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Kategorien > Fantasy > Über Elfen und mehr

Die Priesterin (Prolog)

von Reaper

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„Prolog“

„Der Tod wird erst euer Anfang sein, Menschlein!“
Yéska beachtete diese Worte nicht, als der Untote wiederholt auf sie einstach, Blut ergoss sich aus ihren zahlreichen Wunden in Brust und Bauch. Die Priesterin wusste, dass sie mit diesen starken Verletzungen nicht mehr sehr lange leben wird, es war ihr gar unmöglich, aufgrund der starken Schmerzen einen Heilzauber zu wirken. Sie fiel auf die Knie und bereitete sich innerlich auf ihren Tod vor, doch der letzte erwartete Schlag, blieb aus. Der Schatten beugte sich zu ihr herab und sagte etwas, was ihr durchs Mark und Bein ging:
„Ihr werdet eine bezaubernde Dienerin für unsere Bansheekönigin Sylvanas abgeben!“
„Eher sterbe ich!“, erwiderte Yéska und spuckt dem Angreifer ins Gesicht. Das Gesicht des lebenden Toten formte ein diabolisches Lächeln.
„Das ist der Sinn dahinter, Mensch!“ Er zog einen rituellen Kris aus seinem Stiefel und setzte ihn an den Hals der Priesterin.
„Noch einen letzten Wunsch?“
„Ja, dass ihr in die Hölle herabfahrt und dort ewige Qualen erleidet!“ Mit diesen Worten durchtrennte der Untote seinem Opfer die Kehle. Yéska spürte, wie mit jedem Schlag ihres Herzens, die Lebenskraft zu schwinden begann, als sie nun mit letzter Kraft an sich herunterblickte, sah sie ihre gesamte Robe, in ihrem Blut getränkt, dass noch immer ihren Körper verließ und danach … nur Schwärze … .
Vor Yéskas nun fast leblosen Augen erschienen noch einmal Bilder, diese zeigten ihr noch einmal ihr gesamtes Leben. Dieser Vorgang dauerte nicht länger als vier Sekunden bis ihr Tod eintrat, doch für die Priesterin schienen diese Momente ewig und sie durchlebte ihr Leben erneut.
Die ersten Bilder versetzten sie zurück in ihre Heimat Lorderon, damals war das Land noch nicht von den Untoten verdorben. Sie spielte nahe des Klosters völlig allein in der Natur. Sie erinnerte sich, auch als Kind war sie häufig allein gewesen, was wohlmöglich an ihren roten Haaren gelegen hatte. Rote Haare waren besonders selten und die Menschen fürchteten sich vor ihnen, da sie angeblich ein böses Erbe von Dämonen seien. Yéska ahnte schon früh, dass sie es nicht immer leicht im Leben haben würde.
Als die Jahre ins Land zogen und die zukünftige Priesterin erwachsen wurde, entwickelte sich ein Stolz, auf ihren sogenannten Fluch, deshalb ließ sie ihre Haare wachsen und trug sie stets offen, so dass sie im Wind ihren schönen Körper umspielten. Ihr Traum war es, eine Priesterin des scharlachroten Ordens zu werden, jener Orden der in dem Kloster heimisch war, vor dem sie sich als Kind schon gern aufhielt und dort spielte. Der Orden war ihr zwar am Anfang nicht zugetan, aber es wäre eine Torheit gewesen sie nicht aufzunehmen, da sie ein enormes magisches Potential besaß, welches mächtig war, aber noch ungefördert in ihr ruhte.
Yéska wurde schnell eine mächtige Priesterin des Ordens, sie folgte dem Weg der heilenden Magie, die sich in vielen Missionen des Ordens als ein Segen erwies. Doch die Zeiten änderten sich, nichts war mehr so friedlich wie einst. Von einem Tag auf den andern ergossen sich die Untoten Horden über ihre Heimat, wie eine Welle der Finsternis. Lorderon war das erste Ziel der Geißel, sie vernichteten alles und jeden, der versuchte die Stadt zu verteidigen. Es tobte eine erbitterte Schlacht um die Zukunft der Menschen von Lorderon, auch Yéska kämpfte an vorderster Front mit ihren Ordensbrüdern und -schwestern. Die obersten Paladine waren erstaunt, dass eine Priesterin der heilenden Magie in der ersten Reihe kämpfte und was sie noch mehr wunderte war, dass sie in der Lage war heiliges Licht so zu bündeln, dass es den Untoten das verwesende Fleisch von den Knochen riss und sie verbrannte. Der Priesterin war es egal welche Schmerzen diese Monster erleiden mussten, sie wollte nur ihre Familie vor dem sicheren Tod retten, doch sie kam zu spät die lebenden Toten hatten bereits ihr Wohnhaus zerstört und ihre Liebsten fast bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt, dabei machten sie auch vor Kindern nicht halt. Sie musste mit ansehen, wie ihr kleiner Bruder Tod vor ihr lag. Sie blieb nur regungslos stehen, sie hatte alles verloren, da gaben die Ordensführer den Befehl zum schnellen Rückzug. Yéska überhörte dies und brach vor innerem Schmerz zusammen, zwei Ordensbrüder eilten herbei, stützten sie und flohen mit ihr von der Schlacht. Von jenem Tage an leuchteten die Augen der Priesterin in einem angenehmen heiligem Schein, was ein Zeichen dafür war, dass heilige Magie den vollkommenden Zerfall ihrer geschwächten Seele verhinderte. Lorderon war gefallen und wäre dies nicht das Schlimmste gewesen, nun nutzt der wandelnde Tod noch die Ruinen als neue Bastion des Bösen. Die Menschen die den Angriff auf das Land überlebten flohen, nur eine Gruppe leistet noch bis zum heutigen Tage erbitterten Wiederstand. Der scharlachrote Kreuzzug, ein Bündnis aus dem Orden und jedem Menschen der noch bereit war gegen die Geißel zu kämpfen.
Vor Yéskas Augen erschienen nun die letzten Bilder, die ihrer hinterhältigen Ermordung durch den untoten Schurken.
Wieder war es dunkel und nun hatte endgültig das letzte Leben den noch warmen Körper der Priesterin verlassen.

„Stormwind, das Herz der Allianz. Menschenarchitektur…wie ich sie verachte!“ Die Blutelfenschurkin hielt einen Moment inne und schaute auf die monomentale Brücke, die mit zahlreichen riesigen Staturen verzieht war. „Wer errichtet acht Meter hohe Statuen von verstorbenen und schwachen Kriegshelden?“ Die Elfe lachte leise in sich hinein, ihre Augen leuchteten in einem schwachen grünlichen Schein, wie es bei Blutelfen oft üblich ist. „Mich widert diese Stadt an, aber ich muss meine Aufgabe erfüllen.“ Sie schritt weiter über die Brücke, im Schatten der Nacht, mit Vorsicht nicht von den Wachen am geöffnetem Tor gesehen zu werden.
„Seht!“, schrie ein Wächter, das Gesicht war nicht zu sehen, da diese sich im Schatten befand. Zwei weitere eilten herbei, sie trugen eine silberne Plattenrüstung, ein Schild mit dem Emblem der Elitewachen von Stormwind und ein sehr gut gefertigtes Schwert aus den Schmieden der Stadt. „Was saht Ihr, Freund?“ „Ein grünes Schimmern…im Schatten, auf der heiligen Brücke, auf dem Weg zum Tor.“ Sílanas Herz setzte einen Moment aus, sie verstand zwar die Sprache der Menschen nicht, aber sie merkte, dass ihre Augen in einem Moment schwach leuchteten und sie wahrscheinlich verrieten. „Ein grünes Schimmern? Das heißt, ihr glaubt, einen Blutelfen gesehen zu haben?“ Der Anführer der Wachen klopfte dem Späher auf die Schulter und sagte: „Nun hört mir zu, Freund. Ein Blutelf würde niemals durch das Haupttor gehen und es überleben. Zweitens diese Elfen würden sich niemals in die Nähe der Stadt wagen, wenn der Magierat unter Jaina Proudmore tagt. Die Stadt ist voller Magier.“
Das Gesicht der Schurkin formte ein Lächeln, als sie die Unruhe der zwei Wachen ausnutzte und sie ungesehen das Tor durchschritt. Sie schlich sehr nah an eine der Wachen vorbei, so dass dieser fast einen kleinen Windhauch

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Kommentare

Bone1979 schrieb am 2008-04-17 18:06:40:
Interessant.
Mal sehen wie es weiter geht.
Ich hoffe bloß es kommen keine Mensch/Tier Wesen vor...
MfG

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