Die Lady
von
Emjl
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Meine erste Horrorgeschichte. Wenn sie denn eine ist.
Ich würd mich freuen wenn ich viele Kommentare bekommen würde!!
lg Emjl
Sie war wütend! Nein wütend war kein Ausdruck! Sie war sauer, stinksauer! Alles in ihr kochte vor Wut und sie meinte explodieren zu müssen! Am liebsten hätte sie alles aus sich raus geschrieen, alles losgeworden was in ihr war, aber sie blieb stumm.
Stumm und leise, so wie immer. Mit ihr konnte man es ja machen! Sie dachte selbst in ihrem Zorn noch an andere. Ja sie war dumm genug immer an Andere zu denken!
Sie drehte sich einfach um und ging davon. Sie bemühte sich sogar nicht zu rennen, da irgendwer Anstoß daran nehmen konnte. Die Hände zu Fäusten geballt marschierte sie davon. Tief in ihr kochte Zorn und Hass der sich zu einer dunklen Schwarzen Kugel in ihrem Inneren formierte und langsam aber sicher zu wachsen begann. All die Enttäuschungen, jedes Mal wenn sie übergangen wurde, jede Ungerechtigkeit die sie je erlebt hatte zogen vor ihren Augen auf und brannten sich ihr wieder ein. Die schwarze Sphäre in ihrem Inneren begann zu pulsieren wie ein schwarzes Herz dass Wut und Hass durch ihre Adern presste.
„Ich halt´s nicht mehr aus!“ laut aufschluchzend warf sie sich aufs Bett und drückte ihr Gesicht gegen die Polster um ja jeden anstößigen Laut zu verbannen. Tief in sich begann sie sich zu hassen für diese Heimlichkeit aber der Gedanke an die fragenden, leeren Gesichter die sich um sie scharten und einfach nichts verstanden…. Nein dieser Gedanke allein war schon zuviel! Lieber allein als das!
Zitternd versuchte sie alle Gefühle in ihrem Inneren unter Kontrolle zu bringen. Sie ballte die Fäuste im Einklang zum schwarzen Wutherzen in ihrem Inneren. Doch es war zu spät. So würde sie es dieses Mal nicht beruhigen können, sie musste raus! Jetzt sofort!
Ohne darauf zu achten ob jemand sie sehen konnte rannte sie die Treppe hinunter riss sie die Tür auf und rannte hinaus.
„Du hast die Türe offen gelassen! Du solltest zurückgehen und sie schließen. Wer weiß wer das Haus betritt… Du bist verantwortlich…..“ tönte die ewig leiernde Stimme in ihren Kopf
„Halt still! Mir ist es bei den Göttern egal was passiert!“ fauchte sie sich selbst an
Passanten wandten die Köpfe nach ihr und starrten sie aus formlosen Gesichtern an. „Was hat sie bloß? Warum weint sie denn?“ raunen die Stimmen der Anderen. Die würden sie nie verstehen, es hätte keinen Sinn zu erklären. Ohne Halt stürmte sie an ihnen vorbei.
Sie hatte genug! Sie hatte genug von Vernünftig sein! Genug von Verständnis! Genug von Aufopferung! Sie wollte nicht mehr die brave, gute Tochter sein! Sie wollte nicht mehr diejenige sei die ihre Wünsche zurücknahm! Sie wollte keine Verantwortung mehr! Es war genug!
Ihre Füße begannen immer schneller zu werden. Nur weg von hier! Wie von selbst begann sie zu laufen. Die Tränen rannen in ihren Mund und verbreiteten einen salzigen Geschmack auf der Zunge.
Endlich hatte sie den Wald erreicht. Normalerweise wurde sie dort ruhig und gelassen. Wenn sie weit genug in den Wald kam zog sie die Ruhe der Bäume in ihr ein und der Herzschlag des Waldes übertöte den des schwarzen Herzens. Dann konnte es schrumpfen und sie sich wieder ihren Pflichten zuwenden.
Doch heute kam keine Ruhe in sie. Heute war der Puls des Waldes zu leise. Alles schien farblos und grau. Irgendwie hatte sie das Gefühl als wäre alles um sie herum unerträglich langsam, in ihren Ohren rauschte das Blut und das Herz schlug ihr laut pochend in ihrer Brust.
Sie warf den Kopf nach hinten und ein Schrei entrang sich ihrer Brust. Dieser Schrei klang beinah nicht mehr menschlich, doch das war ihr egal. Es musste raus aus ihr!
Das schwarze Herz pumpte weiter sein dunkles Blut durch ihren Körper und sie hatte das Gefühl als würde die Schwärze aus ihr herausdampfen.
Den Kopf gesengt stürmte sie an allen vorbei, eine Spur aus Tränen hinter sich herziehend. Warum waren heute alle im Wald? Sie sollten weg! Alle! Sie sollten einfach nur verschwinden und ihr ihre Ruhe lassen!
Immer heißer kochte die Wut in ihr und alles brauch heraus das seit Unzeiten in ihr gärte.
Tief in ihr regte sich etwas das viel älter war als sie. Ja vielleicht sogar älter als die Welt oder gar die Zeit an sich.
„Du hast das nicht Not, das weist du doch… Du hast etwas Besseres verdient. Komm mit mir ich will mich für dich rächen dich von ihnen befreien.“ Eine faulig süße Stimme erhob sich aus ihrem Inneren, aus ihrem schwarzen Herzen
Sei blieb erstarrt stehen. Hatte sie das wirklich gehört? Das war keine ihrer „üblichen“ Stimmen. Die würden sie dazu antreiben sich zu beruhigen, zurück an die Arbeit zu gehen und sich zu benehmen.
Nein diese Stimme war fremd und dunkel. Keine Stimme der sie normalerweise gelauscht hätte. Sie schien Dunkelheit zu verbreiten. Doch diese Stimme passte zu der kalten Finsternis in ihrem Herzen und sie beschloss ihr etwas zu lauschen.
„Du bist etwas besonderes, aber diese Narren verstehen das nicht! Du musst dich befreien von ihnen, sonst wirst du enden als verbitterte alte Frau die nie Freude hatte. Einer Frau die alles für andere geopfert hatte. Eine Frau die von allen verlacht wird, ausgenutzt bis zum Ende ihrer Tage!“
Die Stimmer weckte Bilder in ihr die sie vor Wut schnauben ließen und das schwarze Herz in ihr weiter wachsen ließ.
„Weist du, ich könnte alles für dich regeln. Du hättest keine Sorgen mehr, keinen Schmerz. Alles wäre gut mein Kind! Du bist ein so wertvoller Schatz, verschwende dich nicht für diese Narren!“
Tief in ihr erwachte ein Teil von ihr der noch nicht von Hass zerfressen war und hob den Schleier der Wut einen kurzen Moment. „Und was ist der Preis dafür? Ich denke nicht, dass du aus reiner Herzensgüte mir helfen solltest“ flüsterte sie in den leeren Wald
„Der Preis ist nicht hoch mein Kind. Du müsstest nur Platz machen für mich... Du wärst während dieser Zeit an einem Ort wo du dich ausrasten könntest. Kein Grund zur Sorge ich werde alles in deinem Sinn erledigen, du wirst schon sehen.“ Trotz der Süße die noch immer in der Stimme lag konnte man einen Unterton von Angespanntheit hören
„Und wer sagt mir dass du mir meinen Körper zurückgibst?“ sie war vorsichtig geworden, doch das Denken fiel schwer, da dass schwarze Herz unaufhörlich in ihr schlug. Wie schwarzes Eis strömte der Zorn durch ihre Adern und vertrieb alle Wärme aus ihrem Körper.
Doch diese Kälte besaß keine Körperlichkeit. Sie kam tief aus ihrem Inneren und kam von der Macht, die durch den Hass in ihr Herz gelassen worden war und sich nun dort breit machte.
„Was hättest du den zu verlieren? Ein Leben voller Arbeit und Schmach? Ausgenützt zu werden, benutzt zu werden? Du bist doch nur ein Ding für die! Nichts anderes! Du wirst dich nie befreien können. Immer würden sie dich einfangen, dich beschneiden, dir die Luft zum Atmen nehmen. Willst du den das? Was, sag mir was, hast du den zu verlieren? Sie lieben dich nicht und werden es auch nie! Siehst du denn das nicht mein Kind?“ kurz war die
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Kommentare
Nymphe schrieb am 2006-12-22 18:26:48:
Ich kann mich nur Lexa und T.W.King anschliessen.
Liebe Grüße Nymphe
Lexa schrieb am 2006-12-21 20:13:01:
Also passt auf, wenn ihr ihr nun begegnet, Weil nichts ist, wie es zu sein scheint.. LG Lexa
Daniel.Steinwerth@gmx.de schrieb am 2006-12-21 19:17:27:
Sehr poetisch und gut gegliedert geschrieben. Du lässt die Spannung bis zum Schluss. Gefällt mir sehr gut.
Liebe Grüße Daniel(T.W.King)
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