Die Macht der Nacht- Es ist dein Schicksal 49
von
little Bella
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Isabella“, Bellas Stimme war brüchig und ihr Hals kratzte.
„Isabella… ein schöner Name. Steve wäre es möglich ein bisschen schneller zu fahren unsere junge Lady hier, sollte so schnell wie möglich trockene Sachen, etwas zu essen und ein Bett bekommen.“, forderte er den Fahrer auf.
„Kein Problem!“, antwortete der Mann, von dem Bella nur den Hinterkopf zusehen bekam, sein Gesicht lag im Schatten seiner Mütze, die er trug. Bill schwieg den restlichen Weg über, ihm war wohl bewusst geworden, dass Bella nicht sonderlich gesprächig war. Und so wandte Bella sich wieder den Regenrinnsalen zu.
Sie fuhren aus der Stadt heraus, eine einsame Landstraße entlang, sollte sie jetzt Angst haben? Angst um ihr Leben… Angst um ihren Körper? Sie fühlte keine Angst, nicht ein Mal ein flaues Gefühl, es fühlte sich nur leer an.
Bella seufzte…
Irgendwann fuhren sie durch eine Allee, die Bäume um sie herum waren alt und knorrig. Die Äste kreuzten sich wie dürre Finger und der seichte graue Nebel schlang sich liebevoll um die dunkle Rinde der Bäume. Bella kniff ihre Augen zusammen um das Haus, das am Ende der Allee auftauchte und vom Nebel verzerrt war, besser zu sehen. Es war ein altes Herrenhaus, vornehm und beeindruckend, aber nicht mehr allzu modern und auch schon ziemlich renovierungsbedürftig. Der Fahrer fuhr auf die bekieste Einfahrt und stoppte unmittelbar vor der Eingangstür. Der Mann neben Bella stieg aus umrundete den Wagen und wollte ihre Tür öffnen doch Bella war schon längst ausgestiegen. Bill ließ sich nichts anmerken.
„Das hier ist mein bescheidenes Zuhause.“, verkündete Bill als er die große weiße Holztür aufschloss. Bella nickte nur und ging hinein. Der Chauffeur fuhr weiter.
„Nun gut möchtest du vielleicht etwas essen oder möchtest du lieber gleich schlafen gehen?“, fragte er während er Mantel und Hut ablegte und an einen verschnörkelten Ständer hängte.
Insgesamt bestand das Haus größtenteils aus dunklem schon etwas abgenutztem Holz. Was es nicht gerade heller erscheinen ließ, einzig die altersschwache Glühbirne im Flur sandte ein mickriges Licht aus. Bill räusperte sich er schien immer noch auf eine Antwort zu warten.
„Ich ähm… habe keinen Hunger, aber wenn ich mich irgendwo hinlegen könnte…“ Ihre Stimme war rau und kaum verständlich, doch Bill nickte lächelnd.
Es war noch nicht einmal gelogen, einmal davon abgesehen, dass sie jetzt nur zu gerne allein gewesen wäre, hatte sie tatsächlich nicht das geringste Hungergefühl und eigentlich war sie auch nicht müde, sie wollte nur schlafen um von ihren Gedanken und von dem Schmerz, der Wirklichkeit fliehen zu können.
„Ähm… aber natürlich! Du musst dich nur einen Augenblick gedulden ich bin gleich wieder da.“, erklärte er und verschwand in der Dunkelheit, die die Glühbirne nicht mehr erreichte.
Bella atmete tief durch, es war schon grotesk wie schnell sich alles verändern konnte. Auf einmal stand sie hier im Haus eines völlig Fremden, nach dem sie alles verloren hatte… Und dennoch spürte sie immer noch nicht die geringste Angst obwohl man doch immer von solchen Geschichten in den Nachrichten hörte, sie wusste ja selbst nicht, wieso sie das alles kalt ließ obwohl ihre Fantasie grauenhafte und erschreckende Bilder vor ihrem inneren Auge erscheinen ließ.
„Also gut komm mit!“, unterbrach Bill Bellas Gedanken. Wortlos folgte sie ihm als er die knarrenden Stufen nach oben stieg. „Hier bei der Vorletzten musst du aufpassen sie ist schon etwas morsch!“, meinte er und machte einen großen Schritt über die besagte Stufe. „Ich merke schon, du bist nicht gerade eine von der gesprächigen Sorte, aber das macht nichts. Weißt du manchmal ist Schweigen mehr Wert als ständiges wertloses Geplapper. Nur wenn du nie etwas sagst, woher sollen die anderen wissen wie sie dir helfen können?“, er blickte sie nicht dabei an als er mit so einer Wärme in der Stimme zu ihr sprach als wären sie schon jetzt die Besten Freunde.
Aber so bemerkte er auch nicht, wie Bella plötzlich wie angewurzelt stehen geblieben war und ihm fragend nachblickte.
Wer war er und woher kam diese vertraute brüderliche Aura, die sie förmlich anzog. Bill war schon beinahe wieder in den dunklen Gängen verschwunden, da raffte Bella sich wieder auf und folgte ihm eilig.
„Tut mir leid! Ich… normalerweise bin ich nicht so… es ist nur so…“, sie räusperte sich. „Nun ja es war ein sehr langer Tag und…“
„Schon gut, schon gut ich werde dich sicherlich nicht drängen, jeder von uns hat eine Geschichte und ein Geheimnis, das keinen anderen und schon gar keinen Fremden etwas angeht…“, erklärte er und blickte sie nun doch an, seine bernsteinfarbenen Augen strahlten durch die dämmrige Dunkelheit. Stirnrunzelnd starrte sie den Mann an, sie kam einfach nicht dahinter, wieso hatte sie das Gefühl es ihm erzählen zu wollen?
„…Aber falls du etwas auf dem Herzen hast oder Hilfe benötigst kannst du dich immer an mich wenden.“, bot er ihr mit seinem offenen Lächeln an, das ihn einfach sympathisch machte. Er öffnete eine Tür und betrat den Raum. Für einen kurzen Augenblick verschwand er in der Dunkelheit, doch schon flackerte auch hier eine nackte Glühbirne auf und tauchte ihn in grelles Licht.
„Wieso?“, fragte sie mit zusammengekniffenen Augen, die sich erst an das grelle Licht gewöhnen mussten und blieb wie angewurzelt auf dem düsteren Gang stehen.
„Wieso was?“, fragte er und schüttelte das Bettzeug des kleinen Bettes, das in dem notdürftig eingerichtetem Zimmer stand, aus.
„Wieso tun sie… das alles? Was erhoffen sie sich daraus? Ich… ich hab kein Geld oder so.“, war es der Schlafmangel oder reagierte sie neuerdings einfach über wenn etwas Unerwartetes geschah.
Bill lachte laut und durchdringend, was Bella an das Bellen eines Hundes erinnerte. „Aber, aber meine Liebe…“, er lachte immer noch und als er sich schließlich beruhigt hatte fuhr er fort. „Da draußen gibt es genügend schlimme Dinge, es muss ja schließlich jemanden geben der dieser Welt noch etwas Lebenswertes gibt, wenn auch nur ein kleines Stückchen. Weißt du jeder hat seine Bestimmung, es dauert seine Zeit bis man sie entdeckt und zu nutzen weiß, doch genau diese Bestimmung macht uns zu dem was wir sind. Und ich biete denen meine Hilfe an, die sie brauchen. Ich biete sie an, du musst also nicht, wenn du dich hier unwohl fühlst, es ist nur ein Angebot entscheide selbst.“
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Kommentare
Augenstern schrieb am 2010-03-15 06:39:59:
Es ist schon schade, dass Du nicht mehr weiterschreibst :-((((
Nebelelfe schrieb am 2010-02-09 17:21:44:
Verdammt ich warte jetzt schon sooooo lange auf das nächste Kapitel!
Wann geht es denn WEITER!!!!!!?????
Grüße
Nebelelfe
Augenstern schrieb am 2009-11-14 09:11:18:
Wann geht es denn endlich weiter....Bin sooo gespannt!!!
Nella schrieb am 2009-09-21 16:37:33:
Schreib unbedingt weiter :) Ich kanns jetzt schon nicht merh abwarten bis die Fortsetzung kommmt!! Die Geschichte ist echt toll.
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