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Kategorien > Fantasy > Feen und Elfen

Die Manthey - Prolog

von Lilly

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Prolog

Mit aufgerissenen Augen starte sie in die dunkle Nacht hinein. Ihr Herz schlug unbegreiflich schnell und ihren Atem vermochte sie kaum zur Ruhe zu bringen. Schweiß stand auf ihrer Stirn, pure Angst schrie ihr ganzes Ich.
Alles um sie herum war still, kein Laut war zu hören. Der Wind hörte auf zu wehen, die Grillen verstummten abrupt. In ihrem Zimmer herrschte eine tiefe Dunkelheit, ein tiefes unbeschreibliches Schwarz. Der Mond war verschwunden und kein Stern spendete ihr sein tröstendes Licht.
Was war nur gerade geschehen? Wie konnte sie mit offenen Augen nur so etwas träumen? Wie konnte sie den Schmerz des Verlustes nur so tief in ihrem Herzen spüren, als wäre es die Realität? Wie konnte sie in ihren Körper hinein sehen und etwas erkennen, was noch jedem verborgen blieb?
Sanft strich sie über ihren noch flachen Bauch und eine Träne huschte fast unmerklich über ihre Wange. Nur ein leichtes kitzeln blieb auf ihrer weißen dünnen Haut zurück. Wie konnte es nur geschehen, wie entstehen?
Noch immer beherrschte diese unheimliche Stille den ganzen Raum und ihr unruhiger und schneller Atem, gab dem ganzen eine schaurige Melodie.
Zitternd rieb sie sich ihre bernsteinfarbenen Augen, bis diese in einem tiefen rot getränkt waren und brannten. Ihre zarten Hände waren feucht vor Angst und kalt wie der Tot. Sie hatte wirklich Angst! Zum ersten Mal seit sie denken konnte und in eigener Verantwortung den Dingen gegenüber stand, hatte sie Angst. Doch nicht um sich, sondern um den, den sie liebte und um das was sie gerade begann zu lieben.
Geschehnissen taten sich auf einmal vor ihr auf. Taten wurden ihr aufgezeigt, alles was ihr und ihrer Liebe widerfahren würde. Alles was sie Opfern müsste, alles was sie schmerzlich verlieren würde und alles was sie dafür erhielt. Doch in der Relation stand es in keinem Fall.
Sie begann zu zweifeln. Zum ersten Mal, seit sie begann für ihr Zuhause zu kämpfen, zweifelte sie. Wieder streichelte sie sanft ihren Bauch und wieder begann sie zu weinen, leise, fast unhörbar.
Wie konnte man von ihr verlangen dieses Opfer zu bringen? Diesen Schmerz ertragen zu müssen? Alles zu aufzugeben, für das es sich lohnen würde zu sterben?
Langsam legte sie sich wieder zurück in ihre weichen, mittlerweile ausgekühlten Kissen und zog das dünne Laken bis unter ihr Kinn.
Ein seltsamer Schauer überkam sie auf einmal und sie ahnte, dass etwas geschehen würde. Jemand würde kommen!
Als es dann geschah wurde es hell in ihrem Zimmer, wärme flog ihr zu und etwas streichelte zärtlich ihre feuchte Wange. Langsam richtete sie sich wieder auf und ihre Angst begann zu schwinden. Als hätte sie nie existiert, als wäre es ein Spiel ihrer Einbildung gewesen.
Das Licht verschwand genauso schnell wie es erschienen war und nur ein kleiner Funke, blieb in ihrer einsamen Dunkelheit zurück. Dieser Tanzte wild um sie herum und sie musste kindlich Lachen, denn es erinnerte sie an diese fast vergessene Zeit. An die Zeit, in der sie noch unbeschwert und einfach nur Kind war. An der nicht die Existenz ihres zu Hause, von ihren Taten abhing. Es erinnerte sie daran, dass es Zeiten gab, an denen sie keine folgenschweren Entscheidungen treffen musste. Wo sie nicht des Nachts wach lag und hoffte das Richtige getan zu haben. Es erinnerte sie an eine Zeit, bevor sie ihr Herz an einen Mann verlor, dessen Herz auch nicht das ihre sein durfte. Eine Liebe, die keine Zukunft haben konnte. Ohne Perspektiven, ohne ein offenes Zugeständnis.
Vor ihrem Gesicht hielt der Funke auf einmal an und begann mit einer, ihr bekannten, weichen und lieblichen Stimme zu ihr zu sprechen.
Als dieser Funke das Wort an sie Richtete, überzog sie ein schwerer Schauer und gab andere Erinnerungen frei.
„Ich grüße dich Seilerra.“
Kaum wagte sie zu atmen, als sie ungläubig fragte:“ Jy, Jy bist du das wirklich?“
Der Funken antwortete ihr und man glaubte, ein Lächeln in seinen Worten zu hören:“ Ja, ich bin es. Ich bin hier, um dir die Angst zu nehmen. Den Zweifel zu vertreiben. Dein Herz zu unterstützen, damit es eine kluge und weise Entscheidung treffen kann. “
Traurig senkte sie ihr Haupt und blickte auf ihre noch immer kalten Hände. Ein Ring hing schwer an ihrem Finger. Es war das Zeugnis ihres Seins, dass Gefängnis ihres Tuns, die ständige Bestätigung ihrer Fehler.
„Wir wissen es schon lange.“
Beantwortete der Funken, den sie Jy nannte, ihre stumme Frage und fuhr leise fort:“ Kaum etwas lässt sich vor uns verbergen, kaum etwas das wir nicht wissen. Wir spüren deine Liebe zu ihm und seine Liebe zu dir. Wir, die immer getrennt waren kehrten zusammen um zu urteilen.“
Erschrocken blickte sie nun direkt in den Funken. Ihre sonst so glatte Stirn schlug mit einemmal tiefe falten und sie hatte zum ersten Mal Anzeichen ihres unausgesprochenen alters in ihrem Gesicht.
„Welch Urteil? Werde ich für etwas bestraft, dass ich steuern konnte? Dessen ich mich nach all der Zeit, in der ich mich mit dieser Gewissheit plagte, nicht mehr wehren konnte?“
Wieder spürte sie wärme auf ihrer Wange, als würde der Funken sie berühren.
„Ihr habt beide gegen ein uraltes Gesetz verstoßen. Ihr seid über einen Graben gestiegen, den man anlegte, um die jeweiligen anderen voreinander zu schützen.“
Der Schmerz in ihren Augen wurde immer sichtbarer. Das Leid in ihrem Herzen erdrückte sie fast. Mit fester und doch bebender Stimme sagte sie überzeugt:“ Wir sind nur neue Wege gegangen. Haben etwas hinter uns gelassen, das es schon lange nicht mehr geben dürfte. Ich erkenne keine Schuld in mir und werde mich auch dessen so äußern. Ich sehe in ihm keinen Fehler, nein, ich lasse diesen Gedanken nicht zu. Ich lasse mir von dir nicht mein Glück nehmen, nur weil die Ahnen eine Fehde nicht vergessen können. Bestraft mich, aber das Gefühl das in mir hegt, seit ich in ihm mein Gegenstück erkannte, das werdet ihr mich nicht nehmen. Ich gebe ihn nicht auf, denn wenn ich es täte, würde ich mich verlieren.“
Die Stimme des Funken wurde ernster, verlor fast den lieblichen Klang:“ Du hast einer Bestimmung zu folgen! Du hast einen Weg zu gehen der dir Bestimmt ist! Du wurdest als Königin geboren, als Königin erzogen und sitzt nun auf dem Thron der dir Bestimmt war! Er gehörte nicht dazu, nicht er. Die Sterne zeigte dir einen anderen Weg voraus, du solltest einen anderen gehen.“
„Die Menschen sagen: Der Mensch allein ist seines Schmiedes Glück. Ich gehe einfach voran, verlasse mich nicht auf Sterne, Schritt für Schritt geh ich voraus und komme auch so an mein Ziel. Er, war ein Streckenposten, auf dem langen Weg den ich schon gegangen bin und den ich wohl noch gehen muss. Ich kann nicht mehr ohne ihn sein, ich kann meinen Weg ohne ihn nicht gehen.“
„Der Mensch ist ein naives Geschöpf! Glaubt nur an das, was für ihn in diesem Moment das Richtige zu sein scheint, an das profitabelste. Du bist kein Mensch, dein Glück ist bestimmt. Wenn du den Falschen Weg einschlägst wirst du alles verlieren, so wie in deiner Vision.“
Sie erstarrte und blickte wieder

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Kommentare

rike-chan@gmx.net schrieb am 2007-07-02 13:33:39:
Hui, ist das schön. Nur zwei oder drei kleine Rechtschreibefehler. Meine Cousine hat auch eine kleine Keira... Schreib schnell weiter! Nur einwas ist mir aufgefallen, ganz am Anfang, da schreibst du, alles ist still. Und danach beschreibst du, wie es still wird. (Der Wind legt sich etc.) Ich glaube es ist logischer, wenn du es einfach umdrehst. Aber sonst: TOP!!!
Lilly schrieb am 2007-06-20 11:47:34:
Es geht weiter
Die Manthey - "Der Traum" und "die Wirklichkeit"
LG
Sheila schrieb am 2007-06-03 19:07:31:
Cooooooooooool!!!
Schreib bitte weiter =)
SUSI schrieb am 2007-05-13 16:37:42:
Also, erst einmal: Ich finde den Prolog gut und ich denke, dass diese Länge nötig war um zu Erklären.
Ich finde auch die Idee der Geschichte klasse und die umsetzung ist SUPER; es macht Neugierig wie es weiter geht und ich freue mich auf eine Fortsetzung!!!!!

Liebe Grüße
Lurz schrieb am 2007-04-15 11:58:19:
Lange für einen Prolog
Caro schrieb am 2007-04-10 20:23:18:
NIcht schlecht.... Es macht mich neugierig, ich will unbedingt wissen wie es weitergeht..... was geschieht mit Keyra und was mit ihren Eltern??????

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