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Kategorien > Abenteuer > Piraterie

Die Piraten Kommen!

von Caddl Haumersen

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Friedliche stille umhüllte mich. Es war als ob sich die gesamte Nacht um mich herumwickelte. Ich fiel in einen wunderschön ruhigen Schlaf…

„PIRATEN! Die Piraten haben die Stadt angegriffen!“…Die Worte rissen mich aus meinem wohligen Traum. Erschrocken sprang ich aus meinem Bett und rannte zu dem kleinen Fenster in meinem Kämmerchen. Tatsächlich! Die verfluchte Bande hatten am Rande des Waldes Feuer gelegt! Ich drehte mich um und lief zu meiner Truhe. Unter meinen Kleidern hatte ich eine lange Schachtel versteckt. In der Schachtel war ein wunderschöner Dolch. Es war mit Gold und Silber überzogen und sah wunderschön aus. Den Griff bildete eine golden blühende Rose die von Schmetterlingen und Elfen umschwirrt wurde. Der Stiel der Rose wickelte sich geschmeidig um die scharfe, silberne Klinge. Am Ende der Klinge stand in geschwungenen Buchstaben: Amanda Wilson.
Schnell nahm ich das Schwert aus der Schachtel und versteckte es unter meinem Nachthemd. Zögernd ging ich auf die andere Truhe zu die auf der anderen Seite platziert war. Es war die meines Bruders. Ich machte den Deckel auf und nahm eine grob gewebte Hose und ein Leinenhemd heraus und zog beides an. Mein Haar versteckte ich schnell noch unter einer Mütze und rannte dann so aus dem kleinen Häuschen das mein Bruder und ich bewohnten. Er war in lehre bei dem Waffenschmied, er hatte mir das Schwert angefertigt weil er mich einmal erwischt hatte als ich wieder einmal um Mitternacht in das kleine Wäldchen gegangen war um dort die Kampfkunst zu erlernen. Damals hatte ich noch mit einem Holzschwert geübt doch als Samuel mich gesehen hat, hatte er sich gedacht dass aus mir eine gute Kämpferin werden konnte. Also hatte er mir vorgeschlagen dass er mir Unterricht geben konnte wenn ich nur wollte. Natürlich habe ich ja gesagt. Und zu meinem Geburtstag hatte er mir dann dieses Schwert geschenkt.
Ich gelangte auf den kleinen Hof wo die Hinrichtungen immer stattfanden. Hier war es so laut wie mitten auf einem Jahrmarkt wo die Leute versuchten ihren Krempel zu verkauften nur dass hier nicht fröhliche Stimmung herrschte sondern Angst um das eigene Leben. Die Piraten hatte schon viel verwüstet obwohl sie noch nicht einmal bis zur Mitte gekommen waren. Alles war jetzt durcheinander. Schreiende Kinder die verzweifelt ihre Eltern suchten, Ritter rannten an ihren Posten oder versuchten die Kinder und Frauen in das Große, stabile Haus des Herzogs zu drängen. Die Männer mussten kämpfen ob sie wollten oder nicht! Ich eilte auf Samuel zu der an all diese Männer Waffen Verteilte. Als er mich sah, lies er fast eine Beil fallen konnte es aber noch rechtzeitig auffangen bevor sie einem ziemlich grimmig dreinschauenden Mann auf die Füße fiel. „Amanda! Was zu Teufel machst du hier?“, raunte er mir zu. „Ich werde kämpfen!“, erwiderte ich und deutete auf die leichte Ausbeulung in meinem Hemd. „Oh nein! Das wirst du schön bleiben lassen! Weißt du noch was Mutter mir an ihrem Sterbebett aufgetragen hatte?“ fragte er und vergaß dabei leise zu reden. Natürlich wusste ich es. Sie hatte ihm gesagt dass er gut auf mich aufpassen und immer für mich sorgen sollte. Doch er hatte schon so viel für mich getan. „Ja ich weiß was sie dir sagte. Aber ich werde kämpfen! Ich will nicht so wie alle anderen Frauen hinter verschlossenen Toren auf die Rücker der Männer warten! Ich werde in den Kampf ziehen und für unsere Stadt kämpfen!“ sagte ich leise aber energisch. Zögernd sagte er: „Du bist eine Frau, Amanda, und erst fünfzehn! Zu Jung dein Leben zu opfern!“ er wusste das es mich zur Weißglut trieb wenn man darüber sprach das ich eine Frau währe die zu schwach sei um in den Kampf zu ziehen „Ich werde meine Stadt verteidigen! Du kannst mich nicht davon abbringen!“ sagte ich mit zusammengebissenen Zähnen. Samuel sagte darauf nichts mehr denn er wusste dass ich meine Meinung nicht mehr ändern würde. Jetzt schaute er nur traurig und flüsterte: „Pass gut auf dich auf Schwesterchen“, „Mach ich“ mit sieg strahlenden Augen drehte ich mich um und wollte zu den Männern auf der anderen Seite gehen doch dann fiel mir etwas ein. So schnell mich meine Beine trugen, rannte ich zurück zu unserer Hütte. Meine Truhe stand immer noch offen auf dem Boden. Ich wühlte in meinen Sachen bis ich ein Medaillon in den Händen hielt. Es war ein silberner Anker. Ein Tau schmiegte sich um ihn. Hastig hängte ich ihn mir um. Das Medaillon war ein Erbstück von meiner Mutter, die vor zwei Jahren an einer Lungenentzündung gestorben war, sie liebte, genau wie ich, das Meer. Es gehörte schon meinen Vorfahren und sollte jedem, der es trug, Glück bringen. Ich rannte hinaus in die Dunkele acht. Auf dem Vorhof blieb ich noch mal stehen. Ich schaute mich um doch niemand war zusehen. In der Ferne hörte ich wildes Geschrei. Die Piraten waren jetzt wohl schon recht nah. Schnell zog ich mein Schwert unter dem Hemd hervor es blitzte im schein der Fackel die an fast jedem Haus befestigt war. Das würde jeder sehen also bestäubte ich es mit der trockenen Erde. Danach rannte ich wieder zu den anderen. Doch die Männer waren nicht da! Ängstlich überlegte ich wo sie wohl steckten. Mir wurde schwindelig vor Angst und ich konnte nicht mehr klar denken. Die Piraten konnten jeden Moment auftauchen und mich dann hier vorfinden! Ich musste mich verstecken! Aber wo? In den Hütten? Ich spähte durch die Finsternis, die mich umgab, und erblickte nicht weit von mir entfernt ein kleines Häuschen. Schnell hetzte ich darauf zu und sobald ich die kleine Tür hinter mich geschlossen hatte, hörte ich auch schon wie lautes Geschrei den Platz erfüllte! Ein Schauer überlief meinen Rücken. Ich hörte ein leises knacken! Angstvoll weiteten sich meine Augen als ich zwei Schatten vor dem Fenster der Hütte erkannte! vorsichtig und mit klopfendem Herz schlich ich ein paar Schritte zurück. Und dann war es da! Das Feuer! Sie hatten Feuer gelegt! ich unterdrückte einen Schrei, als ich sah wie die Flammen sich langsam durch die morsche Tür fraßen! Gerade jetzt musste ich einen kühlen Kopf bewahren! Ich lief zu einem kleinen Fenster auf der anderen Seite. Hektisch vergewisserte ich mich das ich keinem Piraten in die Arme fiel und sprang dann aus dem Fenster. Etwas zog an meinem Hals und als ich wieder auf meinen Füßen landete, fasste ich dorthin wo eigentlich meine Kette hätte hängen sollen! Sie war weg! Ich sprang hoch um durch das Fenster schauen zu können doch ich sah nur noch schwarze Rußwolken. Entsetzt schaute ich die Lehmverputzten Wände an. Das Medaillon meiner Mutter war verschwunden! Mir wurde keine Zeit gelassen um irgendwie zu versuchen es wieder zu holen, denn schließlich war der Kampf mitten im Gange. Ich schlich um das Häuschen und spähte um die Ecke. Die Piraten hatten vieles niedergebrannt und nun war der kleine Ort hell erleuchtet. Schreie drangen an mein Ohr. Meine Knie wurden weich. Ich packte mein Schwert. Es war grausam. Man konnte leicht erkennen wer die Piraten waren und wer unsere Leute. Die Piraten hatten alle eine

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Kommentare

jacky schrieb am 2009-10-24 12:12:16:
ich finde die geschichte echt toll =)
Caddl schrieb am 2009-10-24 11:53:48:
upsaa!
ich hab etwas vergessen... es soll überall Dolch stehen und nicht Schwert!....
na ja ist hoffentlich nicht so schlimm...^^

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