Die Jäger - Kapitel 4
von
Fanpire1612
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kapitel 4 ist hier ^^ mit blonden schönlingen :P typen die ihre finger nicht zurückhalten können -.- und emily erfährt ein schreckliches geheimnis von sich selber xD... sie ist tod Oo
viel spass ^^
Mary ist wieder die Alte und in totaler Partystimmung. Wir haben 45 Minuten mit dem Bus gebraucht, um in die nächste Stadt zu kommen. Sie ist ziemlich gross, grösser als die Stadt, in der ich gelebt hatte, bevor es mich hierhin verschlagen hatte. Jetzt albern wir auf den Strassen herum und trinken in einer Bar ein Glas Cola, bevor wir uns auf den Weg in den Club machen. Ich bin schon ganz aufgeregt und nervös, besonders als wir in eine nur leicht beleuchtete Gasse biegen. Mary knickst bei dem unebenen Boden mit ihren Absätzen fast um. Sie greift nach meiner Hand und biegt wieder in eine kleine Gasse ein.
>> Bist du dir sicher dass wir hier richtig sind? <<, frage ich sie eingeschüchtert.
>> Na klar! <<
Wir halten vor einem Gitterzaun, der uns von einem grossen alten Fabrikgelände fern hält. Von irgendwo nehme ich Musik wahr, die hinter dem Zaun zu kommen scheint. Mary geht dem Zaun entlang und zieht mich mit, bis wir auf eine Öffnung im Zaun stossen. Grinsend schaut mich meine Freundin über die Schulter hinweg an und zwängt sich vorsichtig durch die ovale Öffnung. Verunsichert schaue ich mich in der Dunkelheit um, zwänge mich dann aber auch hindurch. Mary packt mich wieder ungeduldig an der Hand und folgt dem Klang der Musik. Wir beide Stolpern über Bretter und Eisenstangen, die dann gegen Mülltonnen rollen oder auf ein Eisen, dass aus dem Boden ragt. Wir begegnen vielen aufgemotzten Leuten und besonders Jungs die uns hinterher pfeifen.
>> Also. Trink nicht zu viel Alkohol, das nutzen nämlich die Männer regelrecht aus um dich zu verführen. Pass auf, dass dir niemand etwas ins Glas schüttet und … gib einfach acht auf dich, okay? Du bist das Frischfleisch und diese Männer hier drin <<, sie deutet mit dem Daumen zum Club, >> sind die Löwen. Du bist neu und sie sind auf neues sehr neugierig und lassen nicht schnell locker. Wenn du keinen Ausweg mehr findest, sagst du ihnen ins Gesicht, dass du lesbisch oder eine Transe seist oder schaust nach mir Ausschau, Verstanden? Und das hier ist für dich. <<
Sie reicht mir eine Karte.
>> Was ist das? <<
>> Ein gefälschter Ausweis, was denn sonst. << Mary lacht.
>> Du heisst Kassandra, bist 17, ein wenig klein gewachsen und kommst aus Frankreich. <<
>> O-kay. << Das wird immer spannender.
>> Wahrscheinlich verlangen sie nicht nach deinem Ausweis. Sie kennen mich hier und wenn ich sage dass du meine Freundin bist, lassen sie dich bestimmt schnell rein. <<
Wir atmen beide noch Mals durch.
>> Beweg dich selbstbewusst und ganz gelassen. Bereit? <<
>> Bereit <<, bestätige ich.
Wir biegen gemeinsam um die Ecke und gehen auf den Eingang zu. Jungs pfeifen uns wieder nach, als wir unsere Mäntel abstreifen und rufen uns zu. Das Ganze ist mir ziemlich unangenehm. Mary winkt ihnen zu und lächelt. Ich betrachte das Gebäude, dass mit vielfarbigen Graffitis beschmiert ist und darüber ein beleuchtetes Schild hängt. Sixty Nights steht in violetten Buchstaben auf dem schwarzen Schild. Auf einmal geht neben mir ein Typ, der bestimmt drei Jahre älter ist als ich. Er legt seinen Arm um meine Taille (das erinnert mich stark an Dominik) und spricht mich an.
>> Lust auf einen Drink? <<
Mary hatte tatsächlich recht. Ich bin Frischfleisch. Ich lächle ihn so süss wie es geht an.
>> Mal sehen. <<
Ich schaffe es irgendwie, mich aus seiner Umarmung zu winden, mit Mary in der anstehenden Menge zu verschwinden und mit ihr vor den Türsteher zu gelangen. Der hebt seine Sonnenbrille und lächelt.
>> Hallo Mary. <<
>> Hey Mike. Ich hab heute Begleitung dabei. Darf sie auch mit rein? <<
Der kahlköpfige, grosse und muskulöse Türsteher namens Mike, mustert mich von Kopf bis Fuss.
>> Is sie nich zu Jung dafür? <<, fragt er mit bedenken.
Ich schlucke, vergesse aber trotzdem nicht, dass ich nun 17 Jahre alt bin. Mit zitternden Händen fische ich meinen gefälschten Ausweis aus der Jackentasche und halte sie ihm unter die Nase. Ob ihm meine Angst auffällt?
>> Nein. Ich bin zwar klein, aber immer noch 17. <<
Ich hätte nicht gedacht, dass ich so überzeugend klingen kann, während er meinen Ausweis mit zusammen gekniffenen Augen mustert.
>> Na gut. Ihr könnt passieren <<, sagt er mit einer tiefen und brummigen Stimme. Erleichtert nehme ich meinen Ausweis wieder zurück in meine Manteltasche und trete mit meiner Zimmergenossin in den Club. Die Bässe klingen im Takt und mehrere Dutzend Leute halten sich bei der Rot beleuchteten Garderobe auf, trinken Bier und quatschen mit anderen. Andere Stehen in der Ecke oder an der Wand und küssen sich wild. Ich hebe meine Brauen und schaue mich neugierig um. Mary nimmt mir meinen Mantel ab, hängt ihn an einen Haken neben ihrem Mantel, reicht mir meine Tasche, greift ein weiteres Mal nach meiner Hand und zieht mich mit. Alle tanzen wie verrückt zum Lied, Bier und andere Getränke finden über die Köpfe anderer ihren Weg und drei Mädchen tanzen mit super engen Jeans und Bikinis, auf einer Tanzfläche, die in der Ecke ganz hinten steht und über die feiernden Menschen ragt, beleuchtet von Scheinwerfern. Es ist ein sehr grosser Club, und es sind total viele Leute hier. Mary schaut mich grinsend an, zieht mich weiter der Wand entlang. Vorbei an betrunkene Männer und Frauen, Paare, die sich fast an die Wäsche gehen und Jungs die ihnen grölend zuschauen. Wir biegen in die Menge, zwängen uns hindurch. Jemand fasste mir sogar an den Arsch. Doch bevor ich mich umdrehen konnte um ihn zusammen zu scheissen, kommen wir an eine Bar an, die fast so lang wie der ganze Club ist. Die Barkeeper eilen überfordert hin und her, bedienen die Gäste, die rauchen oder die Menge beim Tanzen beobachten, andere flirten. Wir setzen uns auf einen Hocker.
>> Wie findest du es? <<, schreit Mary mir ins Ohr.
>> Wow! <<, schreie ich zurück. Wir lachen. Ein Barkeeper kommt herangeeilt und fragt, was wir wollen. Mary bestellt für sich ein Bier und spendiert mir eine Cola. Der Barkeeper mustert mich merkwürdig bevor er mir das Glas hinschiebt. Zusammen stossen wir an und ich trinke durstig die eiskalte Cola. Mary rutscht mit ihrem Hocker mehr zu mir.
>> Und? Schon einen heissen Typen gesichtet? <<
Ich lache. >> Nein! <<
>> Ja, die kommen eh von selber. Und keine Angst, sie meinen es oft nie ernst. Flirt, betatschen und Tschüss. Aber das nennt man Spass und wegen Spass sind wir hier! Also wag einmal etwas! Wenn er dich am Arsch an grabscht, dann mach es selber auch! <<
Ein mulmiges Gefühl breitet sich in mir aus. Ich habe schon wieder das Gefühl, Sven zu betrügen. Ich habe fast die ganze Woche nicht mehr an ihn gedacht! Schockiert blicke ich in mein leeres Glas. Ja. Ich bin hier um mich zu vergnügen. Ich lächle. Dann werde ich das auch machen. Ich soll das Leben geniessen. Denn Sven werde ich sehr wahrscheinlich nie wieder sehen. Mein lächeln wird grösser
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