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Kategorien > Fantasy > Über Elfen und mehr

Die Geschichte des Mondes (2.Kapitel)

von Reaper

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<<Ein neues gemeinsames Abenteuer beginnt>>

Buliwyf wusste nicht, ob er der Elfe vertrauen konnte. Er kannte eine andere, eine Drow, doch diese Elfe, mit ihrer blassen, bläulichen Haut, war keineswegs eine Drow. Sie lebte auch nicht in einer Höhle, sondern in einem Baum und sie war nicht alleine, und sie hatte auch nicht diese eigenartige Umgangsart wie eine Drow, sie war ...
Plötzlich sauste ein Streitkolben auf den Menschensohn und der Elfe nieder. Er blockte sofort mit seinem Katana ab und rettete damit ihr beider Leben. Der Gnoll hatte eine grässliche Fratze, ein stinkendes, sabberndes Maul und Zähne, die ganze Muscheln zerbeißen und durchlöchern konnten. Mit einem Ruck trat der Menschensohn gegen den Magen dies Biestes und stieß sein Katana gleich nach.
Es jaulte nur kurz auf schlug gleich wieder auf die Beiden ein, als Buliwyf rief: „Ich kann es alleine nicht besiegen. Stoße dein Schwert in seine Kehle!"
Die Elfin reagierte sehr schnell, zog blank und führte den fordernden Befehl des Nordmannes aus!
Das Schwert blieb im Hals des Gnolles stecken, es war das brechen des Kehlkopfes zu hören, danach brach das Schwert ebenfalls durch einen wutentbrannten Schlag des Monsters, obwohl dem Hundemenschen der Tot gewiss war, weil er nun langsam und qualvoll erstickte, hielt er den Streitkolben weiterhin mit festem Griff und versuchte immer noch tödliche Treffer zu landen, die aber von Buliwyf ohne große Probleme pariert wurden, nach schmerzhaften zwei Minuten ging der Gnoll röchelnd zu Boden. Im Flur waren zwar keine weiteren Monster zu sehen, aber trotzdem blieben die Abenteurer kampfbereit, die Elfin trauerte ein wenig um ihr treues Schwert, mit dem sie schon viele Feinde erschlug, aber es blieb nicht viel Zeit der Trauer, drei Gnolle bogen in den Flur, sie wurden wahrscheinlich von dem Kampflärm angelockt, kaum erblickten sie den Nordmann und die Elfe, stürmten sie los. Buliwyf erhob sein Schwert, als plötzlich eines der Monster zu Boden ging, es wurde förmlich zerrissen, es hatte nicht gelitten, aber etwas war seltsam, auch die anderen beiden Gnolle ereilte das gleiche Schicksal!
„Ich kenne diese Magie,“ sprach Elune, „ aber etwas ist sonderbar, nur Drow, Untote oder gefallene Brüder und Schwestern, die sich mit der schwarzen Magie beschäftigen, sind in der Lage diese zerstörerische Magie zu wirken, aber wir sind außer Gefahr, denn es handelte sich um einen Distanzzauber, wenn wir hätten sterben sollen, dann wären wir bereits Tod, irgend ein Elfenzauberer, oder gar ein untoter Lord der Geißel, scheint sich unseren Tod nicht zu wünschen, wisst ihr vielleicht mehr, werter Freund?“
Buliwyf war noch etwas geschockt. Erst wanderte er friedlich in der Gegend umher und plötzlich, ohne jegliche Vorahnung wurde er zu einem Gefangenen oder einem Gast, wer wusste das schon. Er kannte nur sein Gegenüber von Duellen oder Briefnachrichten, vielleicht einige Male durch ein Gespräch des Vertrauens, beruhend auf gegenseitige Empfindungen. Der Nordmann, in seiner Verzweiflung verneinte nur, schüttelte seinen Kopf, steckte sein Schwert zurück und sprach etwas drohend: „Nennt mich nicht so. ... Elune, Nachtelfe. ... Ich bin, ich ..." Er stockte. Er musste weg von hier. Er wusste doch nicht einmal, was geschehen war.
Er wandte sich ihr ab, Furcht in seinem Herzen, Furcht vor dem, was er nicht kannte. Sie sah aus wie eine Drow, aber sie benahm sich nicht so. Auch gedachte sie nicht daran, wie eine zu wirken. Selbst diese Art der Magie schätzte sie den Drows an und nicht sich selbst.
Buliwyf hatte alles was er brauchte, all das, was er vor diesem seltsamen Ereignis bereits bei sich trug. Er musste einfach weg, sich im klaren werden, was geschehen war und nicht mehr. „Folgt mir nicht, bleibt fern von mir", flüsterte er zu sich selbst, jedoch an die Elfe gerichtet und bog bereits um die nächste Ecke. Er trug bereits das Gefühl in sich, das Elune schon bald mit ihm sein Leben teilen würde, dass sie bald mehr voneinander hören würden, doch in jenem Augenblick, war der Wille des Menschen ein anderer.
Er empfand Elune als hübsch, ihr Auftreten als anmutig und edel, ihre Gefühle als liebevoll und nicht hasserfüllt, doch ihn in eine Art Trance zu zaubern und ihn irgendwo hin zu schleppen, was er nicht wollte, das wollte er nicht. Er war ein Mensch, ein freier Mensch und dies galt ihm eher als eine Art Entführung, als die Aufnahme eines Gastes.
„Buliwyf!“… ,der Nordmann blickte sich noch einmal herum, „Ihr könnt gehen wohin ihr wollt, immerhin seid ihr ein Gast der Nachtelfen, ich musste euch gefangen nehmen, da ihr euch unserem Allerheiligstem nährtet, dem Baum des Lebens, dieser Baum ist nicht nur ein Baum, er hat die Kraft eines Drachen und kann sogar umherstreifen wie andere Lebewesen, hätte ich euch nicht aufgehalten, hätte er euch mit seiner mächtigen Magie getötet! Ich wollte nicht, dass ihr sterbt, wie wäre es wenn ihr zuerst unseren Hein erkundet, habt keine Sorgen wegen der Gnolle, hört ihr das Horn in der Ferne? Sie ziehen sich zurück.“
Da sich die Gnolle aufgrund der Magieeinwirkung zurückzogen, kehrte im Hein schnell wieder Ruhe und Ordnung ein, aber etwas war seltsam, Elune wich nicht mehr von Buliwyfs Seite, sie zeigte ihm den Hein und erzählte von ihrer Kindheit, die sie noch im Mondtempel verbrachte, der Nordmann war erstaunt, das sich die Reinkarnation der Mondgöttin, also eine der größten Würdenträger der Nachtelfen, so normal und ausgelassen mit ihm sprach!
Doch Elune erinnerte sich, sie waren sich schon einst viel früher begegnet, es war in der Stadt Brockgratens, wo sich einer der größten Duellplätze der Welt befindet. Sie sprachen schon dort ausgelassen und führten erbitterte Trainingskämpfe aus, doch eines morgens kam die Elfin nicht mehr zum Duellplatz, und sie verloren sich, bis zu den Geschehnissen der letzten Zeit, aus den Augen!
Buliwyf schritt neben Elune her. Es war so angenehm warm in diesem Reich, oder an diesem Platz, was immer es auch war. Es war seltsam, dass gerade Elune mit solch einem munteren Auftreten ihre Geschichte erzählte, ohne Sorge um diese eigenartigen Biester zu haben. Ihr freundliches Auftreten war ihm schon oft aufgefallen, selbst als er ihr oft genug den Boden unter ihren Füßen am Duellplatz weg zog und sie diese Niederlage mit solcher Würde nahm, dass es beinahe den Menschensohn beschämte, gegen sie gewonnen zu haben.
Buliwyf jedoch schwieg. Er lauschte den Worten der Nachtelfe, den dunklen, aber auch den wunderbaren Geschichten ihres früheren Lebens. Sie hatte ein solches Glück, in einer Welt aufzuwachsen, in der sie geachtet und beachtet wurde, ohne sich beweisen zu müssen. War es gar ihre seltsame Ähnlichkeit mit den Drows, dass man sie eher sah, oder doch nur ihr so freundliches Auftreten.
Der Weg des Hains führte in ein kleines Wäldchen. Der Wind frischte hier auf und die Blätter der Bäume begannen zu rascheln. Die Stämme der Bäume fingen an zu knarren, als

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