Die Geschichte des Mondes (1.Kapitel)
von
Reaper
1
2
Wer bin Ich? Warum Ich? Wieso muss Ich leiden? …
Diese Fragen stellte ich mir nun schon zu oft! Mein Volk, die Nachtelfen, gaben mir den Namen Elune Windrunner. Ein edler Name unseres Volkes. Ich heiße so, da ich die Reinkarnation der Mondgöttin Elune bin!
Meine Jugend war geprägt von Chaos und Schmerz, denn wie sollte es anders sein, wurde Ich zur Zeit der „Heimsuchung“, geboren! Der Himmel färbte sich Rot und das Land verwandelte sich in Schatten als die brennende Legion über meine Heimat Kalimdor hinwegfegte und alles zerstörte was Ich liebte, so gehörte auch meine Familie zu den Opfern! Meine Mutter starb an den Folgen der göttlichen Geburt und mein Vater verlor sein Leben, als er mit Lord Reavencest meine Heimat verteidigte! Doch sein Tod war nicht umsonst gewesen da er sich opferte, um Reavencest zu retten, legte er den Grundstein des Wiederstandes! Dieser Fürst sollte das Schicksal ändern und die Geißel der Untoten schlagen! Ich kannte meine Eltern nicht, aber es waren Helden mit einer Bestimmung, die sie zu erfüllen vermochten! Ich muss mein Schicksal noch ergründen und bis es so weit ist, werde ich trainieren!
Ich war bereits schon sehr früh geübt mit dem Umgang des Bogens, dass lag wohl an meinem Erbe der Mondgöttin. Ich wurde von den mächtigsten unseres Volkes unterrichtet, Tyrande brachte mir bei noch genauer zu schießen und Pfeile zu manipulieren, damit sie auf übernatürliche Art treffen. Furion lehrte mich gemeinsam mit Cenarius den „immergrünen Traum“ der es mir ermöglicht mit der Natur zu verschmelzen und Dinge zu sehen die anderen verborgen bleiben.
So mache ich mich auf in diese harte Welt, voller machthungriger Menschen, grimmiger Zwerge und gieriger Gnome! Es wird nicht einfach werden, da alle anderen Völker keine Tugend besitzen! Das zeigte sich schon zur Zeit der Geißel, Menschen bekämpften uns, Zwerge verrieten uns und Gnome waren zu sehr mit ihrer Gier beschäftigt! So kann ich mich nur auf Gleichgesinnte verlassen, die mir helfen mein Schicksal zu ergründen und meine Bestimmung zu erfüllen!
Morgen werde ich den Mondtempel für immer verlassen und meine lange Reise antreten.
<< Ab hier ist das Tagebuch magisch versiegelt, es gibt erst mehr her
wenn die Besitzerin bereit ist mehr ihrer schwarzen Vergangenheit preis zu geben >>
<<Die erste Begegnung mit Buliwyf!>>
Langsam stapfend im Schnee, tiefe Spuren hinterlassend, schritt ein großer Menschensohn am Saum des Waldes. Die hereinbrechende Nacht zeichnete eine bläulichen Schatten in die abendliche Winterlandschaft des Waldsaumes. Kaum ein Tier, bis auf die Raben, deren dämonischen Augen über den Nordmann schweiften und ihre krächzenden Laute von sich ließen, streifte umher.
Er selbst hegte sein Gesicht in der Tiefe seiner weißen Fellkapuze. Sein Zweihandkatana lag über dem schwarzen Fellumhang, der an den Schulterplatten der Rüstung festgemacht war. Unter seiner Kapuze war ein Plattenhelm, dessen Augenringe mandelförmig waren und sein Gesicht nur bis zum unteren Nasenbein verdeckt war.
Ein wenig ängstlich summte er ein Heldenlied altvergangener Zeit. Seine Augen nicht von dem dunkelblauen Wald gerichtet. Etwas meinte er, beobachtete ihn, aber er wusste nicht was. Er vertraute auf sein Katana, auf jenes Schwert, welches er von Kendo bekommen hatte. "Wäre er doch hier", wünschte sich Buliwyf, "dann wäre ich wenigstens nicht so alleine."
Ein kalter Schauer lief ihm über den Rücken. Er wünschte sich schon, dass der Wald bald enden sollte, was aber nicht so war. Erneut betrachtete er die bläulichen Schatten, die die Bäume warfen und begann wieder mit dem Heldenlied zu summen.
Ich erinnerte mich gut an diesen Tag, wo ein Mensch sich unserem Allerheiligstem nährte, ich wurde ausgesandt um ihm einhalt zu gebieten, doch als ich ihn von oben sah, spürte ich die starke Aura dieses Kriegers den alle Buliwyf nannten!
Die Aura war mächtig, aber nicht böse wie ich es von Menschen gewohnt war!
Dieser Krieger sollte großes vollbringen!
Ich beobachtete ihn weiter, blieb aber im sicherem Abstand!
Irgendwann würde ich mich ihm nähren müssen, denn ich ahnte das unser Schicksal ineinander verwoben sein musste!
Plötzlich ein Laut. Ein Kauz schrie wie aus dem Nichts des Waldes. Buliwyfs Atem wurde schneller, seine Hand wanderte zitternd an den Griff des Katanas an seinem Rücken. Sein Herz raste wie wild. Das Summen seines Liedes lauter, die Geschwindigkeit seines Schrittes schneller. "Kehre dem den Rücken, der dich beobachtet", sprach Buliwyf halblaut zu sich selbst, seine Angst weiter verdrängend.
Es war eine seltsame Ansicht. Ein Nordmann, dem man nachschrieb, dass er sich nie fürchtete, hatte große Furcht vor dem, was sich in diesen Wäldern verbarg. Er selbst wusste, dass es keine Menschen waren, denn sonst hätte er solche Furcht niemals empfunden.
Langsam schweifte seine Hand wieder vom Griff seines Katanas am Rücken. Er konnte sich wieder beruhigen, aber wusste nicht wie lange. Aus eigener Sicherheit zog er seine Plattenrüstung enger zusammen, sodass sie ihm in kritischen Momenten mehr Schutz bieten sollte.
Mit jeder Minute nahm die Dunkelheit im Walde zu. Selbst der weiße Schnee wurde bläulich grau und unheimlich zugleich. Kein Wild hatte diesen Wald zu jener Stunde betreten, denn nirgendwo konnte man Spuren erkennen. "Komm heraus, wer immer du bist", sprach Buliwyf wieder sich selbst zu, "und du wirst den Katana Kendos spüren. ... Kehre mir den Rücken und pack dich fort. Ich werde nicht dein Diener sein, weder hier noch irgendwann."
Nun zog er seinen Plattenhelm fester, sodass er nicht mehr rutschte. Die Augenringe setzte er gerade, damit die Augen einen freien Blick auf alles hatten und schob die Kapuze zurück. Sein blondes, schulterlanges Haar wallte unter dem Helm hervor. Auch konnte man die Windzöpfe erkennen, die die Strähnen von seinem Gesicht fernhalten sollten. Und so schritt er weiter.
Wieder vernahm er ein Geräusch hinter sich, doch es war anders, es war nahe, förmlich hinter ihm! Buliwyf zog sein Zweihandkatana mit der Kraft eines Nordmannes und führte einen kräftigen Hieb hinter sich, die Luft vibrierte doch es klang nicht nach einem Treffer! Nach genauerem betrachten der Lage, konnte er auch keinen Feind erspähen.
In seinem Ohr hallte eine zärtliche Stimme: “Ich bin kein Feind, zumindest noch nicht, ich werde mich offenbaren, aber nur wenn du das fuchteln mit dem Schwert lässt, darauf bin ich nämlich nicht gut zu sprechen!“
Buliwyf war überzeugt das die Stimme die Wahrheit sprach und schnallte seine Waffe wieder auf den Rücken. Nun machte er einen Schatten aus, der neben einem großen Baum ihm gegenüber erschien, er wirkte nicht bedrohlich, wie der Rest des Waldes. Der Schatten nährte sich ihm und bei genauer Betrachtung, stellte sich heraus das vor ihm eine wunderschöne Nachtelfin stand, mit langem blauen Haar, was gar nicht enden wollte. Die Elfin hatte so blaue Augen, die Buliwyf an den
1
2
Kommentare
Janine schrieb am 2007-09-09 01:13:07:
Hey Reaper,
Ich find deine Geschichte echt unglaublich! Du verstehst es dich auszudrücken.
Deine Einleitung ist, meiner Meinung nach, verständlich.
Der Tagebuchanfang klingt sehr gelungen, man wird förmlich gezwungen weiter zu lesen.
Ich mag deine Art wie du die Wörtlicherede schreibst
Janine
Eins noch: spielst du World of Warcraft?
Mila schrieb am 2007-04-27 12:18:49:
Hi, Reaper die Geschichte ist ja unglaublich.So viel Spannung hat noch nicht einmal das beste Buch,was ich
gelesen habe.Mach weiter so.Hoffe das nächste Kapitel ist bald da.
Liebe Grüße Mila
Lucie Harker schrieb am 2007-04-20 11:47:10:
Hey Reaper!
Eigentlich wollte ich die Erste sein, die dir ein Komentar schreibt, aber ich glaube dafür bin ich zu spät ;o)
Naja, deine Geschichte finde ich wirklich toll. Ich hab ja gesagt, dass du einen guten Stil hast. Du kannst mir ruhig glauben.
Also ich hoffe noch viel mehr von dir zu lesen.
Viele liebe Grüße
Lucie
Lou schrieb am 2007-04-18 17:40:48:
Hallo Reaper!
Wow, mir fehlen die Worte! Du hast wirklich ein außergewöhnliches Ausdruckstalent. Du hast es geschafft vor meinen Augen die Geschichte lebendig wirken zu lassen. Du hast wirklich ein Talent dafür etwas bildhaft und vor allem auch geheimnisvoll zu beschreiben. Ich war richtig enttäuscht, dass das Kapitel so schnell vorbei war. Was mir auch sehr gefallen hat, ist, dass du immer wechselst zwischen dem Ich-Erzähler und dem Er-Erzähler. Das bringt Spannung in die Sache. Auch der Einstieg mit dem Tagebuch ist sehr gut gelungen. Das treibt den Leser ja geradezu dazu weiterzulesen. Ich hoffe doch mal, dass du ganz schnell das nächste Kapitel veröffentlichst.
Eine winzige Kleinigkeit ist mir allerdings aufgefallen...Du schriebst:"Durst umkam ihm." Diesen Ausdruck hab ich so noch nicht gehört...heißt es nicht eher "Durst überkam ihn"?
Naja, ich freu mich auf das nächste Kapitel!
Liebe Grüße, Lou
Kommentar hinzufügen