Die Jäger - Kapitel 5
von
Fanpire1612
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und spricht mit dem Kellner. Ängstlich versuche ich Mary aufzufinden. Sie tanzt nicht mehr mit Domenico, der gerade eine andere anmacht. Wo ist Mary?! Panisch schaue ich um mich. Keine Mary. Ich blicke zu Alex, der aufgeregt mit dem Mann spricht. Der hebt schuldbewusst die Schultern. Alex schüttelt nur den Kopf rutscht von seinem Stuhl und tritt zu mir.
>> Hey! Ich muss dringendst etwas mit jemanden besprechen. Da hast du meine Telefonnummer <<, sagt er hastig, >> und meine Mail. Schreib mich an wegen dem Konzert! <<
Stürmisch eilt er in die Menge. Mein Magen dreht sich um, jetzt, da der Mann auf dem Hocker sitzt, wo Alex zuvor gesessen ist. Ich schiebe die Karte von Alex in meine Handtasche und umklammere mein Glas. Der grosse und kräftig gebaute Mann starrt mich an. Ich kann es spüren, da muss ich nicht hinschauen um mich zu vergewissern. Es fühlt sich viel schlimmer an als mein erster Tag im Internat. Viel viel schlimmer. Zögernd hebe ich mein Glas Wasser an die Lippen und trinke den letzten Schluck. Ich kann‘ s einfach nicht zurückhalten. Darum schaue ich unsicher zu meinem Nachbar, der mich immer noch angrinst und mir seine blendend weisse Zähne präsentiert. Aber seine Augen. Was haben hier alle mit ihren Augen?! Seine Augen sind so schwarz, wie diese von Alex vorhin. Nur dass sie nicht einfach nur schwarz sind. Sie zeigen mir einen Nachthimmel, trunken von Feuerwerken. Adrenalin rauscht mir durch die Adern. Neugierig beobachte ich das sprenkelnde rot, das wie Feuer in seinen Augen brennt. Es sieht beinahe wie Magie aus, so, wie sich das Glitzern seiner Augen mit dem lodernden Feuer vermischt. Mir wird erst zu spät bewusst, dass ich ihn zu lange anstarre. Ich versuche wirklich meine Augen von seinen geheimnisvollen abzuwenden, aber es gelingt mir nicht. Ich mag mich ans Tanzen vorhin erinnern. Das Gefühl, dass sich Ketten, die an mich gebunden waren, sich in nichts auflösen. Ich habe es geschafft von meinem Hocker zu rutschen, aber ich weiss selber, dass ich nicht weit kommen werde. Ab da sind stählerne Ketten an mir verankert, die mich an diesen Mann vor mir fest halten und mich zu ihm zu ziehen versuchen. Sie sind Tausend mal stärker als die Ketten vorhin, die ich fallen lassen hatte. Im Geiste kämpfe ich dagegen an, während ich ihn stocksteif und erstarrt angaffe. Seine Miene ist unfreundlich und besonders ungeduldig geworden. Gefährlich rutscht er von seinem Barhocker und macht einen Schritt auf mich zu. Meine Befehle an meine Füsse, zu verschwinden, wollen einfach nicht bei ihnen ankommen. Wie aus dem nichts stürmt eine betäubende Müdigkeit auf mich ein. Langsam senken sich meine Lider bis zur Hälfte. Die Musik wird schlagartig leiser, genauso wie die Gespräche der Partygäste gehen in ein leises Gemurmel über. Es fühlt sich so an, als hätte man mir die Ohren mit Watte gestopft. Als nächstes wird meine Sicht verschwommen und die Farben scheinen sich zu vermischen. Das einzige was sich nicht mit den anderen Farben vermischt, ist die Silhouette des Mannes. Was läuft hier? Was will dieser Typ von mir? Was passiert mit mir? Das sind meine einzigen Gedanken, die von einem Knurren in meinem Kopf unterbrochen werden: Du wirst mir gehören. Wirst kommen, wenn ich es sage. Eine raue Stimme in meinem Kopf, die die Ketten zu dem Mann nur noch mehr straffen und an mir ziehen. Meine Sicht verbessert sich ein wenig. Und ich spüre die eisige Hand des Mannes, die meinem Kinn nachfährt, hinab zu meiner Kehle und mit dem Daumen auf meinen rasenden Puls drückt. Ich schlucke. Lass dich fallen. Eine beruhigende Stimme. Meine Kräfte, die ich gegen die Ketten aufwende, lassen immer mehr nach. Es wird so oder so kommen. Aber was? Zärtlich wandern seine Fingerspitzen meine Kehle entlang, zu meinem Kinn und greifen nach einer Haarsträhne. Gebannt beobachte ich ihn. Langsam und gedankenverloren wickelt er die Strähne um seinen Finger und schiebt es mir dann hinters Ohr, die Hand legt sich wieder leicht auf meiner Kehle. Du wirst dich an nichts mehr erinnern. Ich starre ihn immer noch an und es wäre nicht wunderlich gewesen, wenn ich nun sabbern würde. Kaum merklich schüttle ich meinen Kopf. Seine Augenbrauen ziehen sich zornig zusammen. Du hast es nicht anders gewollt. Seine Hand liegt nun in meinem Nacken und zieht mit einem harten Ruck an meinem gewellten Haar, so, dass mein Kopf im Nacken liegt und mein Hals sich schrecklich entblösst anfühlt. Nicht einmal ein Schmerzensschrei gelingt mir über die Lippen. Er neigt seinen Kopf zu mir hinunter und streicht mit seiner Nase über meinen Hals, atmet tief ein. Seine andere Hand wandert hinter meinen Rücken und hält mich dicht an sich gepresst. Vergeblich versuche ich ihn von mir zu stossen, aber kein Muskel rührt sich. Mit seinen Lippen formt er Worte an meinem Fleisch, die in meine Ohren hineinwehen. Ein weiterer Schauer kriecht mir den Rücken hinab, meine Härchen stellen sich auf, als er mit seiner Zunge über meinen Hals streicht. Eine Träne rollt mir über die Wange, als ich seine Zähne an meinem Hals spüre.
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Kommentare
Nischi schrieb am 2010-03-20 18:48:52:
schreib schnell weiter^^
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