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Kategorien > Fantasy > Düsteres & Geheimnisvolles

Die Gruft

von Raxba

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Thorsten schaute sich um. Er lag auf dem Boden und starrte die Wand über ihm an. Sie war vollends aus Erde. Er musste tief unter der Erde sein.
„Was mache ich hier? Wie kam ich hier her?“ Er wusste es nicht. Alles was davor geschah war aus seinem Gedächtnis verschwunden. Es war ein komisches Gefühl und doch so vertraut als hätte er es schon hunderte Male erlebt.
Er hatte Angst. Das überall rot pulsierende Licht machte ihn sichtlich nervöser.
„Ich muss hier raus“, dachte er sich immer wieder.
Behutsam schlich er weiter, doch er bekam nichts als leere Räume und Gänge zu sehen.
Als er wieder an einer Raumöffnung vorbeihuschte, erschrak er. Er hatte einen leeren Raum erwartet, doch was er sah war ein Tisch inmitten dessen. Thorsten näherte sich ihm. Eine Weinflasche deckte den Tisch. Seine Gedanken fingen an, an einer Erinnerung zu zerren. Doch wollte es ihm perdu nicht mehr einfallen. Er wusste nicht warum, aber er setzte sich an diesen Tisch. Seine Aufmerksamkeit war ganz der Flasche gewidmet. Jetzt sah er es. Die Flasche war leer. Wie ein Blitz schoss es ihm durch den Kopf. Er war am Vorabend in einer Kneipe, und hatte mit seinen Freunden getrunken. Und dann ging er alleine nach Hause. Und dann... , und dann… Er wusste es nicht. Jetzt bemerkte er auch seinen Kater.
Der Raum wurde langsam uninteressant. So machte er sich wieder auf den Weg. Nach nicht allzu langer Zeit kam er erneut zu einem Raum. In dessen lag ein Zylinder. Diesmal musste er nicht in des Raumes Inneren treten. Er wusste es auch so. Der Zylinder, er gehörte einem Mann dem er auf dem Heimweg begegnet ist. Irgendetwas wollte dieser von ihm.
„Wollte er mir einen Staubsauger verkaufen? Nein.“
Langsam fragte er sich wer hier ein so abartiges Spiel mit ihm treibe. Thorsten wurde mit jedem Hinweis banger.
Ihm blieb das Herz stehen. Was er hier in diesem Raum sah, war grauenvoll. Die Wand war gesäumt mit Blutigen, gefolterten Kadavern. Zum Großteil Menschen. Doch auch seine Frau erkannte er unter den Geschöpfen. Er hielt es nicht mehr aus. Seine Frau war das einzige was er hatte, was er liebte, und jetzt, und jetzt ist sie Tod. Aufs grausamste ermordet. Mit ihren Därmen an die Wand gekettet. Ihm wurde schlecht. Er musste sich übergeben. Er wollte nicht mehr Leben. Und endlich kehrten seine Erinnerungen komplett zurück. Der Mann mit dem Zylinder. Er hatte ihn in einer dunklen Gasse abgefangen und versuchte ihm etwas aufzudrängen. Er zwang ihn einen Pakt mit dem Teufel einzugehen. Nach längerem Drohen, dank des Alkoholeinflusses und der Müdigkeit unterschrieb er auf einem Stück Papier. Der mysteriöse Mann verschwand.
Demnach musste er in der Hölle sein. Nein, in einem Vorort der Hölle. Er rannte zurück, zurück zu der Weinflasche. Sein einziger Gedanke war seinem eigenem Tod gewidmet. Er musste hier weg. Die Flasche zerschlug er und setzte mit einer Scherbe zum Schnitt an.
Doch plötzlich hatte er keine Flasche mehr in der Hand. Plötzlich hatte er die Augen geschlossen.

„Ein Traum. Es war alles nur ein Traum“ Schweißgebadet aber beruhigt überlegte er ob er heute arbeiten müsse. Thorsten öffnete müde die Augen um auf seinen Kalender zu blicken.
Den Kalender sah er nicht. Er blickte auf eine Wand aus Erde.

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Kommentare

kevinstranzke@augustakom.net schrieb am 2007-01-24 19:36:10:
Bin dir natürlich nicht böde, im gegenteil, ich freue mich das mich jemand auf meine Fehler aufmerksam macht

Danke ;)
R. Rüdiger Ringelroth schrieb am 2007-01-20 14:24:22:
Die beiden letzten Sätze sind das Beste.
Die Idee ist wie beim Gnom sehr gut. Aber leider finde ich, dass dir hier zu viele Flüchtigkeitsfehler unterlaufen sind. Krassestes Beispiel: "Eine Weinflasche deckte den Tisch"
Menschen können einen Tisch decken - aber eine Flasche...?
Sei mir nicht böse, wir machen alle Fehler - aber wenn uns niemand darauf aufmerksam macht, können wir sie auch nicht beseitigen.
Lurz schrieb am 2006-11-09 18:25:46:
Cool, ein bisschen unschlüssig, aber sehr gruselig.
Lia Private_Suicide@gmx.de schrieb am 2006-11-08 21:06:51:
Das ist so verdammt geil...Ich schreib ja selber (z.B der letzte Schnitt) und ich find deinen Schreibstil geil...es wär nett wenn ich mal ne E-mail von dir bekäme....Liebe Grüße...Lia
NIRVANA 4LIFE

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