinterlassen, dass ich einige Zeit für mich brauchte und wir uns beim nächsten Treffpunkt wieder sehen würden, aber ich würde nun nie dort ankommen. „Tut mir Leid, Schatz.“, gurgelte ich, Blut ran aus meinem Mund und dann fühlte ich noch eine Hand, die sich um mein Bein schloss, bevor ich weg glitt.
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Kommentare
sextony@live.de schrieb am 2012-05-15 22:15:18:
einfach geil
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