Die Jäger - Kapitel 2
von
Fanpire1612
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ziehe mir meine rot schwarz karierte Winterjacke aus. Leise schliesst er die Türe und fährt sich mit geschlossenen Augen durch sein schwarzes Haar. Ich lege meine Jacke über die Lehne eines Stuhles, mache es mir auf seinem Bett bequem und hole mir mein Schreibzeug wie meinen Laptop aus der Tasche. Er hat seine Augen wieder geöffnet, beobachtet mich und nuschelt etwas Unverständliches.
>> Was suchst du hier? <<, fragt er mich nach einer Weile. Ich starte meinen Laptop und grinse vor mich hin.
>> Ich möchte mit dir an unserem Vortrag arbeiten. <<
Höre ich da tatsächlich ein Knurren? Ich schaue vom Bildschirm zu ihm, wie er gefährlich, wie ein Raubtier, auf mich zusteuert. Die Instinkte erwachen in mir und ich wäre beinahe aufgesprungen, um schreiend im Kreis herum zu rennen. Vor mir bleibt er stehen und beugt sich bedrohlich über mich.
>> Habe ich mich denn nicht gut genug ausgedrückt, dass ich nichts mit DIR zu tun haben möchte? <<
Ich schlucke den Schmerz hinunter und schaue von seiner beeindruckenden Brust hinauf in seine Augen. Wie hypnotisiert beobachte ich das funkelnde Blau und seine Pupillen, wie sie immer grösser werden - und schliesslich wieder normal werden. Ich blinzle und räuspere mich.
>> Doch. Aber ich höre nicht auf Idioten, die denken, sie seien was Besseres als alle anderen.<< Ich schliesse meine Augen. >> Und ich lasse mich von solchen Personen auch nicht aus einem Kurs verscheuchen. Du musst damit leben, dass wir gemeinsam eine Arbeit schreiben müssen und Banknachbarn sind, egal wie sehr du mich nicht ausstehen kannst <<, bemerke ich selbstgefällig und schicke flüsternd ein >> Warum auch immer << hinterher. Er setzt sich neben mich und schweigt, während ich das Passwort eintippe.
>> Sven? <<, fragt er neugierig.
Böse schaue ich ihn durch meine Augenwinkel an. Er hätte anständigerweise nicht auf die Tastatur blicken dürfen, während ich das Passwort eintippe. Ich recke mein Kinn.
>> Ja. <<
>> Wer ist denn Sven? Dein Hund? <<
Wie gesagt. Er ist ein Idiot.
>> Nein. Mein Ex - Freund. <<
Tom fängt an schallend zu lachen und ich widerstehe der Versuchung, ihm die Zähne auszuschlagen.
>> Du hast den Namen deines Ex – Freundes als Passwort? Wahnsinnig. <<
>> Wenn ich nicht hierhin geschickt worden wäre, wären wir immer noch zusammen, du Armleuchter <<, zische ich. Ich bin nicht ganze fünf Minuten mit ihm in einem Zimmer und kann es nicht mehr abwarten, ihm eine zu scheuern. Das wird eine schreckliche Zusammenarbeit. Der Trottel neben mir ist wieder in ein angespanntes Schweigen eingegangen. Ich seufze und der Gedanke an Sven schnürt mir die Kehle zu. Ich öffne ein Word Dokument und tippe den Titel „Phänotyp“ ein, während Tom aufsteht und seine Arbeitsblätter von Menschenkunde aus seiner Mappe fischt.
>> Ich schätze, ich werde dich nicht so schnell los, oder? <<
>> Nein. <<
Anmutig setzt er sich wieder neben mich und drückt mir die Papiere in die Hände. Ich lege sie neben mich und beginne den Text einzutippen.
>> Du und Sven. Seid ihr nun einfach Freunde? <<, fragt er scharf.
Ich tippe weiter, ohne von der Tastatur aufzublicken.
>> Was geht dich das an? <<
>> Ich hab nur gefragt. <<
Ich zucke mit den Schultern und spüre seinen Blick auf mir Ruhen.
Er sitzt weiterhin halb nackt neben mir - was mich ganz kribbelig macht - und diktiert mir mit zusammen gebissenen Zähen den Text von den Arbeitsblättern, was nur schwer zu verstehen ist. So gut wie möglich benutze ich gleichbedeutende Wörter, mit denen ich die Wörter des Originals ersetze und ihre Reihenfolge anders sortiere.
>> Ich und Sven haben beschlossen, nur Freunde zu sein <<, antworte ich flüsternd auf seine letzte Frage, die 10 Minuten her ist.
Tom nickt und betrachtet merkwürdig sein Menschenkundeblatt. Ich habe mehrere Blicke auf seine Blätter geworfen und war erstaunt von seiner eleganten und sauberen Schrift. Er schnappt sich seinen Pullover, vielleicht weil er bemerkt, wie nervös mich seine halbnackte Gegenwart macht. Er will ihn sich gerade überziehen, da wird plötzlich die Türe aufgestossen und Janine stürmt ins Zimmer. Autsch. Sie sieht so aus, als wäre sie gegen eine Wand gerannt, als sie uns zusammen auf dem Bett sieht. Sie blickt geschockt zwischen uns hin und her. Es muss für sie so aussehen, als würde Tom sich ausziehen, anstatt sich anziehen. Erschrocken beobachte ich das verwirrte Mädchen. Irgendwann bleiben ihre Augen auf mir ruhen und ich sehe die Mordslust darin. Super. Tom neben mir mustert Janine mit einem nachdenklichen Ausdruck. Dann verformt sich sein Gesicht langsam zu Schock und er schaut panisch zu mir und wieder zu Janine. Janine läuft dunkelrot an und ihr Atem geht unüberhörbar schneller und lauter. Lieber Gott im Himmel, wenn ich in jedem Moment zu dir in den Himmel kommen soll, so wäre ich froh, wenn wenigstens ein Eisbeutel auf mich warten würde.
>>DU! Ich schwöre dir, ich mache dir gleich jetzt die Hölle heiss! <<, schreit sie. Ich schlucke.
>> Janine, beruhige dich <<, sagt Tom leise und mustert sie fast schon ängstlich. So kenne ich ihn gar nicht. Als Angsthase.
>> ICH SOLL MICH BERUHIGEN? <<
Tom und ich nicken während ich meine Augen immer noch weit aufgerissen habe.
>> DU SCHLAMPE! ICH MACH DICH FERTIG! AHRG! <<
Janine hätte ein Stier sein können der mit den Hufen den Sand nach hinten schaufelt und Anlauf nimmt, um mich mit ihren Hörnern auf-zuspiessen. Wie eine Furie stürmt sie auf mich zu und bevor ich es mich versehe steht Tom schon vor mir und hält die wild gewordene Janine von mir weg.
>> LASS MICH LOS DU SCHEISS KERL! LASS MICH!! <<
>> Janine! Wir haben nur zusammen unseren Vortrag vorbereitet! Als sie kam war ich schon ohne Pullover und wollte ihn mir gerade eben anziehen <<, sagt er langsam und betont jedes einzelne Wort. Seine Stimme klingt unglaublich beruhigend. Und Janine scheint sich auch tatsächlich zu beruhigen. Sie atmet nicht mehr so hastig und laut, und ist nicht mehr von Sinnen getrieben, mir den Hals umzudrehen. Erleichtert atme ich auf.
>> Janine? <<, fragt Tom.
>> Hm? <<
>> Ich habe dich hierher gebeten, um mit dir was zu besprechen… Emily? <<
Ich schaue auf.
>> Äh, ja? <<
>> Wir können demnächst weiterarbeiten. Würdest du uns bitte alleine lassen? <<, fragt er mich sanft. Das ist ein anderer Tom, den ich von heute Morgen kenne. Hastig räume ich meinen Laptop in die Tasche so wie mein Etui, verabschiede mich halblaut und schliesse leise die Tür hinter mir. Ich laufe mit gesenktem Kopf den Gang entlang – und bleibe ruckartig stehen. Die Neugierde ist in mir geweckt worden. Und wenn auch nur ein kleiner Funken von Neugierde in mir aufsteigt, so bin ich nicht mehr zu bremsen. Ich blicke über die Schulter zur Türe, die ich eben geschlossen habe. Leise schleiche ich mich zurück und lausche auf die Stimmen. Ich verstehe nicht viel. Lange stehe ich vor Toms Zimmer und versuche sein Gemurmel zu entzif-fern. Das einzige was ich mitbekomme bevor ich wieder hastig durch den Gang gehe ist, wie Janine überrascht
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Kommentare
fanpire1612 schrieb am 2010-06-13 12:26:18:
merkwürdig, bei uns in der schule nennen wir das menschenkunde Oo
wusst ich nicht, aber danke für dein kommi independent.
independent_symphaty@web.de schrieb am 2010-05-21 20:06:11:
geschoichte ist super, aber menschenkunde heißt das nicht, sondern genetik bze humangenetik...menschenkunde ist ein begriff aus der nazi-zeit
Yellow Orchid schrieb am 2010-04-06 22:05:07:
heyhey fanpire bzw. laura :-)
alsooo... ich muss zugeben, ich hatte das 2.kapitel eigentlich im februar schon einmal gelesen, aber hatte dabei iwie vergessen, einen kommentar zu hinterlassen - sorry^^
zuerst ein paar kleine verbesserungen:
"Ich schaue die Bankplatte an, dann schaue ich unter die Bank die völlig leer ist und auch dort kein Name zu finden ist."
--> Nicht die Bank selbst ist leer, sondern auf der Unterseite der Bank bzw. unter der Bank ist nichts zu sehen, wenn ich das richtig verstehe? Also eher: Dann schaue ich unter die Bank, sehe jedoch kein Namensschildchen.
>> Ich habe einmal in deinem Gymnasium Schule gegeben, bis ich dann die Schüler nicht mehr auseinander halten konnte. Dabei wurde mir hier das Angebot gemacht Englisch zu geben und der Gehalt war um einiges höher <<,
--> ich würde als Lehrerin nicht einem wildfremden Mädchen von meinem Gehalt erzählen :-)
"Please take your book on page 124."
-->Please GO TO page 124. Sorry, diese Korrektur muss sein. Ich bin Anglistikstudentin :-)i
"Mirco scheint aus Afrika oder Amerika zu kommen, denn seine Haut ist dunkelbraun und seine Augen fast schwarz. "
--> Diese Verallgemeinerung finde ich etwas gefährlich. Es leben ja z.B. auch Schwarze in der Schweiz
"Man fühlt sich wie auf einem fremden Planeten. "
--> Warum „man“? Da kannst du auch „ich fühle mich…“ nehmen (ich würde „man“ so gut es geht vermeiden, weil der Leser am Geschehen doch direkt teilhaben will… da stört das „man“ etwas) *gg*
"Frau Müller spricht über Zellen und Bezeichnungen wie haploid und diploid. Auch das hatte ich schon im Gymnasium. Die ganzen 2 Lektionen über diskutierten die Schüler über die Meiose und die Mitose und wo genau der Unterschied ist. Scheu halte ich mich im Hintergrund, genauso wie mein Banknachbar. Einige Minuten vor dem Klingeln gibt Frau Müller uns die Hausaufgaben an – die mich wortwörtlich ins Schwitzen bringen."
--> Hier würde ich vorsichtig sein. In deiner Story geht es doch um Vampire? Da Bella in einer ihrer ersten Biologiestunden in Bis(s) auch Mitose als Unterrichtsthema hat, würde ich etwaige Parallelen vermeiden.
Soviel an Kritik. Ansonsten hört es sich weiter spannend an, ich freue mich schon darauf, die Fortsetzung zu lesen (die du, wie ich gesehen habe, ja bereits hochgeladen hast :-))
*Grüessli*
fanpire1612 schrieb am 2010-03-12 23:03:09:
hey leute. tut mir leid dass so schnell nix gekommen ist aber es ist gerade horror timing und hab fast keine zeit. aber ich hab diesen montag frei ^^ und ich versuche so viel rein zu tun wie möglich. bin jetzt bei kapitel 9 oder so. hoff ihr schaut mal wieder rein weil ihr macht echt tolle kommis über die ich mich freue x)
mag euch alle =)
devil_cookie schrieb am 2010-02-08 22:10:55:
hey
Also mir gefällt die Geschichte bis jetzt richtig gut und ich freu mich schon auf weitere Teile.
AUßerdem bin ich wirklich gespannt wie sich die Beziehung zwischen den Protagonisten entwickeln wird.
storyengel 007 schrieb am 2010-02-08 18:19:56:
echt gut die geschichte freu mich auf die nächsten
Moon Dancer schrieb am 2010-02-08 15:48:01:
echt toll!! mach weiter so xD hoffe es kommt eine schnelle fortsetzung=)
Ein-guter-Tipp schrieb am 2010-02-07 21:07:32:
Hallo, daß hat zwar nichts mit der Geschichte zu tun, aber ich muß hier mal was loswerden:
Nervt das euch nicht auch, wenn man in den Suchmaschinen nur Angaben findet,
die man nicht gebrauchen kann? Wenn man ein Suchwort eingibt, werden meistens
auf den forderen Plätzen nur irgendwelche Müllseiten angezeigt.
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