Die Reise (oder: Der Weg in den Tod)
von
BSK
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Die Reise (Der Weg in den Tod)
Ich liege da, den Rosenkranz meiner Mutter fest in meiner Faust eingeschlossen und plötzlich fängt es an zu schneien. Leise und seichte fallen die ersten Schneeflocken nieder, nehmen Platz auf den Bäumen und hinterlassen an meinem Fenster die schönsten Kristalle, die sich jedoch bald in Wassertropfen verwandeln und auf der Scheibe hinabkriechen. Diese Ruhe wirkt auf meinen Körper und langsam entspanne ich mich. Ich fühle, wie ich tiefer in mein großes Kissen, gefüllt mit weichen Federn, einsinke. Doch in mit ist eine Leere, in der weder Wut tobt, noch Schmerz alles zusammenkrampfen lässt, noch Freude herrscht. Nichts, nichts spüre und denke ich, nur das Bedürfnis nach Ablenkung dieser Leere. Nur die Schneeflocken breiten ein warmes wohliges Gefühl in mir aus. Schon oft hatte ich dieses gehabt und die Einsamkeit die mit ihr kam. Früher wäre ich zu anderen Menschen gegangen, mit ihnen geredet und gelacht; dies war die Medizin gewesen.
Doch nun ist niemand hier und ich kann meinen Körper nicht mehr steuern. Ich fühle, wie ich langsam schwächer werde und sich meine Faust langsam öffnet. Und auf einmal erlebe ich ein Gefühl des Schwebens, man kann fast sagen, dass meine Seele sich eigenständig gemacht hat. Die Farben um mich verblassen und ich schwebe höher und höher. Doch schon bald ist in der Dunkelheit ein Licht zu sehen, welches heller und heller wird und sich schließlich in ein Meer weißen Lichtes verwandelt, von dem ich umgeben bin.
Ich nehme Musik wahr, so wie ich sie noch nie gehört habe, nie in meinem Leben sind mir solche Töne begegnet und wenn, so hätte ich gedacht sie wären die zarten singenden Stimmen der Engel. Doch diese Musik ist anders, denn ich kann sie spüren. Sie lässt mich freudig werden und brennt sich in meinen Körper ein, welcher sich immer leichter und leichter anfühlt und schließlich wirble ich durch dieses weiße Licht, ohne Gedanken, ohne Schmerz und ohne diese Leere in mir.
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Kommentare
ChrisAngel schrieb am 2008-02-17 00:05:16:
An Elfi, kommt wohl drauf an an was man stirbt, aber wenn man einfach einschläft und stirbt wirds wohl so sein. Der Text ist gut und flüssig geschrieben gefällt mir gut, aber ischon eher traurig...kannst du auch mal eine Geschichte schreiben bei der das Leben beginnt also etwas glückliches!?!?
ohne Absender schrieb am 2007-03-10 08:07:16:
Ich finde deine Geschichte sehr schön.Du hast Talennt zu schreiben und solltest niemals damit aufhören.
Juli84 schrieb am 2007-02-03 02:35:54:
Ein echt toller Text. Man liest ihn und kann sich direkt die Gefühlslage vorstellen.
Gruß Juli84
Caro schrieb am 2007-01-30 19:28:53:
Echt eine sehr sehr schöne Geschichte.
bitte mehr davon
Gruß Caro
Elfi schrieb am 2007-01-20 08:34:14:
Deine Geschichte hat mir sehr gut gefallen! Ich konnte mich schön in die Lage des Erzählers hineinversetzen. Ich habe mir den Tod vorher immer ganz anders vorgestellt. Viel schlimmer, aber du hast bewiesen, dass es auch anders sein kann. Danke.
Lg, Elfi
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