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Kategorien > Action > Liebe

Die Hässliche und der Tollpatsch

von Zathia

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Es war ein ganz gewöhnlicher Tag, wie jeder andere, in dem Elfendörfchen Illuin.
Jedenfalls für Gwain, denn der hatte seinen Lebtag lang nur Pech und Unglück vorzuweisen.
Es ging schon früh morgens los.
Er erwachte wie immer auf dem Fußboden vor seinem Bett und hatte eine Beule am Kopf.
„Gwain, Gwain!“, rief ihn eine sehr hoch gewachsene Elfe, währen sie in sein Zimmer kam.
Als er sich erhob und sie vor ihm stand, überragte sie ihn fast um einen ganzen Kopf.
„Sieh dir nur mal dein schönes, langes, blondes Haar an. Ganz zerzaust bist du.“, verständnislos hob seine Schwester die Hände und ging aus dem Zimmer, damit er sich ungestört anziehen konnte.
Für einen Elfen legte er wenig Wert auf sein äußeres. Eglyn verstand das absolut nicht. Bei ihr musste jede Strähne ihrer ebenso blonden, langen und seidig glänzenden Haare sitzen.
Vorsichtig beugte sich Gwain beim kämmen vor und sah sich lange im Spiegel an.
Kein Makel auf seiner glatte zarte Haut auszumachen. Keine Narbe, die seinen entblößten Oberkörper zierte.
Die Elfen waren doch fast perfekte Wesen…aber nur fast.
„Hey Gwain! Holst du mal bald Wasser aus dem Brunnen?“, befahl ihm Eglyn mehr, als das sie ihn darum bat.
Seiner großen Schwester konnte man wohl schlecht eine Bitte abschlagen, also was blieb ihm anderes übrig als sich zu fügen?
Gwain jedoch würde lieber den ganzen Tag im Haus verbringen. Wenn er nicht rausging, konnte er auch nicht so viel Unheil anrichten.
In der Hoffnung dass einmal nichts Unglückseliges auf dem Weg zum Brunnen passieren würde, schnappte er sich den leeren Holzeimer und trottete los.
Mitten im Dorf war der Ziehbrunnen zu finden.
Eimer an die Schnur gebunden, noch einmal kontrolliert ob auch alles fest sitzt und ab runter in die Tiefe damit.
Platsch, der Eimer war voll und nun konnte er wieder hochgezogen werden.
Gwain hoffte sehr, das all seine Gebete am morgen gehört gefunden hatten und für den Rest des Tages wenigsten das Unheil von ihm abwenden würden.
Dann aber gab es ein Ratsch zu hören und das Förderseil riss.
Gerade mal eine geschlagene Stunde, war der junge Elf nun wach und schon hatte ihn mehr Unglück heimgesucht, als irgendeinen anderen Elfen innerhalb eines Jahres.
Seufzend schlenderte er zurück zur Holzblockhütte und nahm sich einen neuen Eimer.
Schwesterchen wird dann wohl heute mit Flusswasser auskommen müssten, entschied er und ging hinab zum Bachlauf.
Außerhalb des Dorfes fühlte er sich wesentlich wohler. Da hat er nicht das Gefühl, dass tausend Augen auf ihm ruhen.
Einmal vorgebeugt und den Eimer gefüllt, stiegt ihm plötzlich ein Kitzeln in die Nase.
Der folgende Nießer brachte ihn ruckartig aus dem Gleichgewicht und mit einem lauten Bauchplatscher versank er im Fluss.
Schnell tauchte er wieder auf und spie Wasser aus. Auch in seiner Nase befand sich welches.
Den Eimer eingesammelt, schwamm er mit Mühe zurück ans Ufer. Mit gefülltem Holzeimer und nassen Kleidern, machte er sich auf den Weg zurück, in der Hoffnung das Haus heil und ohne weitere Zwischenfälle zu erreichen.
Als er so klatschnass durchs Dorf tappte, sah er aus den Augenwinkeln heraus, wie die Elfen am Rand der schmalen Steinstraße stehen geblieben waren und tuschelten. Fehlte nur noch das sie mit dem Finger auf ihn zeigten und riefen: „Seht, es ist Gwain, auch genannt, der Pechpilz!“, und fürchterlich zu lachen anfingen.
Seufzend schlenderte er weiter.
Dabei hatte er ganz vergessen nach vorne zu schauen. Zu spät sah er den alten Elfen Grendel, mit seinem Holzkarren.
Gwain stolperte bei dem Versuch noch rechtzeitig auszuweichen und entlud seinen Eimer in einem Guss auf die tratschenden Damen am Wegrand.
Aus dem Karren Grendels entflohen flattern, die durch Gwain aufgescheuchten Hühner.
Durch das Scharren der spitzen Hühnerkrallen, die sich auf den Mehlsäcken unter ihnen abstießen, rissen diese und ihr wildes Geflatter wirbelte das ganze Mehl auf.
Ein Meer aus Federn und eine große weiße Mehlwolke wurden durch den Wind überall in der Luft verteilt und raubten allen Beteiligten die Sicht.
Dadurch stolperte der alte Grendel nach hinten und sackte auf den Wagen.
Wie ein Katapult schoss der Holzkarren die Eier, die sich noch darin befanden, gen Himmel.
Prasselnd gingen sogleich die Eierbomben auf die umliegenden Häuser nieder.
„Gwain!!!“, hörte er mehrere Personen gleichzeitig schreien, die nun wohl selbst aussehen mussten wie Hühner.
Besonders die weiblichen Elfen vom Wegrand, an denen durch das Wasser, das sie abbekommen hatten, das ganze Mehl zusammen mit den Federn kleben geblieben, war hätte Gwain nun zu gern einmal gesehen.
Besser aber war es sich nun schleunigst aus dem Staub zu machen!
Noch immer den Eimer in der Hand haltend, rannte er so schnell er konnte zurück in Richtung Fluss.
Gwain fühlte sich irgendwie nicht zu den Elfen dazugehörig und diese Szenario gerade hatte es ihm mal wieder verdeutlicht. Wo er auch hinkam ging etwas schief…
Elfen sind stolze und ehrenvolle Geschöpfe und ich bin eine Schande für das Dorf und für mein Volk! Das ging ihm immer wieder durch den Kopf, schon seit langem.
Er dachte an manche Elfen, die ihm bereits verachtend nachblickten, wenn er sich vor die Tür wagte.
Sie alle wirkten so vollkommen, waren es ja auch fast.
Nur er war es nicht. Äußerlich ja, doch innerlich war er der geborene Tollpatsch, der immer alles falsch machte was er anpackte.
Zu viele Fehler machte er, zu viele hatte er in den Augen der anderen.
Schön war er wie ein Elf, doch für so schlau wie einer hielt er sich selbst nicht.
Er hasste sich nicht selbst dafür, doch er war wütend auf sich und sein ständiges Pech.
Schönheit konnte doch nicht alles sein!
Auf die inneren Werte kommt es letztlich an!
Er kniete sich an den Flusslauf und betrachtete eingehend sein Spiegelbild im Wasser.
Langes blondes Haar, das in der Sonne noch heller und leuchtender erschien.
Glänzende Blaue Augen und ein ebenmäßiger Tan verliehen seinem Gesicht eine ganz besondere Schönheit.
Eben so wie Elfen waren…
Er konnte sich selbst nicht lange ansehen, erhob daher den Eimer und Schlug damit kräftig auf sein Speigelbild im Wasser ein, bis nichts mehr zu erkennen war.
Als die Wellen sich gelegt hatten und die Wasseroberfläche wieder fast so klar war wie ein trüber Spiegel, erkannte er plötzlich noch etwas anderes darin.
Er blickte auf und sah in die leuchtend gelben Augen einer Trollfrau.
Soetwas wunderschönes hatte Gwain noch nie erblickt, dachte er bei sich und konnte seinen Augen gar nicht mehr von ihr abwenden.
Sie war so anders, so überwältigend!
Noch verschlafen rieb sich das fette, runzlige und von Warzen gezeichnete Trollweib die noch winzigen Äuglein.
Ihr Haar trug sie halb offen. Es hing ihr bis auf die breiten Schultern herunter und glänzte braun bis hin zu rotbraun, jenachdem wie die Sonne darauf schien.
Für Gwain war selbst ihr wuchtiger Körper und ihre raue und bläulich, graue Haut ein bedeutender Teil ihrer Schönheit.
Jetzt erst regte sich das Trollweib und

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