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Kategorien > Krieg > Drama

Die Frühlinglilien

von tarantinoesque

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Die Frühlinslilien



Schritt für Schritt taumelte ich hinein ins Feld, das da so sehr grün, rot und gelb wirke das man glaubte auf einer Palette eines Künstlers zu stehen. Der Boden war ganz warm, aber dennoch feucht vom Tau des Morgens und ich spürte wie sich meine Zehen in der Erde vergruben.
Alles wirkte so harmonisch auf mich, als ob nichts diese Stimmung verändern könnte.
Doch die Wirklichkeit sah anders aus. Ich wurde verfolgt!
Nach Tage langem marschieren durch den Dschungel, allein, hungernd und mit der Angst gleich zu fallen und nie wieder aufstehen zu können. Irgendwo zwischen Sträuchern und Geäst zu krepieren und langsam zu verfaulen. Aber dieser Fleck, auch wenn er der Letzte ist und vielleicht auch nicht gerade der Größte, gab mir den Mut weiter zu gehen um nicht jetzt zu sterben.
Ich kniete nieder, meine Nase leicht angehoben um den wohlwollenden Geruch zu inhalieren.
Ich schloss die Augen, ein Feuerwerk von Gefühlen überfiel mich.
Hoffnung, zu Haus wartet die Familie! Mut! Steh auf geh, geh bis du nicht mehr kannst aber bleibe nicht hier liegen und sterbe. Aber schließlich mischte sich das Gefühl der Verzweiflung, wohin gehen? Wo ist der richtige Weg?
Als ich meine Augen öffnete, spürte ich einen starken Schmerz im Rücken der sich schnell im ganzen Körper verteilte und ich schließlich zusammenbrach.
Mein Körper lag jetzt flach auf dem Boden, mein Kopf zwischen Lilien und Begonien und ein aller letztes mal stieg der Wohlwollende Duft in meine Nase.
Ich schloss die Augen, ich war müde, hatte Angst und war allein.
Was würde aus meiner Familie werden?
Langsam öffnete ich die Augen. Ich war gefangen genommen von den Mördern.
Die Mörder waren die Eindringlinge unsers Landes, sie töteten Frauen, Kinder, Alte und Schwache. Danach nahmen Sie einige gefangen um sie auf unmenschliche Art zufoltern und ihren mörderischen Wahnsinn auszuleben. Die Dörfer brannten Sie dann einfach ab, meist lagen in den Hütten noch verletzte die lebendig verbrannten. Ihre schreie hörte man bis zum nächsten Dorf und danach lag der Gestank des Todes in der Luft. Das Land überzog ein schrecklicher Fluch, ausgeübt von den Mördern. Niemand lebte mehr in Frieden und so versuchten wir uns zu wehren.
Doch da wir nie Krieg führten besaßen wir keinerlei Waffen, so kämpften wir mit Hacken, Schaufeln und Macheten.
Plötzlich betrat ein Mörder den Raum, er belächelte mich und schlug mir mit seiner Faust ins Gesicht.
Sofort platzte mir die Haut auf und das Blut floss mir an der Wange entlang.
Für einen kurzen Moment hörte ich nichts, die Zeit verging ganz langsam ich war wie benommen. Mein Kopf schmerzte, er fühlte sich an als ob er jeden Moment platzen würde.
Nach einigen Sekunden verging die Zeit in gewohnter Geschwindigkeit.
Der Mörder stand immer noch lachend vor mir. Kurze Zeit später betrat ein zweiter Mörder den Raum, mit ihm ein seltsames Gerät.
Ich bemerkte nur, dass auf einmal beide Mörder heftig anfingen zu lachen.
Sie entnahmen dem Gerät einige Kabel, an deren enden Nadeln befestigt waren.
Ein kurzer Augenblick des Schmerzes verging bis ich sah dass, sie mir eine der vielen Nadeln durch meine Brustwarze stachen.
Nach einiger Zeit war mein ganzer Oberkörper mit Nadeln versehen
Dann erst fragte mich ein Mörder wo sich das Versteck der Rebelen befand.
Nach einem kurzen Moment des Schweigens lachte ich und spuckte den Mörder ins Gesicht.
Ich sagte ihm sie könnten mich solange Foltern wie sie wollten aber ich würde niemals mein Vaterland und deren Bewohner verraten. In diesem Atemzug schossen Blitze durch meinen Körper. Ich fing an heftig zu zucken und mir strömte Schaum aus dem Mund.
Nach einigen Sekunden stellten sie das Gerät ab und stellten mir erneut die eben gestellte Frage. Ich beantwortete sie immer gleich, bis ich letztens Endes keinen Speichel mehr hatte und ihn mit einem Gemisch aus Schaum und Blut bespuckte. Sie schnallten mich ab und zehrten mich aus dem Raum, ich hörte nur schwach vom Mörder es sei noch lange nicht vorbei!
Als ich wieder bei Bewusstsein war,
stellte ich fest, dass sie mich immer noch gefangen hielten in einer Art Grube. Oben angebrachte Eisengitter um eine Flucht zu verhindern und um mich herum nur Erde.
Ich setzte mich in eine Ecke und vor meinen Augen spielte sich noch einmal das Geschehen in meinem Dorf ab. Es war ein feuchtwarmer Morgen und die Bauern begannen mit der Reisernte. Mein Bruder und mein Vater trieben die Büffel zu den Feldern, als sie die an marschierten Truppen erspähten. Ich erinnere mich nur noch an seine letzten Worte „Lauf, lauf so schnell du kannst und schaue nicht zurück“.
Zögernd lief ich los in Richtung Dschungel, nicht einmal drehte ich mich um, erst als ich die Wiese mit den Blumen erreichte hielt ich an. Bis ich schließlich dann hier landete. Ob meine Familie noch lebt, diese Frage ging mir die ganze Nacht durch den Kopf.
Jedenfalls werden sie niemals von mir erfahren wo dieses Lager liegen soll, auch wenn ich sterben müsste. Ich legte mich nun auf den Erdboden meines Gefängnisses und betrachtete den Sternenhimmel bis ich schließlich vor Erschöpfung einschlief.
Am nächsten Morgen wachte ich liegend auf einem Tisch auf, meine Arme und Beine waren gefesselt und auf meinem Bauch stand ein Eimer.
Anfangs wusste ich nicht was das sollte, bis ich bemerkte, dass irgendein Tier in diesem Eimer war. Nur was ? Es füllte sich pelzig an, mit einem langen Schwanz.
Der Mörder sagte mir es sei eine Ratte und das er den Eimer erhitzen wird, so das der Ratte ein einziger Fluchtweg bliebe. Sich durch meinen Körper zu fressen.
Der Mörder fragte mich nochmals wo das Lager der Rebelen sei. Nach einem kurzen schweigen grinste ich ihn an, schloss meine Augen und rief laut „Freiheit für Vietnam“!
Der Mörder war sichtlich wütend, zündete den Bunsenbrenner an und erhitze den Eimer.
Augenblicklich verfiel die Ratte in Panik, Anfangs kratze sie mich ein wenig. Später biss sie mich mehrfach und nagte mir die Hut ab. Immer tiefer bis zum Fleisch, als das Blut anfing am Rand des Eimers durchzusickern stellte der Mörder den Brenner aus und nahm den Eimer von mir runter. Er beugte sich zu mir herab hielt mir seine Waffe an die Schläfe und mit leiser Stimme sagte er „ deinen Willen breche ich auch noch“.
Als ich wieder in meinem Gefängnis aus Erde eingesperrt war, stand ich kurz davor aufzugeben. Da erblickte ich in der Ecke schimmernd vom Mondlicht eine Lilie.
Ich erinnerte mich, dass meine Schwester mir oft Blumengrenze aus Lilien anfertigte.
Sie war 14 Jahre alt als die Mörder sie vergewaltigten und anschließend ihren geschändeten Körper an einem Baum hängten. Als wir sie fanden sagte sie nur, dass sie mich lieb habe, anschließend starb sie in meinen Armen. An ihrem Grab fertigte ich ihr einen Granz aus Lilien, es waren ihre Lieblinsblumen. Ich beugte mich zu der Lilie herab, schnupperte daran und der Duft erinnerte mich an ihre Blumengrenze. Nun war ich doch nicht so alleine gefangen. Ich schloss die

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Kommentare

P.C.A writer schrieb am 2006-12-26 13:06:28:
interessante Story nicht schlecht...
cardbuster@gmx.de schrieb am 2006-12-17 18:58:07:
Prima Story, hat Anspruch, Gefühl ein bissel Klischeehaft, weil sowas kennt man ja von vielen Filmen.
Ansonsten 8 von 10 Punkten ^^
mausi1999@web.de schrieb am 2006-12-14 06:41:57:
Eine Geschichte die richtig ans Herz geht und trotzdem die härte und brutalität wart.
Hir und da vielleicht ein paar Ausdrucksverbesserung, ansonsten geile Story, vorallem prima Idee!

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