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Kategorien > Fantasy / Action > Krieg

Die Krieger des Gorday T5

von TJ Omar

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Teil Fünf:
Gier des Zorns

Kapitel 1: Rachegelüste

Der Schreckensschrei ließ LeeRock hochschrecken. Er ließ alles stehen und liegen und eilte mit gezogener Klinge in die Richtung, wo der Schrei herkam. Wurde das Schloss etwa wieder von den Goldder angegriffen? Das kann doch nicht wahr sein. Nicht jetzt. Dann kam der Schrei nochmals. Der Thronsaal! Verdammt, der König ist in Gefahr, schoss es ihm in den Kopf. Er erhöhte sein Tempo. Unterwegs lief er Sergio über den Weg.
„Was ist passiert?“, fragte der Hauptmann neben dem Kommandanten herlaufend.
„Der König ist in Gefahr!“, antwortete LeeRock.

Der König hörte nicht auf zu schreien. Als Turock genauer hinsah, was da tropfte, bemerkte er, dass der Unterarm fehlte. Und die Tropfen waren Blut. Voller Staunen richtete sich Turock auf, seine Hand an den Knauf seines Schwertes liegend, jederzeit bereit es zum Einsatz zu bringen.
„Geh mir aus dem Weg, Mensch!“, forderte der Gargoyle ihn auf.
„Nein“, widersetzte sich der Kapitan.
Mit Leichtigkeit schob Rhesus den Menschen mit der gesunden Hand weg und schritt auf den König zu.
„Bleib stehen!“, brüllte der Kapitan.
Als Antwort bekam er ein gurgelndes Knurren. Der Kapitan hob seine Waffe zum Schwung an und setzte den Schlag gegen den Rücken des Gargoyles an, der sofort, beim Aufprall, vor Schmerzen aufschrie. Und noch ein Schlag. Der Gargoyle drehte sich langsam um.
„Du kleiner Wicht, wagst es mit mir aufzunehmen“, presste Rhesus drohend aus sich raus.
Da flog die Tür auf. LeeRock und Sergio kamen hereingestürmt.
„Was zur Hölle…?!“, rief LeeRock.

Irgendwo anders in der Stadt. Zwei Schatten flogen am Nachthimmel. Sie waren auf der Suche nach etwas.
„Was glaubst du, wo sie sind?“, fragte der eine Schatten seinen Bruder.
„Sie sind sicherlich im Drachenauge bei dem König, Ares“, meinte Hades.
Die Gargoyle-Brüder durchsuchten den Boden nach ihren Eltern ab, ob sie nicht doch irgendwo in der Stadt sind. Die Augen der Gargoyles funktionieren etwas anders als bei den Menschen. Da sie Wesen der Nacht sind, können sie in der Dunkelheit zum Teil besser sehen als manch ein Mensch am hellsten Tag. Doch dafür brauchen sie ein wenig Licht. Eine brennende Kerze reicht den Gargoyles vollkommen aus, um die nähere Umgebung wie den Tag erscheinen zu lassen. Aber wenn sie in einem Raum sind, wo kein einziger Lichtstrahl ist, sind sie blind. Da sie sich aber für gewöhnlich im Freien bewegen, dient der Mond und die Sterne als die Lichtquelle.
„Da unten“, rief Hades.
Tatsächlich. Unten lag ein Gargoyle… bewusstlos. Von der Statur her müsste es ihre Mutter sein. Schnell glitten sie nach unten. Und tatsächlich. Es war die Mutter der Beiden.
„Mutter“, rief Ares, als er neben ihr hinkniete. „Mutter, wach doch auf!“
Bewusstlos lag sie in seinen Armen. Tränen kamen Ares in die Augen. Trauer lag auf ihm. Konnte es sein? Konnte es sein, dass sie, nachdem sie erst denn Bann entkommen sind, schon ihre Mutter verloren haben? Hades lag seine Hand auf die Schulter seines jüngeren Bruders: „Sie ist jetzt
bestimmt in einem besseren Ort.“
Denn er war auch in Trauer um seine Mutter. Doch beide waren wahrlich überrascht, als sich ihre Mutter bewegte und schließlich ihre Augen öffnete. Da schämte sich, der junge Gargoyle Ares.
„Wo ist euer Vater?“, fragte Artemis ihre Söhne, als ihr die Erinnerung wieder kam.
„Er war doch bei dir“, sagte Hades mit einem überraschtem Gesichtsausdruck. „Was ist überhaupt passiert?“
Sie erzählte ihren Kindern was passiert ist.
„Als wir wieder zurückflogen, versuchte ich euren Vater zu besänftigen. Doch dieser stur köpfige Narr schlug mich nieder“, erzählte sie wutentbrannt. „ich glaube, ich weiß wo er ist.“

Am anderen Ende der Stadt lauerte ein Mann in einer Ecke einer Taverne. Sein Gesicht war von einer Kapuze verdeckt, dass man sein Gesicht nicht sehen konnte. Die Besucher sprachen schon über ihn, wer er wohl war, was er hier zu suchen hatte und wieso er nur in der Ecke saß und keine Bestellungen abgab. Das machte den Wirt natürlich etwas verärgert. Er kam zum Fremden und sprach ihn an: „Hallo, Fremder.“
Keine Antwort.
„Fremder. Bestell jetzt was, oder verschwinde!“, forderte der Wirt.
Kaum ein Lidschlag später steckte ein Dolch im Halse des Wirtes. Der Fremde zog es wieder raus und ging aus der Taverne. Die Besucher machten einen großen Bogen um den Mörder, um nicht selber erdolcht zu werden.
Draußen sprang er auf ein hochgewachsenes, schwarzes Ross und ritt in die Nacht hinaus. Schließlich hatte er genug gehört. Seine Vorgesetzten werden sich darüber freuen.

„Rhesus, nein!“, brüllte der Kommandant. „Tu es nicht!“
Doch der Gargoyle war taub für diese Worte und schlug den Menschen mit einem Hieb zu Boden. LeeRock stürmte mit der gezogen Waffe auf den Gargoyle und schrie: „Du hast es nicht anders gewollt.“
Schwungvoll ließ er sein Schwert schwingen. Rhesus wich geschickt aus, ließ sich zurückdrängen. Der Kommandant ließ nicht locker. Doch mit einem Schlag hätte der Gargoyle beinahe das Schwert aus den Händen des Soldaten weggeschlagen. Aber LeeRock konnte es noch halten und durch den Schwung ließ er sein Schwert auf den Gargoyle sausen und erwischte ihn am Rumpf, was den Gargoyle erneut zu einem Schrei zwang.

Unter Korporal Leander Gortez war mit einem Schlag wach. Hatte er den Schrei geträumt, oder gab es ihn wirklich? Sein Herz pochte so wild, dass er glaubte, dass es jeden Moment platzen würde. Schweißgebadet lag er im Bett. Im ersten Augenblick lag er irritiert da, wusste nicht mehr wo er war. Doch dann dämmerte ihm alles wieder. Leander blickte nach rechts. Da lag die schöne Frau. Sie sah ihn an und fragte: „Hast du das auch gehört?“
Da begriff er, dass sie den Schrei gemeint hatte und nickte. Wenn er genauer hinhörte, glaubte er einen Kampfgeräusche zu hören. Es hätte auch genauso gut in seiner Einbildung sein können.
Er musste nachsehen, was da los war. Als er aufstand, merkte er, dass er splitterfasernackt war. Schnell griff er zitternd nach der Decke und schob es vor sein Glied und legte sich wieder ins Bett. Die Schamröte stieg ihm ins Gesicht. Die Frau, wie war ihr Name doch gleich, ach ja, Amidala, hatte ihn so gesehen, wie der Schöpfer ihn schuf. Auf die Decke schauend überlegte er sich, wenn er hier nackt war, dann ist sie es wohl auch… Bei dem Gedanken baute sich der Turm zwischen denn Beinen auf. Nicht auch noch das, dachte der zwanzigjährige Soldat.
Der Frau ist es wohl aufgefallen und musste über den Jungen lächeln, was ihm einen Stich gab, ließ sich dass aber nicht anmerken.
„Du brauchst dich nicht zu schämen. Du hast nichts, was ich nicht schon gesehen haben“, meinte Amidala lächelnd.
Leander lächelte beschämt zurück.
Tanis kam mit einem ernsten Gesichtsausdruck ins Zimmer.
„Was ist da los?“, fragte der Unter Korporal, als er sich wieder gefasst hatte.
„Wir ein Besuch von einem Gargoyle“, antwortete der Alchemist ruhig.
Mit diesen Wörtern flossen ihm die Erinnerungen vom Tempel ins Gedächtnis.


Kapitel 2:

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