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Kategorien > Fantasy > Feen und Elfen

Die Manthey - 3 -

von Lilly

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Der Schnee fiel dicht auf sie herab und doch berührte sie keine der zarten Flocken. Es schien, als würde eine unsichtbare Macht die Hand schützend über sie halten und ihr selbst die Kälte nehmen.
Schon Stunden waren sie unterwegs und kein Wort wurde seit dem Beginn ihrer Reise gesprochen.
Immer wieder blickte Keyra auf ihre Hände und sah sich diese seltsamen Ringe an. Jy beobachtet dies eine Zeitlang bis sie ihr ohne Aufforderung erklärte:“ Der Ring an deiner linken Hand, ist das Zeichen der Feenkönige, der an deiner Rechten gehört seit beginn der Zeit den Königen der Elfen. Beide werden jede Tür für dich öffnen und keiner, der dir folgen wird, wird je deinem Wort widersprechen. Denn daran erkennen sie deine Herkunft und schließlich wartet man schon sehr lange sehnsüchtig auf deine Heimkehr.“
Ohne weiter darauf einzugehen fragte Keyra:“ Warum durfte ich nicht sein? wieso widersprach ich jeglicher Logik?“
Jy blickte sie etwas hilflos an und Keyra fragte noch etwas unsicher nach:“ Waren dies nicht deine Worte?“
Jy senkte ihren Blick wieder, suchte kurz nach den richtigen Worten und erklärte dann fast euphorisch:“ Du bist ein Wunder, Keyra.“
Keyra schluckte schwer und traute sich nicht einen Ton zu sagen. Sie wüsste auch gar nicht was, denn nichts könnte diese Worte mit ihrer Aussage mindern.
„Noch nie verliebte sich eine Elf in eine Fee, auch nicht umgekehrt. Es herrscht schon lange kein Frieden mehr zwischen diesen beiden Welten, aber auch kein Krieg. Man duldete sich gegenseitig, aber man respektierte den Anderen und seine Lebensweise nicht. Doch fand man im Kampf gegen das Böse einen Weg sich zusammenzutun und gemeinsam dagegen anzugehen. Es war schwer, doch nicht unlösbar.
Und so trafen sich deine Eltern und es geschah das, was nie hätte geschehen dürfen. Etwas verband beide und lies alle Vorurteile, alle Ängste und Schranken vergessen. Keiner wusste wie und wann es geschah, denn sie behielten es sehr lange geheim.“
Jy gestikulierte wild und machte den Eindruck als könne sie es selbst noch immer nicht glauben.
„Eigentlich ist es unmöglich das diese beiden so unterschiedliche Lebewesen ein Kind zeugen. Doch du entstandest aus purer Liebe, unerschütterlichen Vertrauen und unaussprechlicher Verzweiflung. Kein Magier, kein Zauberer oder all die Gelehrten konnten sich dieses Phänomen erklären. Nichts gab ihnen eine Antwort.“
Sie schwieg kurz und rückte sich etwas auf den Steifen Sattel zurrecht, bevor sie mit anderer Tonart, dunkler, leiser, fortfuhr:“ Doch dann, kurz bevor man dich unwissend fort gab, erhielt eine alte Frau eine Nachricht von den Ahnen der Feen und Elfen. Sie war keine Magierin und auch nicht in der Zauberei gelehrt. Sie konnte noch nicht einmal lesen und schreiben und glaubte nie an diese…, unsere Welt.“
Jetzt blickte Jy wieder zu ihrem Schützling, übersah deren verzweifelten Blick und sprach einfach weiter:“ Sie träumte von dem Platz der „Keyra“ heißt, es ist der Ort des Friedens, der von beiden Ahnenarten schon seit Jahrtausenden nicht mehr besucht wurde. Wegen einer Fehde, von denen keiner mehr weiß wer und weshalb sie begann. Sie sah wie nun diese Ahnen um ein Kind herum standen und es anblickten, dann sah einer der Elfen auf und sprach zu der Frau:
>Dies, ist unsere Hoffnung. Ein Kind entstanden aus tiefster Liebe und größtem Vertrauen. Ein Kind entstanden aus den Sternen, aus den Träumen und den Phantasien. Wir, die Ahnen, treten nun wieder nach all den Jahren zusammen und geben diesem ungeborenen Wesen all unsere Macht und all unsere Kraft. Es soll geboren werden gegen alle Vernunft, denn es vereint die Welten, die dem Ende nahe zu sein scheinen. Es ist unsere Hoffnung zu überleben. Gehe hin und berichte diese Botschaft. Deinen Worten wird man bedingungslos glauben schenken, denn wir die Ahnen, alle vereint, sprachen zu dir, einem Menschen.<
Sie lief in den Walt der von den Menschen schon seit jahrhunderten gemieden wird, denn man fürchtet sich vor dem was man nicht kennt.“
Keyra kannte dies Gefühl nur zu gut und alte Erinnerungen flackerten in ihrem Innern auf.
„Sie rannte mit ihren alten Knochen so schnell sie konnte mitten in der Nacht immer tiefer in das Unterholz. Dann auf einmal blieb sie stehen, als wüsste sie, dass dort das Tor zu unseren Welten ist. Sie schrie diese Worte die in ihrem Kopf hämmerten laut aus ihrer Kehle und erst dann verschwand der seltsame Schmerz und sie kehrte zufrieden nach Hause zurück und legte sich wieder in ihr Bett. Sie vergaß alles Geschehene und lebte noch ganze 7 Jahre Glücklich und Gesund, als dank, denn eigentlich war ihre Zeit schon längst vorüber und eine Krankheit zehrte an ihrem Leben.“
Keyra sah Jy in deren verzauberten Augen.
„Dann bedeutet mein Name Frieden?“
„Oh, er bedeutet so viel“, sagte Jy lächelnd:“ Für die einen Frieden und für die anderen Hoffnung. Man könnte ihn mit tausenden Dingen vergleichen und wäre sich nie sicher, das dies die Antwort ist.“
Wieder kehrte schweigen ein.
Es geschah langsam, aber Keyra begann zu begreifen.

Fortsetzung folg....

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