Die Geschichte von der kleinen Waldfee
von
Dexi
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Alles in der Welt hat einen schützenden Geist, so auch der Wald. Die kleine Waldfee war die Schutzpatronin des Waldes; ihr Vater, der Wind, ihre Mutter, die Erde.
Früher konnte die kleine Waldfee unbeschwert auf den Wiesen spielen und der Wald gab ihr Nahrung. Des nachts, wenn sie schlief, war das Moos ihr Bett und der Nebel ihre Decke. Selbst an Freunde hatten Mutter und Vater gedacht: Die Tiere des Wal-des und der Wiesen, die Kobolde, die Luftgeister, die Wolken und viele andere waren ihre Freunde. Doch am liebsten besuchte die kleine Waldfee die Sonne. Die Sonne war alt und kannte viele wunderliche Geschichten. Oft tranken sie etwas und redeten miteinander, doch wenn das ihnen nicht mehr zusagte, dann ärgerte sie die Schäf-chenwolken. Manchmal ärgerten sie auch den alten Mond, was ihm natürlich nicht recht gefiel. Die kleine Waldfee genoss ihr Leben, es war ja auch schön.
Heute gibt es keinen einzigen Waldgeist mehr. Warum? Wenn ihr es wissen wollt, hört genau zu!
Eines Tages wollte die kleine Waldfee zu ihren Freunden den Windgeistern, doch auf ihrem Weg begegnete sie einer Vogelfamilie. Sie waren sehr verzweifelt.
„Was ist denn passiert, dass ihr so verzweifelt seit?“ fragte die kleine Waldfee.
„Der Baum, auf dem wir unser Nest hatten, wurde gefällt und nun finden wir keine Heimat.“ erzählte der Vogelvater. Die kleine Waldfee sagte ihnen, wo sie ein neues Nest bauen könnten und ging weiter. Bald begegnete ihr eine Hasenfamilie, die ihre Höhle unter den Wurzel des gefällten Baumes hatte. Auch sie fanden keine neue Heimat und auch ihnen sagte die kleine Waldfee, wo sie eine neue Höhle finden konnten. Traurig ging sie dann weiter. Als sie dann noch einen Bienenschwarm traf, der seinen Bienenstock bei der Fällung verloren hatte, nahm sie sich vor nachzuse-hen was dort passierte.
Doch als sie dort ankam, musste sie feststellen, dass die Menschen nicht nur einen Baum gefällt hatten, sondern eine große Menge ihrer Schattenspender gerodet hat-ten und sie schienen nicht aufhören zu wollen. Da fing die kleine Waldfee an zu wei-nen und sie weinte Tage und Nächte. Denn sie wusste, dass sie die Menschen nicht aufhalten konnte und damit verloren ihre Freunde und sie ihre Heimat.
Als die Sonne nun einmal sehr nah an die Erde kam und an die Stelle blickte wo einst der Wald der kleine Waldfee gestanden hatte, sah sie die kleine Waldfee auf dem Boden liegen. Die Augen geschlossen, das sonst mit frischer Farbe strahlende Gesicht war blass und sie atmete nicht mehr. Da wusste die Sonne, dass die kleine Waldfee ihrem Wald gefolgt war, denn kein Schutzpatron hält es aus, wenn man ihm seine Heimat nimmt.
Und wenn ihr nun des nachts den Wind heulen hört, dann trauert er um seine Toch-ter und wenn die Erde bebt, denn weint sie um ihre Tochter und wenn die Tiere ganz ruhig sind, dann gedenken sie ihrer Freundin und wenn die Luft feucht ist, dann wei-nen die Luftgeister um ihre Freundin. Wenn ihr hört, dass der Wald des nachts rauscht und säuselt, dann erzählt er die Geschichte den zahllosen Sternen. Mir selbst hat sie der Regen erzählt. Und wer hat sie dir erzählt?
Hör zu, wenn der Wind, der Regen, die Tiere oder die Wolken dir etwas sagen wol-len, vielleicht ist es ein Hilferuf!
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Kommentare
jenni schrieb am 2007-08-10 15:02:53:
die geschichte ist klasse erzählt!!!sie ist leider etwas zu kurz!!!!und das ende fehlt wie sie weiter leben sonst ist die geschichte schön!!!jenny
Mirka schrieb am 2007-07-02 16:57:37:
Eine traurige und tiefgründige Geschichte.
Ich finde sie sehr toll und gelungen.
Mirka
jannik schrieb am 2007-04-11 15:23:26:
Sehr gelungene und schöne geschichte!
Die Wortwahl und Satzstellung ist auch für Kinder leicht verständlich und die Geschichte spricht trotzdem Erwachsene auf die Probleme der Umwelt an.
Jannik :-)
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