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Kategorien > Action, Fantasy, Liebe und Science-Fiction zusamm > Liebe

Die Gilde der Diebe

von Lilli

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vor der kompletten Bande nicht gesagt, weil sie dann noch mehr in ihre Fantasiewelt gleiten würde, als sie es sowieso schon taten.
Jeder in der Bande träumte von einem besseren Leben mit mehr Geld, mehr Freiheiten und ohne die Angst irgendwann einmal von den Jägern erwischt zu werden. Jeder von ihnen wäre schon längst aus diesem Land raus, wenn er könnte. Doch man würde sie niemals rauslassen, nicht mit diesem Ruf. Und genügend Geld um sich rauszuschmuggeln oder sich freizukaufen ging auch nicht.
Mit mehr Geld wäre alles viel einfacher.
„Ich sagte doch, ich bin mir nicht sicher“ log er wieder, auch wenn er wusste, dass das bei Donia nichts brachte. Er schaute sie an, erwartete, dass sie irgendwas sagte, doch Donia schwieg.
Sie zog die Karte zu sich ran und redete dann schließlich doch: „Ich bin mir auch nicht sicher, zu was die Karte uns den Weg zeigt, doch ich bin fast zu 100%% sicher, dass sich das Gebiet, was hier gezeichnet ist, ganz in der Nähe befindet“
„Dessen bin ich mir auch sicher… Ich bin sogar fast davon überzeugt, dass es sich hier um eine Schatzkarte handelt“ erklärte er.
„Dacht ich’s mir doch“
„Ich weiß aber noch nicht was ich davon halten soll“ murmelte Darian und seine Stimme nahm einen leicht unfreundlichen Ton an.
Donia nickte zustimmend, dachte gleichzeitig aber an den Schatz, und wie viel besser es ihnen dann gehen würde. Marlos Worte hallten in ihrem Kopf: Dann können wir dieses armselige Räuberleben hinter uns lassen und als reiche Räuber weiterleben. Vielleicht können wir sogar auswandern.
Das wäre schön. Donia schaute Gedankenversunken in den Schein der Kerze und lächelte abwesend, als Darians Stimme sie aus ihren Gedanken riss: „Ich komme morgen mit in die Stadt“
Leicht erschrocken schaute sie auf, doch schnell fasste sie sich wieder und nickte. „Wir werden für den Schmuck sicherlich ein schönes Sümmchen bekommen“ Wieder nahmen ihre Augen diesen verschwörerischen Blick an.
„Es geht auch um diese Karte.“ lenkte Darian wieder auf den Schatz hin. „Wenn die Wahrsagerin im Besitz einer solchen Karte ist, dann muss sie auch wissen, was es mit dem Schatz – wenn es sich überhaupt um einen Schatz handelt – auf sich hat. Die Alte kann einem bestimmt Einiges sagen, wenn man sie fragt“
Donia nickte ernst. Sie wusste worauf er hinaus wollte: „Geht klar… Ich bring dich hin. Und dann können wir ja versuchen mit der Alten vernünftig zu reden. Aber mach dir nicht zu viele Hoffnungen. Sie ist zwar eine ganz liebe, aber etwas durchgeknallt“
Darian lächelte selbstgefällig und rollte die Karte zusammen: „Vermutliche haben auch Räuber einmal Glück“ Er packte die Karte zurück in seine Tasche und stand auf: „Bis morgen“
Donia lächelte: „Gute Nacht“. Dann angelte sie sich ihr Buch vom Boden begann zu lesen: Romeo und Julia.
Beim letzten Überfall auf eine Postkutsche hatte sie das kleine Büchlein gefunden.
Donia hatte schon immer eine Schwäche für Bücher gehabt, worüber sich Kennet nur zu gern lustig machte.
Ihre Gedanken schweiften von der Handlung des Buches ab und glitten zu Kennet: Der Kerl hatte schon immer etwas gegen sie gehabt, seitdem sie der Bande beigetreten war. Immer, wenn er eine Gelegenheit fand, machte er sich über sie lustig. Doch mittlerweile störte es sie nicht mehr. Sie hatte sich daran gewöhnt.
Als ob sie mit jemanden reden würde, zuckte sie mit den Schultern und vertiefte sich wieder in die überaus romantische Geschichte von Romeo und Julia.

Kapitel 3

Am nächsten Morgen rüttelte Donia verzweifelt an Kenos Schulter: „Komm schon, Kleiner. Auf geht’s. Schmuckstücke verkaufen“
Keno murrte etwas Unverständliches und drehte sich auf die andere Seite, als Donia ihm einfach die Decke wegnahm.
Sofort schnellte er hoch: „Mensch! Was soll das?!“
„Aufstehen!“ Donia zog ihn hoch. „Wir müssen in die Stadt“
„Ist Corvin denn schon da?“ fragte Keno verwirrt.
„Nein, wir treffen ihn in der Stadt“ erklärte sie und legte Kenos Decke wieder auf seine Matratze. Sie lief im Slalom um die aufgestellten Eimer, die randvoll mit Wasser waren und in die immer noch Wasser von Dach tropfte.
Anscheinend hatte Mads das Dach nicht sorgfältig genug repariert.
Donia kletterte vom Dachboden nach unten und packte in eine Ledertasche die Schmuckstücke.
Darian nickte ihr zu und schaute ungeduldig nach oben. Keno ließ sich immer noch nicht blicken.
„Verlangt einen guten Preis von dem Alten“ lachte Alessio.
„Und lasst euch nicht über’s Ohr hauen“ fiel Florin mit schallendem Gelächter ein.
„Was wären wir für Räuber…“ Darian schaute ernst von Florin zu Alessio und ließ den Satz offen im Raum hängen.
Wenig später war auch endlich Keno Aufbruchbereit. Er ließ sich einen Apfel von Jonte geben und wollte gehen, als er sich blitzschnell noch einen Apfel nahm.
Bevor Darian ging drehte er sich noch einmal um: „Marlo?“
Der Vizehauptmann schaute fragend auf.
„Ihr kennt eure Aufgaben?“ Jetzt war es eine Frage, die an alle gestellt wurde.
Ein uneinheitliches Gemurmel und Gebrummel entstand im Raum und Darian nickte und schloss die Tür hinter sich.
Donia stand schon am Fluss, als auch endlich Keno die alte Müllershütte verließ. Er hatte den geklauten Apfel in der Hand und biss genüsslich hinein. Aufgeregt und ängstlich zugleich hüpfte er auf Darian und Donia zu: „Was kriege ich heute für eine Aufgabe? Werde ich jetzt ein Spion wie Corvin?“ Er strahlte bis über beide Ohren und erwartete sehnsüchtig eine Antwort, doch Darian schüttelte nur mit dem Kopf. Und auch von Donia kam keine Antwort. Enttäuscht ließ Keno die Schultern hängen und seufzte. Er biss erneut frustriert in seinen Apfel, als Darian ihm einen Zettel in die Hand drückte: „Hier!“
Keno schaute verwirrt von Darian zu Donia. „Was soll ich damit?“
„Du wolltest doch eine Aufgabe“ meinte Darian kühl. „Auf dem Zettel steht ein Name…“ Er hielt inne. „Du kannst doch lesen?“
Keno lief rot an. So wirklich lesen hatte er im Waisenhaus nie gelernt. „Ein bisschen“ Er spielte nervös an seinen Hemdbund.
„Wie dem auch sei“ fuhr Darian unbeirrt fort. „Wenn wir Corvin gefunden haben, dann geht ihr zusammen zum Hafengebiet. Dort fragt ihr den erst besten, den ihr seht nach einem Einar Pizdescu. Derjenige weiß bestimmt, um was es sich handelt“
Donias Gesichtszüge nahmen wieder das verschwörerische Grinsen an: „Wenn ihr Einar gefunden habt, dann zeigt ihm die Juwele und sagt ihm einen schönen Gruß von Donia. Er weiß dann schon Bescheid. Gehe mit dem Preis für die Schmuckstücke nicht weiter runter, als dreihundert Lei, meinetwegen ein paar fünfzig Bani weniger, aber alles was drunter liegt kann nicht mehr gewertet werden“ Donia zwinkerte Keno zu. „Denn dann würde Einar nämlich einen Räuber über’s Ohr hauen…“
Keno schluckte und lächelte dann doch. Er würde seine Aufgabe gut erfüllen. Er würde Darian nicht enttäuschen.
Als der Wald sich langsam lichtete sah man schon vereinzelt die vergrauten Dächer der Stadt.
Donia zog die schwarze Baskenmütze tiefer ins Gesicht. Sie gingen die Handelsstraße entlang, hinein ins

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Kommentare

jenny schrieb am 2009-12-12 10:20:54:
die geschichte ist einfach hamma! das ende ist richtig traurig, hätte fast geheult^^ neija, auf jeden fall gut geschrieben=)
mach weiter so*

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