Die Gefährtin 17
von
Lilly
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„Okay … wir gehen da jetzt rein und du kommst mit. Diesmal läufst du nicht davon.“
Befehlerisch zog sie ihn an seiner Hand durch den kleinen Vorgarten.
„Ich bin das letzte Mal nicht davon gelaufen“, protestierte er, doch ohne jeglichen Erfolg, sie murrte nur etwas leise vor sich hin, ohne anzuhalten. Doch vor der Tür, ihr Schlüssel steckte schon im Schloss, umpackte er ihre Hüfte, drehte sie noch einmal zu sich um und fragte sie in einem übertrieben befehlerischen Ton:“ Bist du bereit, Soldat? Bist du gewappnet für diese wohl kommende Schlacht?“
Louis versteifte sich, stellte sich kerzengerade hin, legte ihre rechte Hand an ihre Stirn, reckte ihr Kinn und Antwortete passend:“ Jawohl, Sir.“
Er lachte, zog sie zärtlich an seine Brust und küsste unwahrscheinlich zart ihre weichen Lippen.
Oh er konnte gar nicht genug von ihr bekommen. Kein Kuss, nicht einmal ihre Nähe, konnte seine Sehnsucht nach ihr stillen.
Nur wiederwillig ließ er sie los, damit sie die Tür aufschließen konnte. Sie nahm Henry wieder bei der Hand und betrat das kühle Haus. Verwundert darüber, dass ihr Großvater sich so seltsam erschrocken zu ihr umdrehte, gab ihr irgendwie das Gefühl, das etwas nicht stimmte und sie blieb direkt stehen. Ihre Großmutter erhob sich von dem Sofa und blickte kurz zur Badezimmertür. Eine abscheuliche Vorahnung machte sich in ihr breit, sie ließ Henry los, lief einige Schritte weiter in den Wohnraum und fragte skeptisch, auf die Tür zeigend:“ Wer ist da drin?“
„Hör zu …“, begann ihr Grandpa etwas verloren wirkend, Henry immer wieder anschielend:
„Er stand einfach vor der Tür, er wollte nur mit dir reden, mehr nicht, dann wollte er wieder gehen.“
Schockiert blickte sie zu ihrer Großmutter, die beschämt zu Boden starte.
„Oh ja, das habe ich schon heute Mittag gemerkt, als ihr ihm verratet habt wo ich stecke. Wenn Henry nicht aufgetaucht wäre, dann wäre diese Situation in aller Öffentlichkeit eskaliert, denn ich wollte und will auch jetzt nicht mit ihm reden“, es kostete sie eine Unmenge an Kraft nicht die Fassung vor ihnen zu verlieren:“ Und das wird auch in Zukunft nicht passieren, verdammt noch mal.“
Da ging auf einmal die Tür auf und Nils kam heraus. Sofort ging er auf Louis zu und reflexartig wurde sie von Henry beschützend hinter seinen Rücken gezogen. Doch das wollte sie nicht, sie war kein kleines hilfloses Kind mehr, sie würde sich wehren und das würde er so schnell nicht vergessen. Entschlossen trat sie wieder hinter seinem Rücken hervor und warf Henry einen warnenden Blick zu, er verstand sofort und ging etwas zurück. Nils jedoch keine Sekunde aus den Augen lassend. Sollte er sie auch nur berühren oder etwas Schlimmes zu ihre sagen, dann garantierte er für nichts mehr.
Louis postierte sich breitbeinig und mit vor der Brust verschränkten Arme im Wohnzimmer und es waren nur noch zwei Schritte die die beiden von einander trennten.
„Was fällt dir ein meine Familie da mit rein zu ziehen?“
Wollte sie unverblümt wissen und jeder im Raum konnte spüren wie wütend sie war.
„Ich will einfach nur reden, verdammt, mehr nicht.“
Er schien genauso wütend.
„Das ändert nichts an der Tatsache.“
Gab sie knapp wieder und zuckte mit ihren Achseln.
„Aber vielleicht doch, wir waren einmal Glücklich, Louis … oder hast du das etwa vergessen?“
Irgendwie klang es so abfällig und herablassend, dass Louis eine Augenbraue spöttisch in die Höhe hob.
„Oh …“, sie kochte vor Wut und stand kurz vor einer Explosion, ihre Stimme bebte unkontrolliert:“ Ich habe nichts davon vergessen, rein gar nichts … auch nicht das mit meiner besten Freundin. Nein, es ist bleiern in meinen Erinnerungen verankert und wage es ja gar nicht mir die Schuld dafür zu geben!“
„Meinst du nicht, dass du das alles ein wenig dramatisierst?“
Hatte er ihr wirklich gerade diese Frage gestellt? Wie konnte sie diesen Typ nur einmal geliebt haben? Wie konnte sie nur so blind sein und diesen abscheulichen Charakter nicht erkennen? Nein, sie war nicht blind, sie war einfach nur dumm gewesen, völlig verblödet, bescheuert, hatte ihren IQ auf Null geschraubt um einem Kerl zu gefallen, der ihr in keinster Weise würdig war.
„Jetzt hör mir mal ganz genau zu mein lieber, denn ich sage es nur noch ein einziges Mal“, sie beugte sich etwas nach vorne, damit er sie auch wirklich verstand:“ Du hast unsere geneinsame Zukunft zerstört, DU mit deiner übermäßigen Dummheit und deiner dicken Hose, die DU nicht in Schach halten konntest.“
Er wollte etwas sagen, doch Louis hob nur ihre Hand und im Zusammenhang mit ihren Gesichtsausdruck schwieg er lieber, während sie ihre Rede fortsetzte.
„Ich bin noch lange nicht fertig, wag es ja nicht, mich noch einmal zu unterbrechen … Ich liebe dich nicht mehr … ich bin mir gerade gar nicht mal mehr so sicher, ob ich dich überhaupt jemals geliebt habe, ich meine so richtig, denn irgendwie merke ich erst jetzt was Liebe wirklich bedeutet und dafür bin ich dir sogar etwas dankbar“, dabei blickte sie zu Henry, der unglaublich Stolz auf sie herab sah.
„Doch diese Dankbarkeit reicht gerade so weit aus, um dir nicht hier und jetzt den Hals umzudrehen. Du bist ein abscheulicher, egoistischer, besitzergreifender Mensch und das wird mir mit jeder Sekunde immer mehr bewusst. Ich möchte das du endgültig aus meinem Leben verschwindest, Nils, und das für immer und ewig.“
Jetzt sah sie zu ihren Großeltern, die sich beschämt im Hintergrund hielten und murrte sie wütend an:“ Entweder ihr komplimentiert ihn hier raus oder ich schmeiße ihn.“
Dann nahm sie Henry wieder bei der Hand und verschwand in ihrem Zimmer.
„Ich glaube ich spinne“, Louis schimpfte wie ein Rohrspatz und lief aufgebracht in ihrem Zimmer auf und ab:“ Was denken die sich nur. Als hätten sie vergessen was er getan hat, wie ich mich gefühlt habe.“
Henry stand an eine Wand gelehnt, hatte seine Arme vor der Brust verschränkt und beobachtete sie aufmerksam.
„Verdammt“, sie stampfte mit ihrem Fuß auf, wie ein kleines Kind, das etwas wollte aber nicht bekam.
„Louis.“
Henry schnappte nach einem ihrer Arme und zog sie bestimmend an sich.
„Beruhige dich, sie haben sich wahrscheinlich nichts Schlimmes dabei gedacht. Vielleicht wollten sie nur, dass du mit ihm abschließen kannst.“
„Vielleicht“, murrte sie gegen seine Brust, nicht gerade überzeugt.
„Komm, packe deine Sachen, dann lass uns fahren. Etwas Abstand tut dir bestimmt gut.“
Sie nickte, löste sich von ihm und machte sich daran ihre Sachen zu packen, noch immer leise vor sich hin murrend. Henry musste darüber schmunzeln und verschränkte wieder seine Arme.
Louis füllte so schnell wie möglich einen kleinen Koffer mit den unterschiedlichsten Kleidern, da sie ja nicht wusste, was sie brauchte und einigen Kosmetikartikel aus dem Bad.
„So…“, stöhnte sie und stellte den verschlossenen Koffer vom Bett auf den Boden:“ Fertig, wir können.“
Er nahm ihn ihr ab und zog ihn an den Rollen hinter sich her, während sie das Zimmer verließen.
„Wohin willst du?“
Fragte ihre Großmutter überrascht als
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Kommentare
Prinzessin schrieb am 2009-12-21 22:52:28:
bittebittebitteee schreib so bald wie nur möglich weiter :D
deine geschichten sind echt klasse hab schon 2 weitere ( "margarite" und "zwischen zwei welten" ) gelsen ... und deine geschichten sind einfach nur der hammer
freue mich schon auf die fortsetzung :D
LG Prinzessin
Lilly schrieb am 2009-11-18 19:18:59:
HALLO,
leider muss ich euch sagen, dass ich eine kleine Schreibblockade habe, was diese Geschichte betrifft und es kann sein, dass es vielleicht etwas dauern wird, bis ich daran weiter schreibe.
Bitte habt Verständnis - DANKE schon einmal an alle, die sooooooo treu meine Geschichten lesen.
GAAAAAAAAAAAAAAAAANZ liebe GRÜSSE
LILLY
jenny schrieb am 2009-11-12 21:48:27:
hey, echt gut. gefällt mir supi. mach weiter so!=)
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