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Kategorien > Nachdenkliches > Verzweiflung

Die Frau

von Astoria

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Die Frau

Das Licht fiel durch ein kleines vergittertes Fenster auf den nackten Steinboden. Schaute man aus ihm heraus konnte man den dreckigen kleinen Hinterhof erkennen, doch presste man sein Gesicht ganz ans Fenster sah man einen kleinen streifen Himmel. Dieser war pechschwarz nur der Mond leuchtete auf den Friedhof hinter dem Haus. Doch sie schaute nicht aus dem Fenster, sie sah den Mond nicht. Sie war damit beschäftigt die Augen offen zu halten. Die Lieder schwer und im Kopf ein beständiges Brummen, manchmal schwoll es zu einem lauten Sirren an um dann wieder abrupt abzufallen. Sie wollte ihren Kopf ihre Augen vom Lichtfleck auf dem Boden abwenden aber wie in Trance starrte sie ihn an und zog mit ihrer Hand die Schachbrettartigen Linien nach. Das gestern hatte sich verflüchtigt, wollte nicht wieder kommen, wann immer sie auch versuchte es zu ergreifen entglitt es ihr. Das schüttere Haar strich sie sich aus dem Gesicht, und tastete an sich herum. Sich zu bewegen getraute sie nicht, wo war sie denn und wann war sie hier her gekommen?? Aber am meisten Angst hatte sie davor keine Tür zu finden, nur Wände harte kalte Mauern die ihr, ihr Leben nahmen. Noch einmal würde sie nicht mehr fliehen können, sie wusste schon, hatte es schon bei ihrem ersten Besuch gewusst das sie nur eine Chance bekommen würde. Sie hatte die ihre verspielt. Sie würde wahrscheinlich so enden wie die alte Dame, die hatten sie auch nicht mehr gehen lassen. Als sie dann weggeführt wurde ist sie nicht wiedergekommen. Sie hatte gefragt wo denn diese Dame hingebracht wurde, und später wo sie den sei, doch hatte man ihr nur zu verstehen gegeben das Fragen ihrerseits nicht erwünscht waren. Als dann dieser Junge Mann daherkam fragte sie noch einmal er drehte sich um mit Angst in den Augen und sagte nur es ginge der Dame gut. Mehr nicht! Mehr brauchte sie auch nicht zu hören um sich ein Bild zu machen. Als sie das erste mal hier war dachte sie am Anfang auch es sei für immer doch dann ließ man durchblicken benähme sie sich gut könnte es nicht auf ewig sein. Sie machte alles fleißig mit, sagte immer Ja und Amen und schließlich öffnete sich die Pforte. Sie konnte wieder Atmen und die Arme ausstrecken al das war ihr verwehrt gewesen da wo sie war. Sie wollte sich nicht daran erinnern nicht wo sie jetzt eh ein besseres Leben hatte. Doch bald fingen ihre Hände wieder an zu zucken und sie ging ihrer Beschäftigung die sie letztendlich wieder hier sitzen ließ. Deswegen war sie auch schon das erste mal hier her gekommen. Sie hatten sie mitgenommen weil sie blutüberströmt bei dem toten Mädchen saß. Es war nicht eindeutig ob sie das Mädchen ermordet hatte oder ob sie es gefunden hat. Sie sagte ihnen nichts, nicht Nein und nicht Ja. Also wurde sie hier hergebracht. Da bemerkte man aber nichts auffälliges, sie selbst wusste nicht was an ihr hätte auffällig sein sollte, so ließ man sie dann gehen. Doch als sie wieder bei einer blutenden Leiche gefunden wurde, war die Sache natürlich klar. Das wusste sie auch selber, sie war sich im Klaren das sie nie wieder das Licht sehn würde, aber war es die Sache nicht wert gewesen?? Sie fragte sich das oft und kam immer zu dem Schluss dass es richtig gewesen war. Die gleiche Gewissheit spürte sie auch jetzt sie würde es irgendwie machen, wenn nötig einfach die Luft anhalten bis sie Schlafen würde. Das war ihr Ziel in endlosen tiefen Schlaf zu versinken.

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Kommentare

Astoria schrieb am 2006-10-26 16:16:22:
Hallo, danke für deine positive Kritik. : )
Ich versuch mich gerade an einer längeren Geschichte, "die Frau" ist bisjetzt noch meine einzigste.
lg & so long, Astoria
silent_lain schrieb am 2006-10-25 21:40:59:
Sehr Gedanklich. Eine andere Sichtweise, und gut geschrieben. Bin sehr beeindruckt von dem Schreibstil. Lässt sich gut lesen und ist dennoch etwas selbstständig. Alles in allem, find ich es sehr gut.
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