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Kategorien > Fantasy > Vampire

Die Gefährtin 1

von Lilly

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AN ALLLE LESER,
hallo, diese Geschichte hieß zuerst "Die Braut", und ich hatte einen kleinen Teil davon schon einmal vor ewigkeitn veröffentlicht, doch leider unter dem falschen Namen....
Ich habe sie jetzt komplett umgeändert, weil sich meine Idee und Vorstellung von dieser Geschichte verändert hat. Ich hoffe sie geäfllt euch trotzdem, denn ich bin nicht so versiert in solchen Geschichten....
Trotzdem und vielleicht gerade deshalb, wünsche ich euch viel Spaß beim lesen!!!!!!!
P.s.: und ich erwarte natürlich konstruktive Kommentare!!!
:-) Liebe Grüße Lilly

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Müde, von dem zehnstündigen Flug saß sie auf einer unbequemen Bank in der Ankunftshalle vom Orlando Flughafen und beobachtete die Menschen um sich herum. Sie sahen sich erwartungsvoll um, freudig darüber, gleich jemanden wieder zu treffen, der lange Zeit nicht da war. Kinder hüpften herum, sangen und sprangen an ihr vorbei und verzweifelte Eltern versuchten sie unter Kontrolle zu bekommen. Ein Pärchen stritt sich lauthals, sie sprachen Italienisch und Louis glaubte, gleich würde sie ihn Ohrfeigen.
Erschöpft blickte sie nach oben und sah sich die zehnstöckige Halle an, mit seinem Glaskuppeldach. Die Plastikpalmen in der Halle sollten wohl ein gewisses Grad an Urlaubsgefühl verbreiten und bei manchen gelang es sogar.
Immer wieder sah sie auf die Uhr und schnaufte schwer durch den Mund. Wo steckten sie nur? Sonst waren sie immer die überpünktlichsten, aber heute, jetzt wo sie so unbeschreiblich erschöpft war, ließen sie auf sich warten.
Fast schon geistesgegenwärtig zog sie ein Buch aus ihrer Tasche und hielt es einen Augenblick unschlüssig in ihren Händen. Es war ein Geschenk von einem völlig Fremden. Er kam in der Abflughalle des Frankfurter Flughafens auf sie zu. Er sah Arm aus, seine Kleidung war zerschlissen und schmutzig. Er war dünn und roch nicht besonders gut, hauptsächlich nach Alkohol und zuerst dachte Louis er wollte ihr etwas verkaufen, oder um etwas Geld bitte und so kramte sie schon in ihrer Hosentasche in der sie noch zwei Euro hatte, doch er meinte nur:“ Ein Geschenk für ein hübsches Mädchen“, und schon hatte sie dieses Buch in ihren Händen und er war urplötzlich verschwunden. Im ersten Moment wollte sie es weg werfen, sie hielt es schon über einen Mülleiner, doch dann entschied sie sich noch einmal anders, ohne zu wissen weshalb und steckte es fast schon abwesend in ihre Tasche.
Sie hatte es schon fast vergessen, doch viel es ihr jetzt wieder ein und nun während sie wartete, begann sie darin zu lesen. Zuerst etwas gelangweilt, doch dann immer mehr interessierter. Etwas Seltsames machte sich in ihrem Magen breit, ein Gefühl des Nach Hause kommen. Das verwirrte sie für eine Sekunde, sie blickte verwundert von den Zeilen auf, doch schnell schüttelte Louis es wieder ab und versuchte unbehelligt weiter zu lesen.


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1704

Die Dunkelheit schlug über sie ein, wie die Wellen einer starken Brandung. Ihr Herz hörte für einen Augenblick lang auf zu schlagen und in ihrem Kopf begann es zu rauschen. Ihr Körper war leer, jegliches Gefühl schien verschwunden zu sein. Nichts war mehr da, nicht einmal die Tränen, die sie sich in diesem Moment so sehr wünschte.
Starr stand sie da und blickte in die Gesichter fremder Männer. Jener Männer, die ihr vom Tod ihrer Eltern berichteten, vom Tod ihres Bruders und ihrer Schwester. Vom Feuer, das alles was sie jemals kannte und liebte, in Rauch und Asche verwandelte. Unweigerlich dachte sie an den stürmischen Wind, der laut um das kleine Haus ihrer Cousine wehte. Sie dachte daran, wie alles davon flog, weit fort in die Weiten der Endlichkeit. Alles was sie hatte zerfiel zu Staub und flog davon. Nichts konnte sie beerdigen, nichts war mehr da.
Sie hörte nur dumpf die tröstenden Worte ihrer Cousine Anna, die harte Stimme ihres Ehemannes, der die Männer um mehr Information bat. Sie spürte Annas Berührungen kaum, nahm alles wie durch dicken undurchlässigen Stoff wahr. Und doch schien es ihr, als würden tausende Nadeln sie berühren als eine Hand über ihren Arm glitt. Erschrocken zog sie diesen fort und wirr huschte ihr Blick umher. Dann wurde es auf einmal still um sie herum, sie hörte nur noch einmal ihren Namen, Nicole, spürte wie ihre Knie nach gaben, wie ihr das schwer gewordenes Blut in die Beine sackte, alles kalt um sie herum wurde und dann sah sie für eine Sekunde die Holzdielen des Bodens unter ihren Füßen – schnell kamen sie auf sie zu…..


Die Kutsche war unbequem, es war fürchterlich nass und kalt und die Fahrt dauerte schon viel zu lange. Sie war müde, alles an ihre schmerzte.
Ihr gegenüber saß eine ältere Frau mit strenger Kleidung und drakonischem Blick und starrte sie die ganze Zeit unverhohlen an. Früher hätte Nicole die Frau auf ihre Unhöflichkeit hingewiesen, ihren Anstand dabei vollkommen vergessend, doch nun schwieg sie lieber. Sie hatte keine Lust zu reden, sie hatte zu nichts mehr Lust, nicht einmal zum streiten.
Als ihre Cousine und deren Ehemann, zwei Wochen nach der „Beerdigung“ (was sie lieber als die Beisetzung von Luft bezeichnete) ihr mitteilten, das sie zu ihrer Patentante nach Berlin reisen würde, sagte sie nichts. Anna machte sich auf eine endlose Diskussion gefasst, denn sie wusste, das sie diese Frau nicht besonders mochte, doch Nicole nickte und schwieg. Auch als sie sich verabschiedete weinte sie nicht, sie konnte nicht mehr weinen. Sie glaubte es an dem Tag verlernt zu haben, als sie ihre Familie verlor.
Ihr Herz schien tot zu sein, es verkümmerte allein in einer viel zu groß gewordenen Brust.
In den letzten zwei Wochen stellte sie sich manchmal nackt in ihrem Zimmer hin und kratzte sich solange an verborgenen Stellen, bis ihre Haut rot war und an manchen Stellen zu bluten begann, nur damit sie überhaupt spürte, das sie noch irgendwie lebte.

Endlich erreichte sie ihr Ziel. Der Wagen hielt vor einem großen Haus, in einer der besseren Gegenden Berlins. Hier stank es nicht, hier bettelte niemand und es lagen keine betrunkenen auf den Straßen. Und das Gezanke und Gebrüll der Huren, verhallte schnell, umso näher sie ihrem neuen „Zuhause“ kam.
Der Tritt wurde nach unten geklappt und die Tür geöffnet. Vorsichtig blickte Nicole hinaus und atmete einmal tief durch. Es würde keine einfache Zeit für sie werden, doch war sie froh, zumindest optisch den Erinnerungen entkommen zu sein.
Kaum war sie ausgestiegen, wurde die große Eingangstür geöffnet und eine dickliche kleine Frau stürmte aus dem Haus. Ihr Gesicht schien stundenlang in die Richtige Form gebracht worden zu sein und diese begrüßende Geste, mit den weit ausgebreiteten Armen, hatte sie wohl lange üben müssen, denn diese Frau war nicht bekannt für ihre herzliche Art.
Ohne dass Nicole sich dagegen wehren konnte umschlangen sie die fleischigen Arme und drückten das zierliche Mädchen fest an ihre volle Brust. Ein Hauch

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Kommentare

Mony schrieb am 2008-06-26 21:33:37:
Oh Lilly, wieder so eine klasse Geschichte von dir. Ich mag deinen Stil wirklich unbeschreiblich gerne. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung...
Liebe Grüße
Mony
Lilly schrieb am 2008-06-26 13:30:17:
P.s. BONE: Hatten wir nicht alle unsere Jugendsünden, die einen Buffy, die anderen Boygroubs... ist nicht so schlimm, das vergeht ja Gott sei Dank..... .-))
Lilly schrieb am 2008-06-26 13:28:54:
Ein freudiges Hallo an alle...
Es freut mich, das euch auch diese Geschichte wieder Gefällt *grins*!
Danke!
@Bone + Dragoneye: An Amulett 7 bin ich dran, hatte eine kleine Krative schwierigkeit :-)

P.s.:

FINALE OHO, FINALE OHOHO..... hi hi hi

Liebe Grüße
Lilly
Dragoneye schrieb am 2008-06-26 09:50:52:
Hallo Lilly

Also erst mal muss ich sagen, das ich fast alle deiner Texte gelesen habe. Also
genau so stelle ich mir Geschichten vor. Respect.
Zu deiner Neuen Geschichte kann ich Bone nur zustimmen. Eine super idee Vergangenheit
und Gegenwart zusammen zu bringen. Man kan sie super flüssig lesen. Freue mich schon
auf den nächsten Teil.

LG Dragoneye

Ps: Ach ja genau. Bone fragte noch nach dem Amulett. Würde mich auch intressieren...
hannah-victoria schrieb am 2008-06-26 00:24:28:
ohhh meinn gottt....ich will mehr mehr mehr haha
schnell an die tasten süße und weiter schreiben haha
ganz ganz ganz liebe grüße
kannst echt geil geschichten schreiben
hannah^.-
ny schrieb am 2008-06-25 11:13:24:
mehr mehr mehr!!!! gefällt mir suuuuuper gut dein anfang, bitte gaaaaanz schnell eine fortsetzung!!!:)
hany schrieb am 2008-06-25 11:05:48:
der anfang dieser geschichte ist großartig!! bitte bitte bitte ganz schnell eine mind. genauso lange fortsetzung!!!!:)
Bone1979 schrieb am 2008-06-25 10:59:44:
Hallo Lilly,
obwohl einst in meinem Jugendlichen Leichtsinn ein Fan von Buffy gewesen bin, hab ich es nicht so
mit Vampirgeschichten. Deine hingegen macht einen interessanten Eindruck, zumal du Gegenwart und
Vergangenheit miteinander verknüpfst. Find ich sehr gut. Sprachlich TOP.
Werde dran bleiben.

PS: Wann kommt "Das Amulett 7"?

MfG

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