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Kategorien > Freundschaft > Leben

Die Rückkehr

von Steffen Hunsinger

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Die Rückkehr

11 Jahre sind inzwischen vergangen. Ich und Nagi chaten häufig miteinander und vor allem lang, von der Telefonrechnung mal abgesehen. Auf jedenfall habe ich nun etwas vor. Nagi weiß noch nichts davon und ich nehme eine weite Reise auf mich.
Ich will sie überraschen. Ich kehre zurück, für ein Wochenende.
Die Zugfahrt hin war sehr erschwerlich für mich, sehr oft umsteigen von Zug zu Zug und dann zum Bus um letzten Endes in meine alte Heimat zu kommen. Aber noch will ich nicht zu Nagi, zuerst will ich so durch das Dorf laufen und in Erinnerungen schwelgen. Mal sehen ob sich etwas verändert hat.
Alleine lief ich durch die Straßen, natürlich kannte mich keiner, ich war ein Fremder in meinem Heimatdorf, allein schon der Gedanke ist irgendwie lustig.
Es hat sich in all den Jahren echt gar nichts verändert. Es ist die reinste Idylle im Gegensatz zu meinem kleinen Kaff, dauernd Baustellen und Krach, ab und zu mal Nachbarschaftsstreit. Aber ich habe jemanden wundervolles kennengelernt. Meine bezaubernde Nachbarin, immer für mich da eigentlich genauso wie mit Nagi. Schicksal? Aber Nagi kann sie nicht das Wasser reichen. Meine nagi bleibt so wie sie ist, schließlich bin ich ihr Sandkastenmann.
Mit ihrer rosaroten Schleife an meiner Hand lief ich vor ihre Tür und klingelte, hoffentlich wohnt sie noch hier, wäre peinlich wenn nicht.
Ich erkannte ihre Mutter , ich glaube sie dachte ich war der letzte Assi weil ich meine Sonnenbrille noch auf hatte. Ich fragte nach Nicola und ihre Mutter sah mich komisch an. Ich zog die Brille ab und stellte mich vor. Sie konnte nicht glauben wer vor der Tür stand. Sie sagte mir jedoch das Nagi bei Viktor wäre.
Trotzdem lud mich ihre Mutter ins Haus ein, sie gab mir Kaffee und sie fragte mich was ich nun tue. Ich antwortete: „Nun ja ich mache zurzeit mein Abitur und stehe etwas im Stress. Ich möchte ein Wochenende hier verbringen, für mehr hab ich keine Zeit.“ Ich verschwieg ihr das ich nicht wusste wo ich schlafen sollte, ich hatte aber die Hoffnung bei Nagi schlafen zu können. Plötzlich hörte ich wie ein Schlüssel in das Schlüsselloch ging und die Haustür öffnete. Eine Mädchenstimme sagte: „Wieder da!“ „Ah Schatz, du hast Besuch.“ „Besuch?? Wer denn, weil ich erwarte niemanden!“
„Es war auch nicht gedacht das du weißt das ich komme!“ rief ich aus der Küche zu ihr. Langsam ging sie in Richtung Küche und konnte nur jemanden mit einer Sonnenbrille und schwarzer Lederjacke sehen. Etwas längere Haare die sich hinten schon wieder lockten und etwas ab standen. Sie musste „Was zur Hölle“ gedacht haben. Ich zog die Sonnenbrille ab und sagte: „Hi Sandkastenschatz, schön dich wieder zu sehen, lange ist es her!“ Plötzlich kam ein breites Lächeln auf ihr Gesicht und sie fiel mir um den Hals, sie erdrückte mich fast. Aber es war berechtigt. Wir beide haben uns in den 11 Jahren so verdammt verändert, ich glaube wir hätten uns nicht erkannt, wenn wir uns über den Weg gelaufen wären. Es war ein wahnsinniges Gefühl wieder hier zu sein.
Ich nahm sie an der Hand und führt sie nach draußen. Wie damals gingen wir in den Wald. Sie trug die Kette, die ich ihr damals zum Abschied gab und ich trug ihren Ring. An der selben Hand, an der ich den Ring trug, trug ich auch ihre rosarote Schleife. Es war echt wie damals. Der Wald lag still da und die Ruhe wurde von Vögeln ab und zu gestört. Sie kam aus der Freude gar nicht mehr raus. Sie konnte nicht glauben das ich neben ihr stehe und mit ihr erzähle.
Wir beide schwelgten in Erinnerungen und kamen schließlich zu einem bedeutendem Ort. Dem Sandkasten wo unsere Hochzeit stattfand. Ich kniete vor ihr nieder und fragte sie: „Mein Schatz, willst du mich noch einmal Heiraten?“ Ich konnte die Tränen in ihren Augen schon sehen, doch sie brachte ein leises „Ja“ heraus. Wir gingen in den Sandkasten und ich gab ihr meinen neusten Ring, nun ja was heißt neu ich hab den schon ein Jahr lang an meinem anderen Finger, ihren Ring behalte ich. Auf meinem Ring den ich ihr gab stand drauf: „Meine Liebe“ und sie sagte sie hätte etwas zu Hause was sie mir geben könnte. Schließlich küssten wir uns. Es war nur ein freundschaftlicher Kuss also nichts schlimmes oder ernstes. Es fing an zu Regnen.
Wir rannten zu ihr nach Hause. Schließlich kamen wir bei ihr an und sie gab mir einen Waschbär mit den Farben: blau, weiß und schwarz.
„Hast du einen Platz zum Schlafen?“ fragte sie mich. „Naja... wie soll ich sagen... Nein, nicht so recht...“ Meine Stimme wurde immer leiser und sie sagte: „Ich leg dir hier eine Matratze hin, dann kannst du hier schlafen.“
So brach die Nacht ein. Nagi war noch etwas am PC und spielte mit Viktor Dame.
Ich stand nebendran und musste meistens lachen, warum? Es ist und bleibt ein Rätsel.
Das Wochenende nähert sich dem Ende. Was wir noch alles gemacht haben? Das erzähl ich euch ein andermal. Auf jedenfall hatten wir noch viel Spaß gemeinsam.
Aber der Abschied fiel wieder schwer, aber der Weg ist nicht unmöglich. Sie hat mir versprochen das nächste mal zu mir zu kommen.
Wie gesagt was noch so alles passiert ist in Schleswig Holstein erzähle ich euch noch, nur nicht jetzt und was beim Abschied passierte kommt auch noch.

Nagi darf dann den Teil schreiben (sofern sie möchte) wo sie zu mir kommt.
Danke, das es dich gibt, bist wie eine Schwester für mich und du bist meine Sandkastenfrau.^^
Hab dich Lieb
Dein Steffen

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