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Kategorien > Fantasy > Feen und Elfen

Die Manthey - Die Begegnung -7-

von Lilly

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„Die Begegnung“

Es dämmerte schon und Keyra überkam plötzlich eine unbeschreibliche Müdigkeit. Sie war erschöpft zu viel brach innerhalb dieser wenigen Tage über sie herein.
Zwei Woche waren sie nun schon unterwegs und sie traute sich nach ihrer letzten Begegnung kaum die Augen zu schließen. Denn sie hatte Angst, dass er einen Weg finden würde sie in seine Welt zu ziehen und was dann geschehen würde, das wollte sie sich nicht vorstellen. Es war ihr gelungen seit dem letzten Mal im Wald, bei den wenigen Minuten die sie anscheinend schlief, nicht wieder in seine Traumwelt hinein zu gleiten.
Jy machte sich sorgen, denn ihr Schützling sprach kaum mit ihr. Jede Frage die sie ihr stellte, war mehr erzwungen und sie hörte kaum der Antwort zu. Sie war blass und ihre Augen tief gerötet. Ihre Menschlichkeit trat in den letzten Tagen zu deutlich in den Vordergrund.
Gerade war Keyra mal wieder in ihre Gedanken vertieft als sie wieder diese Kälte überkam und sie ihr Pferd zum stehen brachte. Jy verstand diesmal sofort und schloss ihre Augen. Als sie diese wieder aufschlug sah Keyra eine rote Träne aus ihrem Auge entwischen und Jy schüttelte einfach nur ihren Kopf.
Hecktisch sahen sie sich um und langsam traten aus dem Unterholz diese Höllenhunde, knurrend und sabbernd, hervor. Schleichend, die Nackenhaare zu einem einschüchternden Kamm aufgestellt kamen sie auf ihre Opfer zu und umzingelten sie. Jy trat etwas näher an Keyra und sah sie flüchtig verzweifelt an.
„Es tut mir leid, wir haben versagt!“
Keyra blieb stumm auf ihre geflüsterten Worte. Sie war überrascht, denn sie hatte gar keine Angst. Die ganzen letzten Tage als sie daran dachte was geschehen würde wenn er sie fangen könnte, waren vergessen. Eine seltsame Ruhe überkam sie, als wäre sie nur für diesen Augenblick geboren.
Irgendetwas in ihrem innern sagte ihr, sie solle von ihrem Pferd absteigen und Keyra tat dies. Sie drehte sich zielstrebig in eine Richtung und da kam er, Guay, aus der sicheren Dunkelheit des Unterholzes getreten. Zum ersten Mal standen sie sich in Wirklichkeit gegenüber. Eine Sekunde stockte Keyras Atem und sie fühlte sich hilflos, alleine und ganz klein. Doch nur für einen klitzekleinen Augenblick, denn schnell erlangte sie die Kontrolle wieder zurück und blickte ihm Mutig entgegen.
Blitzschnell sprangen ihre Begleiter von ihren Pferden und stellten sich ihm in den Weg. Doch Keyra legte ihre Hand auf Jys Schulter und brachte sie ohne Worte dazu zur Seite zu treten, dann meinte sie lächelnd:“ Jy, mir ist gerade in diesem Augenblick etwas bewusst geworden: Alles kommt wie es kommen muss.“
Er blieb in kleiner sicherer Entfernung vor ihr stehen und blickte sie intensiv von Kopf bis Fuß an. Sie war es wirklich, die aus seinen Träumen. Sie stand leibhaftig vor ihm und sah noch stolzer und schöner aus als Nachts wenn er schlief.
„Du hast Angst vor mir!“
Meinte Keyra mit leisem Hohn in ihrer Stimme und blickte ihn mit zugekniffenen Augen an. Sie spürte seine Unsicherheit und deutete diese als Angst.
Wütend kam er noch einen Schritt auf sie zu, um diese unerhörte Feststellung zu widerlegen und sagte mit zusammengebissenen Zähnen:“ Ich fürchte mich nicht vor einer Weissagung, denn ich glaube nicht daran.“
Keyras Blick wurde skeptisch und sie verspürte in diesem Moment einen großen Andrang an Energie die zu ihr zurückkehrte. Für einige Sekunden schloss sie ihre Augen und genoss wie es durch ihren Körper floss. Noch mit geschlossenen Augen sagte sie mit ihrer sanften Stimme zu ihm:“ Nein, du hast recht, davor fürchtest du dich wirklich nicht. Doch eines weiß ich ganz Sicher, du hast Angst vor deinen Träumen!“
Er wurde bleich und griff nach seinem Schwert, doch zog er es nicht. Er konnte die Kraft dazu nicht aufbringen, sie hatte ihn mit einem Zauber belegt.
Jetzt trat sie noch einen Schritt nach vorne und musste nun ihren Kopf leicht in den Nacken legen um ihm besser in die Augen blicken zu können, dann wiederholte sie etwas das sein Blut in den Adern gerinnen lies:“ Die Freiheit ist nah! Sie kommt und wird auch dich finden.“
Erschrocken über seine Machtlosigkeit ihr gegenüber, gab er ihr einen kräftigen Stoß und sie stolperte rückwärts und viel zu Boden. Jy half ihr schell wieder auf die Beine und flüsterte Keyra ins Ohr:“ Vordere ihn nicht heraus, er kann dich töten.“
Entschlossen blickte Keyra Jy an und sagte laut, das alle es verstanden:“ Dann soll er es hinter sich bringen!“
Ihr Blick wanderte zu ihm und seine Entschlossenheit ihr das leben zu nehmen und dieser Geschichte ein Ende zu bereiten, loderte in seinen Augen. Er zog nun endlich sein Schwert, erleichtert atmete er auf, denn er glaubte er hätte den Zauber überwunden. Seine Klinge begann wie in dem ersten Traum weiß zu leuchten. Er kam auf sie zu und mit nur einer kleinen Handbewegung flogen Jy und die anderen weit durch die Luft. Unsanft kamen sie auf dem gefrorenen Boden wieder auf.
Die scharfe kalte Spitze seiner Klinge berührte ihre Kehle und Keyra hob leicht ihr Kinn an. Sie versuchte gar nicht ihm Auszuweichen, denn sie wusste irgendwoher, wollte sie, wäre sie ihm leicht überlegen gewesen. Doch eine Stimme tief in ihrem innern sagte ihr, dass dies zu ihrem Weg gehörte. Sie sah ihm tief in die Augen und er sah keinerlei Angst in diesen. Wütend und verwundert zugleich über ihr Verhalten fragte er sie:“ Hast du denn keine Angst von mir getötet zu werden?“
„Durch dein Schwert werde ich nicht den Tot finden.“
Ihre Überheblichkeit machte ihn nur noch wütender und er packte sie an der Kehle und hielt sie einfach nur fest.
„Vielleicht nicht durch mein Schwert, aber durch meine Hand.“
Leicht atemlos entgegnete sie ihm:“ Diese Hand führt doch dein Schwert.“
Kraftvoll warf er sie wieder zu Boden und rief einige seiner Männer herbei die ihr sofort die Hände fesselten. Er wusste das Fesseln sie nicht aufhalten würden wenn sie es wollte, doch gab es ihm ein Gefühl der Genugtuung. Unsanft setzte man sie auf ihr Pferd und er nahm ihre Zügel. Keyra bemerkte das sie sich nicht um Jy und die anderen kümmerten und fragte besorgte:“ Was geschieht mit meinen Begleitern?“
Er sah zu ihnen hinüber und meinte kühl:“ Die Raks haben Hunger.“
Ihr Herz begann zu rasen:“ Das kannst du nicht tun! Sie sind meine Wächter, meine Lebensgeister.“
Er schien belustigt über ihren Glauben zu sein und sie erkannte, dass sein Glaube in eine andere Richtung reichte, eine Richtung die sie wohl nie verstehen würde und deren Weg sie auch nicht bereit war zu gehen.
Leicht gereizt sagte er:“ Ich habe darüber keine Gewalt, ich bin nicht ihr Herr, nur ihr Hüter. Sie geben kaum etwas auf das was ich sage, auch wenn man sich anderes erzählt.“
Keyra sah wie sich diese Hunde um die drei versammelten die mit gesenkten Häuptern dicht beieinander standen. Mit einemmal wusste sie was sie zu tun hatte und schloss ihre Augen, sie begann in ihren Gedanken mit den Ahnen zu sprechen:> Geliebte Ahnen, ich die geboren wurde um euch zu erlösen, um euren Nachkommen ein Leben

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