Die Hexe
von
Worm
1
Ihr magisch rotes Teufelshaar
Wurd´ ihr schließlich zum Verhängnis
Die aufgebrachte Menschenschar
Warf sie unsanft ins Gefängnis
„Mit Dämonen du verkehrst!“
Schrien sie laut und voller Wut
„Deren Samen du begehrst
Zu zeugen eine Höllenbrut!“
Angeklagt der Hexerei
Am Scheiterhaufen sie nun stand
Doch es war ihr einerlei
Als Feuer fasste ihr Gewand
Wild peitschte des Feuers Zunge
Den unschuldigen, zarten Leib
Rauch sog sich in ihre Lunge
Sie riefen: „Stirb, du Teufelsweib!“
Jubel warf sich ins Gekreisch
Die Flammen zogen hoch das Bein
Bald brannte lichterloh ihr Fleisch
Es wusch die arme Seele rein
Sie schrie ein allerletztes Mal
All ihre Henker zu verwünschen
War dann erlöst von ihrer Qual
Priester traten vor die Menschen
Gerechtigkeit war, was sie lehrten
Doch sich derer selbst beraubten
Verkannten, dass sie jenes nährten
Was sie zu vernichten glaubten
1
Kommentare
Lukas schrieb am 2008-02-11 17:20:44:
Wow! Einfach klasse! Sehr sehr intelligent geschrieben und viel Rethorik! Gefällt mir richtig gut!
Videl schrieb am 2006-08-22 21:04:41:
Finde ich super.... kommt realistisch rüber mit dem "Wild peitschte des Feuers Zunge Den unschuldigen, zarten Leib
Rauch sog sich in ihre Lunge"
Klasse
Kommentar hinzufügen