Die Jagd
von
harald hacker
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Hass begleitete seinen Weg. Tief in ihm bewegte eine heiße Flamme seinen Gedanken. Alles brannte in ihm. Es roch nach verbranntem Fleisch. Seine Eingeweide schienen ihn aufzufressen. Es gab nur einen Weg. Den Weg nach vorne. Den Weg den er liebte. Den Weg der Gewalt. Zügellos sehnten seine Gedanken, forderten sie ihren Tribut. Und er war bereit seinen Zoll zu bezahlen, solange der Preis stimmte. Konnte es sein wie es auch kommen mag, er war bereit.
Jenny empfand er als ein Opfer, ein Spielzeug seiner Begierde. Und er wusste, er erreicht sein Ziel. So oder so. Benny war so ein Weg, und er würde ihn gehen, was bedeutet schon ein leben, ein junges Leben. Sein warmes Blut schoss ihm seine Kehle herunter. Göttlich erschlürfte es seinen Durst. Junge Menschen zu quälen, erfüllte ihn mit Lust und freute. Beobachten, verfolgen, studieren und im richtigen Moment zuschlagen, das war sein Credo, sein einziger Gedanke.
Er sah wie Benjamin an dem Eissalon auf Jennifer wartete. Er beobachtete als Jenny kam und Benne verlegen grüßte. Küsschen links, Küsschen rechts. Speichel lief ihm aus seinen Mundwinkel, köstlich war seine Gier. Er hätte Benne nicht geküsst, nein, er hätte ihn aufgefressen. Ein Stück Backen links, schmatz, ein Stück Fleisch rechts, lecker. Nie war seine Fantasie so gewalttätig, nie war sie so voller Gier. Doch auch nie so voller Lebensfreude und Zielstrebigkeit. Er folgte ihnen auf eine unauffällige weise.
Er beobachtete ihr zartes Spiel, wie sie ihre Hände vorsichtig berührten, während sie sich anlächelnden. Benne war verlegen und äußerst schüchtern, Jenny hatte die gleichen Gedanken, hätte aber mehr Nähe zugelassen als Benedikt sich traute. Wollt ihr ein Eis essen, oder wollt ihr mich quälen? Ich sehe euer Spiel, und träume von mehr. Hass, nicht Liebe, ist die Feder unseres Tuns.
Jenny versuchte ständig Benedikts Hand zu berühren, Benne bemerkte ihre versuche und schlenderte bei jedem Schritt seine Arme weiter in Richtung Jenny, bis sie sich berührten, bis sie sich hielten und nicht mehr von einander losließen.
Als sie im Eissalon saßen, sprachen sie über alles und dennoch über nichts. Was soll man schon erzählen, hat einen die Liebe erst gepackt. Ihre Hände ließen sich trotzdem nicht mehr los, Jenny genoss das Gefühl gestreichelt zu werden. Benne wollte einfach nicht mehr loslassen, seine Gefühle brannten mit ihm durch. Jennifer war einfach in ihm. Warum konnte die Zeit nicht einfach stehen bleiben. Warum konnte das wohlig warme Gefühl tief in ihm nicht einfach weiter brennen. Warum gab es einfach ein jetzt und ein später, ein später wo er sich einsam fühlen wird. Warum? Jede Minute mit Jenny verstärkte seine Liebe zu ihr. vorsichtig nahm er ihre Hand. Sah tief in ihre Augen. Und jedes Mal, wenn sie seinen Blick erwiderte, sah er verlegen weg. Nur um sich zu schämen und neuen Mut und Kraft zu schöpfen, um sie erneut zu beobachten. Die Hoffnung, sie schaut ihn an und fühlt die Liebe. Doch kaum sah sie ihn an, begann das Spiel von neuem.
Die Uhr trieb einfach weiter, Jenny hatte das Gefühl die Zeit verrinne schneller als sonst. Es wurde langsam Zeit Abschied zu nehmen. Benedikt hoffte einfach, die Uhr bliebe stehen. Doch diesen Gefallen wollte sie ihm nicht tun. Stätig liefen die Minuten, der Sekundenzeiger weiter. Der Nachmittag verging, und die Zeit des Abschiedes rückte permanent näher. Seine braunen Augen himmelten ihre blauen Augen hoffnungsvoll an.
Es gab nur einen der sich daran erfreute. Ungeduldig wartete er auf das Ende, ohne zu wissen, dass das ende näher war, als seine Hoffnung in ihm glaubte. Seine Lust, seine Gier war unerschöpflich Hungrig. Seine Geduld auf Tage ausgelegt. Sein Wille auf Hass und Gewalt programmiert. Es dämmerte langsam, und seine Geduld verdunkelte.
Jenny und Benne gingen langsam Hand in Hand die Straße runter.
Die Geduld in ihm war am Ende. Jedes Getier, jedes Lebewesen, jeder Mensch der an ihm vorbei ging, war seines Lebens nicht mehr sicher. Seine Ungeduld und sein Hass trieben ihn zu extremer Gewalt. Jede Katze wurde gequält. Die Tatzen wurden verbrannt, die Nägel einzeln gezogen, solange bis sie starb. Ratten wurden gedanklich zerrissen, von den Beinen bis zum Schwanz völlig aufgeschlitzt. Und erst der Mensch, die Erinnerung an dieses blöde Weib, das er auf dem Weg hierher erledigt, sich von ihr entledigt hatte, kam ihn in den Sinn. Ein Lächeln übermannte seine verzehrte Fratze, freute des Glückes stick in ihm auf. Der Gedanke an warmes und pulsierendes Blut ließ ihn lächeln. Freude und Wollust steigerte sein verlangen.
Benedikt begleitete Jennifer nachhause. Hand in Hand liefen sie die Straße hinab. Die Luft war warm und feucht. Jeder schwitzte unbehaglich unter seinem Shirt. Die Hände glitten ständig von einander ab. Langsam schob sich die Sonne senkrecht dem Horizont entgegen. Rosa Wolken, so dick wie Kissen, hingen herab. Die Dämmerung eroberte sich ihr Terrain. Benne spürte mehr vertrauen zu Jenny, Mehr Selbstsicherheit. Zärtlich berührten sich ihre Hände als beide den Weg durch den Park wählten. Ihr drang nach nähe und wärme steigerte sich ins unermessliche. Auf einer Bank unterhalb einer Baumgruppe, unsichtbar für andere, setzten sie sich. Benny sah Jenny zärtlich in die Augen. Jenny schloss sehnsuchtsvoll ihre Augen, während sich ihr Kopf, ihre Lippen langsam den seinem Mund näherten.
Endlich.
Da sitzen sie, wie auf einem Präsentierteller. Schade, dass ich nicht meine Heckenschere dabei habe, trieb es ihm durch seinen wirren Kopf. Die Vorstellung die Heckenschere diesem Luder in die Rippen zu stoßen und jede Rippe einzeln zu zerschneiden, während sie voller Schmerz und Bewegungsstarre versucht laut grunzend und sabbernd um Hilfe zu schreien. Während dieser Sohn einer Hure mit meinem langen Jagdmesser, das seinen Schwanz an einem Baum festgenagelt hat, zusehen muss.
Oh wie köstlich fühlt sich das Messer in seiner Hand sich an. Seine Gedanken jagen durch wilde ströme roher Gewaltorgien und dennoch nähert er sich diesen beiden fast lautlos. Sie bemerken ihn erst, als er vor ihnen steht.
„Hallo ihr zwei Turteltäubchen, dürft ihr denn das, was ihr da ekliges macht“?
Benne hört diese Stimme, diese Gewalt und Rohheit und spürt urplötzlich einen Schlag auf seinem Rücken, augenblicklich Hustet er Jenny an, die übersät mit Blutspritzer ist. Etwas warmes flüssiges tritt aus seinem Mund, entsetzt mit weit aufgerissenen Augen sieht er erst Jenny und dann den Fremden an, und wieder spürt er einen Schlag, diesmal in der Höhe seines linken Schulterblatts. Er sieht noch mal zu Jennifer, er begreift nicht was passiert, seine Hose ist voll Urin und Kot, dennoch begreift er nicht. Seine letzte Wahrnehmung, dass letzte was er sieht, ist Jennys Hals der sich weit aufklaffend und Blutschwallend sich präsentiert, dann schließt er seine Augen, nein, seine Augen schließen sich und es wird dunkel um ihn.
Labend wie ein Vampir saugt und leckt er das warme herabfließende Blut auf. Leider ging doch wieder mal
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