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Kategorien > Horror > Alltag

Die Karaokeshow

von Alucard

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Die Karaokeshow

Wieso? Wieso hatten sie das getan? Sie verstand es nicht. Als sie vor einem Monat erfahren hatten, dass sie zusammen nach Italien fahren würden, hatten sie sich doch informiert. Und was noch viel wichtiger ist: Sie hatten sich gefreut. Sie kannte die zwei doch schon so lange. Im Sandkasten hatten sie zu dritt gespielt. In der Schule sind sie immer nebeneinander gesessen. Obwohl sie zu dritt waren. Und jetzt das.
Italien. Es war ein schöner Urlaub. Bis zum letzten Tag. Doch jetzt stand sie hier unten. Und ihre Freundinnen, denen sie vertraut hatte, standen oben…
Und sie sangen. Ohne sie. Dieser Karaokeabend war doch schon geplant gewesen, als sie noch alle in Deutschland saßen und schauten, welcher Campingplatz eine Karaokeshow hatte. Und jetzt standen die zwei ohne sie auf der Bühne. Das war schon Grund genug für die Klinge in ihrer Hand. Doch es waren nicht ihre Freundinnen, die mit Blut bezahlen mussten. Es war Maria. Sie war der Grund, warum ihre zwei Freundinnen ohne sie auf der Bühne standen und von Sugarbabes „Push the Button“ sangen. Maria. Vor fünf Tagen hatten sie sie kennen gelernt. Und jetzt schlich sie sich einfach in ihr Leben und nahm ihr die zwei besten Freundinnen weg. Dafür sollte sie mit Blut bezahlen. Als sie das dachte, blitze die Klinge in ihrer Hand, durch das Mondlicht, auf. Schon bald würde Blut daran kleben. Das Blut dieser Schlampe Maria. Sie allein würde ihre beiden Freundinnen vor dieser Schlange befreien. Für immer und ewig. Langsam begann das Lied sich seinem Ende zu neigen und die Zuschauer applaudierten.
Pah, lächerlich. Sie konnte viel besser singen, als diese Maria. Aber das würde ein Ende haben. Schon sehr bald.
Als die drei Mädchen unter Jubelrufen von der Bühne traten, ging sie auf sie zu.
Maria begrüßte sie freudig: „Hallo Natascha. Ich wollte mich noch mal recht herzlich bedanken, dass ich statt deiner heute singen durfte. Aber ich hätte es wirklich nicht machen müssen. Was ist denn hinter deinem Rücken? Hast du etwas für mich?“
Marias Augen weiteten sich, als sie die Klinge aufblitzen sah und erkannte was nun passieren würde.

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Kommentare

Milly schrieb am 2008-10-21 13:27:17:
Eine schöne Geschichte, doch in meinen Augen etwas übertrieben.

LG, Milly
Dr.Soltberg schrieb am 2007-03-09 20:39:03:
Oh Gott, da lese ich wieder etwas von dir und schon sind es wieder Geschichten mit Messer und Blut.
Okay. Nich schlecht, ne. Hatte nach meinem Geschmack eine art morbiden Humor, der mich hat öfters grinsen lassen.
Ja, sie kann wohl besser singen...^^
Grüße an einen der genialsten Autoren von denen, die ich kennenlernen durfte.
Dr.Soltberg

PS: Schonmal daran gedacht einen Verlag aufzusuchen?
Alucard schrieb am 2006-09-12 13:07:15:
also nur um eins klarzustellen: Ich bin zu 100%% hetero!!!! Und das ich das wirklich so gut kann, ist mir noch nicht wirklich aufgefallen, muss ich mal drauf achten. Ich muss dazu sagen, die beiden Geschichten zu denen du ein kommentar abgegeben hast (der Test und die Karaokeshow) hab ich zu der anfangszeit meiner kleinen "Karriere" vor etwa 1-2 jahren.... ich weiß nicht ob ich immer noch so schreibe. aber danke für deine anmerkung
Gruß Raph
Demeter schrieb am 2006-09-10 19:54:15:
Wow, gutes Ende. Sehr, sehr gutes Ende. Du kannst die gefühlsmäßige Lage immer sehr gut rüber bringen. Besonders Verzweiflung und Hass. Wenn sich die Frauen/Mädels da reinsteigern, kann's gefährlich werden. Übrigens bist du doch ein Junge, wie kommt es, dass du Gefühle von uns Mädels so gut nacherzählen kannst?

Gruß, Demeter

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