Die Jäger - Kapitel 10
von
Fanpire1612
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Ich hatte schon heute morgen das Gefühl, dass nicht nur dieser Tag, sondern gleich die ganze Woche schlimm sein wird. Ich weiss nicht wieso, aber ich hatte es im Gefühl. Und mein Gefühl hatte Recht. Mary beachtet mich nur mit Widerwillen, da ich ihr gestern das “Date“ mit Tom versaut habe. Sie ist so richtig beleidigt. Ich lasse sie in Ruhe und tu mich mit Mirco zusammen, der nicht versteht, was Mary hat. Selbst beim Frühstück hat sie sich nicht zu uns gesetzt und mich keines Blickes gewürdigt, was mich ziemlich traurig macht. In Gedanken versunken gehe ich deprimiert durch den Gang und erblicke Tom, den ich schon überall gesucht habe. Meine Stimmung hellt sich schlagartig auf und ich grinse über beide Ohren, als ich meinen Racheengel erblicke. Merkwürdigerweise reagiert er nicht einmal mit einem Schmunzeln durch mein Gegrinse und schaut überall hin, nur nicht zu mir. Ich geh auf ihn zu, doch geschickt fädelt er sich an mir vorbei und ignoriert mein >>Hey! Wie geht’s? <<. Meine Mundwinkel zeigen schlagartig wieder zum Abgrund meines fürchterlichen Tages hinab, während ich ihm verdutzt hinterher schaue, wie er um die Ecke biegt. Was war denn das? Er… . Ich finde nicht mal gedanklich Worte, die das Geschehene beschreiben können. Ich spüre den schwergewichtigen Kloss in meiner Kehle und die Düsenjets, die Bomben in meine Magengrube werfen, deren Explosionen sich wie eine Supernova anfühlen. Ich beiss meine Zähne zusammen und möchte mich wieder Richtung Klassenzimmer aufmachen, aber Janine versperrt mir den Weg. Janine? Sie ist mir in den letzten Tagen überhaupt nicht mehr aufgefallen. Sie war plötzlich unsichtbar und nur ein Tag ein Gespräch der Schule gewesen, weil sie sich so zurückgezogen hatte. Jetzt schaut sie mich bös’ lächelnd an. Eindeutig - Sie ist wieder die alte. Ich forme meine Augen zu Schlitzen und blicke ärgerlich zurück. Wäre ich jetzt eine Katze, hätte ich einen Buckel gemacht und sie mit gesträubtem Fell angefaucht.
>> Oh, die arme Emily. Steht Tom etwa nicht auf dich? <<
Aus den Augenwinkeln sehe ich, wie andere zögernd stehen bleiben und die Situation beobachten.
>> Das sagt gerade die Richtige. Wer ist denn in seine Spielchen reingefallen? <<
Arrogant wirft sie sich ihr Haar über die Schultern und lächelt mich honigsüss an.
>> Du glaubst tatsächlich diesen Tratsch? Wir fanden, wir sollten uns eine kleine Pause gönnen, das ist alles. <<
Ich lache und sage: >> Nach einer Woche will er eine Pause? Ich glaube, er wollte dir einfach schonend beibringen, wie ätzend du bist. <<
>> Halt deine Klappe und fick dich ins Knie, du Schlampe <<, zischt sie nun wutentbrannt, die manikürten Finger zu Klauen gekrümmt.
>> Tut mir leid, aber ich nimm mir kein Beispiel von dir. <<
Ich bin das jetzt so leid, dass ich an ihr vorbei gehe und die Fluchwörter, die sie mir hinterher schleudert, einfach von einem Ohr zum anderen rauslasse. Wie gesagt; Dieser Tag ist einer der schlimmsten, die ich je hatte.
Jeder Schritt der mich näher zum Biosaal bringt, wird schwerer und zittriger. Meine Hände sind schweissfeucht als ich die Türklinke runterdrücke und auf meinen Platz zusteuere, wo Tom schon auf mich wartet. Als ich mich neben ihn setze, atme ich beinahe schon bebend ein. Tom zeigt keine Reaktion, keine Begrüssung, einfach nichts. Fiebrig überlege ich, was ich falsch gemacht habe. Ich stöbere alle meine Erinnerungen an gestern durch, doch da war nichts. Ich verpasste sogar meinen Einsatz, aufzustehen und vor die Klasse zu treten um unseren Vortag vorzutragen. Irgendwie ist der Text den ich sagen sollte auf meine Bankhälfte gerutscht. Hastig drücke ich mich von meinem Stuhl hoch und eile mit gesenktem Blick nach vorne, während Tom den USB-Stick in den Rechner steckt um die Powerpoint-Präsentation zu beginnen. Krampfhaft umklammere ich mein Blatt und überflieg ihn schnell. Schliesslich begrüsst Tom alle herzlich zu unserem Vortrag. Ich zucke bei seiner samtenen ruhigen Stimme ein wenig zusammen. Seit Stunden hab ich mich nach dieser Stimme gesehnt. Ich beobachte ihn aus den Augenwinkeln und versteh immer noch nicht, warum er mir keine Beachtung schenkt. Ich versuche mich ein weiteres Mal daran zu erinnern, was ich falsch gemacht haben könnte. Mir fiel wieder nichts ein. Vielleicht kann er mich und meine verletzliche Art nicht leiden? Bin ich ihm zu stur? Es bleibt mir ein Rätsel. Ich zog sogar die Frage in Erwägung, ob ich ihm nicht hübsch genug bin. Das raue Räuspern weckt mich wieder aus meiner Starre. Alle Blicke sind auf mich gerichtet, sogar Tom’s! Recht spät begreife ich, dass ich nun mit dem Vorlesen dran bin. Ich bin so zittrig auf den Beinen. Hab ich etwa spontan Lampenfieber?! Das hatte ich noch nie! Jedenfalls keinen so extremen. Ich spüre wie meine Unterlippe bebt.
>> Äh. <<
Ich schaue aufs Blatt aber… ich kann nichts lesen. Die Schrift ist irgendwie zusammengequetscht und überhaupt nicht lesbar. Ich blinzle panisch doch es bleibt unverändert und verschwommen. Ich schaue mit rasendem Herzklopfen in die Klasse. Nicht einmal die Gesichter kann ich mehr identifizieren. Wie gelähmt erstarre ich zur Salzsäule.
>> Emily? << Frau Müller’ s Stimme. Ich schüttle den Kopf, das Blatt rutscht mir aus den Fingern und segelt wippend zu Boden, als ich mit einem >> Entschuldigung. << aus dem Klassenzimmer flüchte. Ich weiss nicht, wie ich es schaffe nicht umzukippen. Mein Gleich-gewichtssinn scheint nicht mehr zu funktionieren doch ich halte mich noch aufrecht. Stolpernd eile ich um die nächste Ecke, lehne mich an dessen Wand und rutsche zu Boden, den Kopf in den Händen. Unregelmässig entweicht mir die Luft aus der Lunge, während alles wieder ein Stück schärfer wird und ich nicht das Gefühl habe, mein Bauch schlägt weiter Purzelbäume. Dieser Anfall erinnert mich stark an meinen letzten, als ich dachte ich stirb jetzt dann gleich. Vielleicht würde ein Besuch beim Arzt nicht schaden. Erleichtert stelle ich fest, dass niemand der Auffassung war, mir hinterher zu gehen. Ich wollte nicht, dass mich jemand so sieht, besonders Tom wollte ich nicht sehen. Er ist einfach ungesund für jedes fühlende Lebewesen. Aber warum ignoriert er mich? Ich versteh das einfach nicht. Seit dem Nachmittag gestern… Moment. Seit gestern Nachmittag als er mich nach meinen Eltern fragte, ist er so still schweigend… Ich zwick mir sanft in die Nasenwurzel. Liegt es an dem, dass gerade Dominik meine Eltern kennt? Es bleibt mir wohl ein Rätsel. Langsam richte ich mich wieder auf und blicke den leeren Geng entlang. Aus dem Musiksaal dringt laute Musik und singende Stimmen. Also, wenn es daran liegt, dass Dominik meine Eltern kennt, dann ist das total idiotisch. Einigermassen auf den Beinen, mache ich mich wieder ins Klassenzimmer auf. Es fühlt sich wie an meinem ersten Schultag an, als ich mit gesenktem Blick das Zimmer betrete und auf meinen Platz zusteuere. Ich beachte die neugierigen Blicke erst gar nicht und lasse mich auf meinen Stuhl fallen. Frau Müller unterbricht für einen kurzen Moment Lea
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Kommentare
Minii schrieb am 2010-04-26 20:36:11:
wann gehts weiter? *total gespannt*
ich kanns echt nicht mehr abwarten
natii...<3 schrieb am 2010-04-14 15:09:43:
oh mann...die geschichte ist ein wahnsinn!!
du musst soo schnell wie möglich den nächsten teil reinstellen!!
gaanz liebe grüße natii
fanpire 1612 schrieb am 2010-04-13 21:32:08:
danke mini. naja... fortsetzung hab ich noch nicht geschriebn >.<
und ich verstehe dass ihr neugierig seid :P aber eins sag ich euch:
janine ist nicht böse :P jedenfalls die echte janine nicht ^^ und klar ist sie teuflisch aber in der geschichte nur ne lahme nebenrolle <.<
verwirrend? xD
jedenfalls arbeite ich seit 1 woche an der abschlussarbeit und habe nichtmal kapitel 1 fertig Oo
i-wann muss ich das auch noch machen leute, aber ich versuche die zeit einzuteilen...
ich bitte um ein wenig geduld, ija?
das wäre ganz lieb <3
grüsschen ^.^
Mini schrieb am 2010-04-12 18:48:02:
Echt klasse Fortsetzung. Bin unbeschreiblich gespannt wie's weiter gehen wird *neugierig*
Hoffe das du das nächste Kapitel ganz schnell hochladen wirst.
Liebe Grüße Minii
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