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Kategorien > Beziehungen > Liebe

Die Obdachtlose

von Mia Pia

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Ein neues Obdachtlosenheim wurde in der Stadt erbaut. Alles ist hell gestrichen und sieht viel freundlicher aus.Es gibt ganz viele Betten, Duschen, Waschmaschinen, Trockner und ein Esssaal, dass rund um die Uhr auf hat. Eine junge Frau in alten, zerfetzten und dreckigen Klamotten sitzt am Straßenrand. Ein Schild vor sich: BIN AUF DER SUCHE NACH EINEM JOB, BRAUCHE DAFÜR GELD. Die Leute in ihren Frühlingsgefühlen schmeißen ihr Kleingeld in eine kleine Dose, die das Mädchen dort hin gestellt hat. In ihren Gedanken ist sie in einem feinen Restaurant und isst etwas. Sie hat so Hunger. Aber was soll sie machen? Sie hat kein Geld um Essen zu gehen. In dem neuen Obdachtlosenheim will sie auch nicht ständig sein. Sie will ihr eigenes Leben führen. Das wünscht sie sich so sehr. Arbeit und eine Wohnung, das sind Dinge die sie haben will. Wenn sie hört, wie Jemand sich beschwehrt wie klein dessen Wohnung ist, so denkt sich das Mädchen immer, was für ein Glück die Person doch hat. Die denken nie daran, dass sie auch gar keine Wohnung haben könnten. Sie würde alles tun um eine kleine Wohnung zu haben. Etwas, was sie ihr Eigen nennen kann. Sie hat auch keine Verwandten zu den sie gehen kann. Alle sind verstorben. An so was muss sie denken. Traurig geht sie abends zu dem Obdachtlosenheim. Seit 5 Tagen war sie da nicht mehr. Dort geht sie duschen, während ihre Wäsche in der Waschmaschine sind. Mit einem Bademantel nur an, setzt sie sich an einem Tisch und zählt ihr Geld. Lächelnd stellt sie fest, dass es für einen Kakao in einem Café reichen wird. Mit ihren trocknen und sauberen Klamotten an, geht sie in ein Café. Alles ist besetzt. Fast alles. Von weitem sieht sie noch einen leeren Tisch, zufrieden setzt sie sich dort hin und bestellt ein Kakao. Den liebt sie. Von ihrer Ecke aus beobachtet sie die Leute. Manche sind mit ihren Freundinnen da oder mit ihren Freund. Aber alle sind total glücklich. Sie beneidet die Menschen. Sie haben ein Dach über dem Kopf, Geld und vor allem einen Job. Ach, hätte sie es doch auch. Das wünscht sie sich so sehr. Sie träumt von einem Leben in einem Haus, mit einem wunderbaren Mann und vielen Kindern. Sie haben genug Geld und sind alle nur total glücklich. Da hört sie auf einmal eine männliche Stimme: "Ist der Platz hier noch frei?" Aus ihren Träumen gerissen guckt sie ihn an und lächelt: "Ja." Der junge Mann bedankt sich und setzt sich gegenüber von ihr hin. Heimlich beoachtet sie ihn: Er hat wunderschöne braune Augen, wuschelige dunkelbraune Haare und sein Lächeln ist einfach zum dahinschmelzen. So was hat sie sehr lange nicht mehr empfunden. Als er sie wieder anspricht, ist es ihr peinlich, dass sie ihn anguckt hat. So was hätte sie nicht tun sollen. Doch darauf spricht er sie nicht an. Sie reden über alles mögliche und verstehen sich blendend. Nach einer Weile, als ihr Kakao dem Ende neigt, lächelt er sie wieder an und stellt sich vor: "Mein Name ist Christopher." Schüchtern lächelt sie ihn zurück an und sagt: "Svea. Ich heiße Svea." "Sehr erfreut Svea." Er guckt auf seine Uhr und schlägt vor: "Hey, ich habe jetzt ein Termin. Was hältst du davon, wenn wir uns morgen hier wieder treffen?" "Okay." Er lächelt sie an und macht mit ihr eine genauere Zeit ab. Lächelnd guckt sie ihm hinter her. Was für ein wunderbarer Mann. Er ist nett und sieht gut aus. Während dem Gespräch hat sie ganz vergessen, dass sie kein Geld hat und auf der Straße lebt. Es ist einfach aus ihren Gedanken verschwunden. Das hatte sie schon lange nicht mehr. An diesem Abend übernachtet sie im Heim. Sie will bequem schlafen, damit sie gut aussieht für Christopher. Etwas schick gemacht geht sie zum Café. Sie haben sich davor verabredet. Christopher kommt pünktlich, in einem dunkelblauen Porsche ohne Verdeck. Als sie sich rein setzt, meint sie lächelt und etwas cool: "Schicker Schlitten." "Danke", lächelt er zurück. Die Beiden wolen zur Kirmes. Wer so einen Wagen fährt, der ist sicherlich reich, denkt sich Svea. Sie kann ihm nicht beichten, dass sie arm ist. So ein reicher Typ will doch nichts mit einer Obdachtlosen zu tun haben. So verschweigt sie es. Die Beiden reden nicht über das Thema. Auf der Kirmes gucken sie sich alles an. Sie fühlt sich unwohl, wenn er ihr immer wieder Fahrten ausgibt. Aber sie ist so lange nicht mehr Karussell gefahren. Jedesmal sagt sie ihm dabei: "Ich werde es dir wieder zurück geben, versprochen." Daraufhin sagt er auch jedesmal: "Das brauchst du nicht, aber wenn du unbedingt willst." Sie fahren nicht viel, aber auch das macht sie schon glücklich. Während so einer Fahrt fühlt sie sich frei. Frei von allen Sorgen und Ängsten. Erst spät abends fährt er sie zum Café, wo sie unbedingt abgesetzt werden wollte. Zärtlich küsst er sie und meint leise: "Es war wunderbar Svea." "Ja, finde ich auch", lächelt sie ihn verliebt an. Die Beiden küssen sich noch mal. Gerade als sie aussteigen will, fragt sie ihn vorsichtig: "Woher hast du das Auto eigentlich?" "Mein Vater hat es mir geschenkt", antwortet er ehrlich. Ein Vater, der seinem Sohn einfach mal ein Porsche schenkt? Da stimmt doch was nicht. Die Familie muss reich sein. Stink reich. Als sie mal spazieren gegangen ist, hatte sie in einem Autohaus den selben Wagen gesehen, der hat dort noch fast 100.000 Euro gekostet. Wenn sie daran denkt, dass sie sich das nicht einfach mal eben leisten kann, wird sie traurig. Sie verabschiedet sich schnell von ihm und steigt aus. Sie sollte ihn nicht mehr treffen. Reich und arm, das geht eindeutig nicht gut. Traurig an den Gedanken geht sie los. Christopher ist verwirrt, dass sie auf einmal so ein trauriges Gesicht gemacht hat und guckt ihr verwirrt hinter her. Was hat sie bloß?, fragt er sich. So wie er es ihr versprochen hat, fährt er nach Hause. In ihren Gedanken merkt sie gar nicht was sie alles macht. Sie geht in das Obdachtlosenheim, nimmt ihre Tasche und geht wieder weg. Im Park gibt es sicherlich noch eine freie Bak, wo sie sich hin legen kann. In dem Heim will sie nicht schlafen. Sie will keine Hilfe. Sie will alles alleine schaffen. Nur in Notfällen ist sie hier. Als es anfängt zu regnen, geht sie doch wieder zum Obdachtlosenheim und setzt sich in den Esssaal. Eine junge Frau, die in dem Heim arbeitet, setzt sich zu ihr und redet mit ihr. Die Beiden kennen sich schon länger und verstehen sich total super miteinander. Während ihren Gesprächen, die sie manchmal Stundenlang haben, sind sie dicke Freundinnen geworden. Aber auch von ihr will sie keine Hilfe haben. Die Frau hat ihr schon öfters angeboten, dass Svea bei ihr wohnen kann, bis sie sich eine eigene Wohnung leisten kann. Aber Svea will das nicht. Sie will das alleine schaffen. Träumerisch erzählt sie ihrer Freundin, dass sie verliebt ist. Ein wunderbarer junger Mann, der so freundlich ist und so süß. Aber es wird nichts. Sie weiß hunderprotzentig, dass er Schluss machen wird, wenn er erfährt, dass sie auf der Straße lebt. Doch davon will ihre Freundin nichts hören. Sie überredet Svea mit

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Kommentare

Anna schrieb am 2007-10-19 23:51:45:
ich find deine geschichte auch sehr schön aber ich hätte mich gefreut wenn du das ende mehr ausgebaut hättest....
bastian_kg@post.com schrieb am 2007-01-15 19:25:25:
Ich finde die Geschichte nicht schlecht geschrieben, aber irgendwas fehlt mir an der Story. Ich glaube das Ende war einfach zu kurz gefasst.
Sonst alles sehr schön geschrieben.
Und ich finde es auch traurig, das man so einen Kommentag hinter lässt. ;-)

Aber wie schon gesagt, schöne Geschichte!
elisamy.queen@hotmail.com schrieb am 2006-10-22 20:20:13:
echt schön..und natürlich sooo traurig.
Fibu schrieb am 2006-09-27 10:55:31:
und es ist traurig so einen Kommentar zu so einer schönen Geschichte zu schreiben...
kunibert schrieb am 2006-09-16 21:40:48:
es ist schon traurig, wenn jemand nicht weiß, wie das wort "obdachloser" geschrieben wird

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