Die Liebe meines Lebens
von
RVHoppyGFeeNarzisse297199513
1
Ich wusste nicht mehr, wie lange ich nun schon in inniger Umarmung mit ihm dastand. Aber ehrlich gesagt war es mir auch egal, es zählte nur der Augenblick. Wie immer, wenn ich bei ihm war, schien die Zeit außer Kraft gesetzt. Deshalb nahm ich mir auch immer extra keine Uhr mit, wenn ich ihn traf- also jeden Nachmittag für ein paar Stunden. Ich wäre ja am Liebsten den ganzen Tag bei ihm, aber das erlaubten meine Eltern nicht.
Ich seufzte und lehnte mich an ihn. Wie groß und stark er doch war! Und so gut aussehend. Fast alle Mädchen, die ich kannte, beneideten mich um ihn. Doch er gehörte mir, mir ganz allein! Unwillkürlich zog ich ihn noch näher an mich heran. Er schaute mich fragend mit seinen dunklen Augen an, ließ es jedoch zu. Oh, er war ja so sanft und liebenswürdig, wie man auf den ersten Blick bei seiner muskulösen Gestalt kaum vermuten konnte!
Ich konnte mir kaum noch vorstellen, wie ich das Leben all die Jahre ohne ihn ausgehalten hatte. Dabei kannten wir uns jetzt erst seit eineinhalb Jahren. Ich erinnerte mich noch gut daran: Sommerferien in Österreich, und zack- Liebe auf den ersten Blick! Er hatte noch kurze Zeit davor in der spanischen Hofreitschule in Wien gearbeitet, war also noch sportlicher als jetzt. Nur schwer hatten wir ihn dazu bewegen können, mit nach Deutschland zu kommen. Bei diesem Gedanken lächelte ich. Er war nur wegen mir mitgekommen, denn er liebte mich genauso wie ich ihn.
Ich drückte mein Gesicht an seins und verwuschelte ihm zärtlich die pechschwarzen Haare.
"Ich liebe dich, mein Schatz", flüsterte ich ihm ins Ohr.
Plötzlich jedoch sah ich durch ein Fenster, dass es schon dunkel wurde. Verdammt, und ich musste noch für die Mathearbeit morgen lernen.
Widerstrebend löste ich mich von ihm. "Ich muss nach hause, Dreamy", sagte ich leise. Ich gab ihm noch einen letzten Kuss auf die Stirn, dann ging ich hinaus.
Der Mond war schon zu sehen und die nahe gelegene Kirche zeigte 7:20 Uhr an- noch gar nicht so spät, wie ich befürchtet hatte. Ob ich nicht doch noch ein wenig bleiben konnte? Lieber nicht. Sonst würde meine Mutter wieder jammern, ich solle nicht so viel Zeit mit meinem Pferd Dreamcatcher verbringen.
1
Kommentare
Keine Kommentare vorhanden.
Kommentar hinzufügen