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Kategorien > Vampire > Fantasy

Die Jäger - Kapitel 4

von Fanpire1612

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bis es einem Grinsen nahe kommt. Ich betrachte die tanzende Menge, blicke dann zu Mary hinüber und beuge mich zu ihr.
>> Was dagegen meine Tasche zu halten, während ich ein wenig die Bude rocke? <<
Sie grinst ebenfalls erfreut, nickt, beugt sich zu mir und schreit:
>> Und jetzt lern zu leben! <<
Ich springe vom Barhocker, reiche ihr meine Handtasche, winke kurz und stürme in die Menge. Alle haben eine total gute Stimmung und schon nach kurzem steht vor mir ein Typ der ein Kopf grösser ist als ich und mir gegenüber tanzt. Ich öffne meine Haare, wirble sie umher, schliesse die Augen und bewege mich zum Takt. Es ist, als ob mir eine schwere Last von meinen Schultern genommen wird und es nur noch mich gibt. Mich und die Musik. Nach dem Lied von den Atzen folgt ein eher romantischeres Lied, das doch einen gewissen Partybeat hat. Ich finde mich in den Armen des Typen vor mir wieder, der seine Hände von meinem Rücken abwärts gleiten lässt und schliesslich bei meinem Hintern liegen bleiben. Es ist mir zwar ein wenig widerlich, aber das ist mir egal. Im Moment ist mir alles egal. Ich schaue grinsend zu ihm hoch und schiebe meine Hände ebenfalls hinter seinen Hintern und schiebe sie in seine hinteren Hosentaschen. Er grinst. Zum Takt schwenken wir unsere Hüften und kurz bevor das Lied zu Ende geht, beugt er sich zu mir hinunter und presst seine Lippen auf meine. Weiteres muss ich bestimmt nicht erklären. Dieser Kuss war um einiges wilder als der Abschiedskuss von Sven, was schon einiges bedeutet. Doch bei Sven verspürte ich eine wärme in mir, dieser hier ist aber nichts. Keine wärme, einfach nur nichts. Und trotzdem macht es spass. Man fühlt sich gelöst. Als würden sich alle Ketten die an mich gebunden worden waren, sich auflösen. Ich erwidere den Kuss und schliesse die Augen. Der Typ schreit mir dann etwas ins Ohr, was mich wieder zurück bringt. >> Du hast doch bestimmt mehr drauf, Kleine. Willst du es mir nicht zeigen? <<
Dabei kneift er mir in den Hintern. Ich lächle ihn angestrengt an und fahre mit der Hand über seine Brust.
>> Tut mir leid, geht aber nicht. <<
Und bevor er was erwidern kann, habe ich mich zurückgezogen in Richtung Bar zu Mary. Die sitzt immer noch auf ihrem Hocker und flirtet mit einem grossen und gebräunten Typen. Ich setze mich neben sie und bestelle mir zum ersten Mal in meinem Leben ein Bier und nippe daran. Dann krause ich meine Stirn und schürze meine Lippen. Wie erwartet schmeckt das Bier säuerlich. Ich gebe mir einen Ruck und nehme, ohne zimperlich zu wirken, einen grossen Schluck. Der Alkohol beginnt mich langsam zu wärmen. Ich nehme ohne zu zögern noch ein weiteres Mal ein zwei Schlucke, bevor mich dann Mary ihrem Flirt vorstellt. Er heisst Domenico, das andere höre ich bei diesem Lärm nicht mehr. Ich mustere die Leute, die mir etwa 5 Meter gegenüber an der Theke sitzen. Doch bei einem blonden Jungen muss ich zwei Mal hinschauen. Sein Haar umrahmt sein blasses Gesicht, reicht beinahe bis zu den Schultern und bei diesem Licht kann ich nur schwer sein Gesicht erkennen. Doch seine Gesichtszüge sehen von weitem genauso elegant und perfekt aus, wie von Tom. Der Typ schaut zu mir hinüber, als er sein Glas an seine Lippen bewegen möchte, und hält mitten in seiner Bewegung inne. Er beugt sich vor, den Mund schreck geweitet. Ertappt schaue ich auf die Theke und spüre, dass meine Wangen sich röten. Ist das Tom? Hat er sich vielleicht die Haare blond gefärbt? Nein! Bestimmt nicht. Wahrscheinlich sieht diese Person ihm nur unglaublich ähnlich. Ich schaue wieder auf den Platz, wo der blonde Junge gesessen ist, doch der wird gerade von einer rothaarigen Frau besetzt. Ich blinzle und schaue nach einer Weile auf mein fast leeres Bierglas. Ist das der Alkohol, der mich halluzinieren lässt? Ich trinke den letzten Tropfen aus und schiebe das Glas von mir weg. Eine Hand packt mich am Arm und dreht mich auf dem Hocker um. Ich halluziniere ja doch nicht! Es ist der blonde Junge, der mich vorher so erschrocken angesehen hat und mich nun vom Hocker reisst. Und er sieht wirklich wie Tom aus! Genau die gleichen vollen Lippen, genau dieselben dunkelblauen Augen die sich wie fliessendes Wasser ansehen. Und dieselbe Frisur bis auf die Haarfarbe. Ungläubig und erschrocken mache ich einen Schritt zurück. Nun packt er mich auch noch mit der anderen Hand und hält mich an meinen Armen eisern fest. Er beugt sich zu mir hinunter und schaut mir mit zu schlitzen geformten Augen in die meinen. Panik steigt in mir auf. Ich bin total verwirrt. Und der Junge, der vielleicht 16 oder 17 Jahre alt ist, jagt mir eine riese Angst ein. Seine Hände sind kalt und graben sich in mein Fleisch. Ich öffne mei-nen Mund… Doch kein Laut will mir über die Lippen kommen. Ich versuche zu schreien, aber es kommt einfach nichts. Ich schaffe es nicht einmal, irgendeinen Muskel zu rühren und wenn er mich nun loslassen würde, würde ich wahrscheinlich zusammenklappen. Das Adrenalin rauscht durch meinen ganzen Körper und ich beobachte, wie sich seine Pupillen im selben Moment weiten. Mein Atem geht schneller und stockend. Es verwirrt mich noch mehr, als er in die Pause eines Liedes, mit einer fast verwechselbaren Stimme, die sich wie Tom anhört, sagt: >> Du bist doch Tod! <<

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