Die Rueckkehr der Heiligen Insel
von
orangefatcat
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Die Ruekkehr der Heiligen Insel
Sie schritt den Berg erneut hinauf, begleitet von Frauen in dunklen Gewaendern. Sie sah den Teich, in dem sich das Mondlicht spiegelte. Sie ging weiter hinauf, zu den Ringsteinen, dort wo sie erwartet wurde. Der Himmel war rabenschwarz, die Luft kuehl, doch sie spuerte die Kaelte nicht, durfte sie nicht spueren. Dann hoerte sie einen Schrei. Wieder sah sie diese Frau, mit dem blauen Halbmond auf der Stirn. Sie sah aus wie ihr Ebenbild. Sie rannte ihr entgegen, doch sie kam nicht an, sie rannte und rannte, doch die Nebel stiegen wieder auf. Sie rief einen Namen, konnten ihn nicht verstehen, dann wachte sie auf.
Maylin oeffnete die Augen, verwirrt blickte sie sich um. Sie war noch immer in ihrem Zimmer. Schon wieder dieser Traum, dachte sie sich. Sie traeumte ihn bereits das vierte Mal, immer wieder passierte das gleiche. Sie war in merkwuerdigen Kleidern angezogen und an einem Ort, den sie noch nie zuvor gesehen hatte.
Sie sprang aus dem Bett, legte sich ihren Morgenmantel ueber und ging hinunter in die Kueche. Es war noch nicht mal 5 Uhr, doch an Schlaf war nicht mehr zu denken. Ihr Husky Sam begruesste sie mit wedelndem Schwanz und Maylin oeffnete die Terassentuer fuer ihn. Gedankenverloren starrte sie den Vollmond an und der Traum ueberkam sie erneut, als Sam zurueck kam. Sie schuettelte die Gedanken aus dem Kopf und begann Fruehstuck fuer sich und ihre Familie vorzubereiten
Halb Sieben trottete ihr zwei Jahre juengerer Bruder Jake in die Kueche und knurrte ein verschlafenes „Morgen..“. Kurz darauf folgte Robert, ihr Vater. Sie fruehstueckten eine halbe Stunde und dann war es Zeit fuer Schule und Arbeit.
Maylin und Jake besuchen die Plymouth School, eine Privatschule an der Suedwestkueste Englands, seit 3 Jahren. Im Winter 2002 starb Julia, die Mutter der beiden, an Brustkrebs. Robert, der von britischer Staatsangehoerigkeit ist, beschloss Leipzig und ihr altes Leben zu verlassen und auf die Insel zurueck zukehren.
Maylin, der es mit 17 Jahren bereits erlaubt ist Auto zu fahren, parkte ihren Beetle auf dem Schulparkplatz und die Geschwister betraten das Gebaeude gemeinsam.
„Bis heute Nachmittag, Jake“ rief May und rannte die Treppen hinauf, zum zweiten Stockwerk.
In den ersten beiden Unterichtsstunden war Physik angesagt und Maylin liess sich auf dem Platz neben ihrer besten Freundin Dawn fallen.
Die Stunde verging schleichend langsam und Maylin ueberkam ploetzlich wieder diese Muedigkeit und lehnte ihren Kopf auf die Haende.
Feuer blitzte auf, sie sah Menschen, wieder in merkwuerdigen Kleidern, da waren Schwerter und Pferde, sie sah Schiffe und Maenner mit Steinaexten. Dort war sie wieder, diese Frau aus ihren Traeumen, die ihr so aehnlich sah, mit ihren langen dunklen Locken und der zierlichen Gestalt. Sie hatte wieder diesen Halbmond zwischen den Brauen und schien etwas zu rufen. Dann stiegen Nebel auf, die fremde Frau verschwand darin. Maylin rief nach ihr, sie rief einen Namen ohne ihn zu kennen. Dann hoerte sie ihren eigenen Namen, die Stimmte klang so weit weg, wo kam sie her?
„Maylin...Maylin....!“
Sie oeffnete die Augen und sah voller Schreck ihren Physiklehrer vor sich stehen.
„Ist alles in Ordnung mit dir May?“ fragte dieser und schaute ihr in die Augen.
„Ich fuehle mich nicht sehr wohl, Mr. Robins. Darf ich nach Hause gehen?“
„Melde dich aber vorher bitte bei der Sekretaerin ab. Kommst du allein nach Hause?“
Sie nickte und packte ihre Schulsachen zusammen, im Ruecken fuehlte sie die Blicker ihrer Mitschueler. Zu Dawn fluesterte sie, ob sie Jake bitte nach Hause bringen kann und verliess das Klassenzimmer mit einem Schwindelgefuehl.
Zwanzig Minuten spaeter erreichte sie ihr Haus, welches direkt an der Kueste liegt.
Sie warf die Schultasche in ihr Zimmer, nahm Sams Leine und ging mit ihm an den Strand.
Sie erreichte ihre Lieblingsstelle, setzte sich in den weichen Sand und lehnte ihren Ruecken and einen der vielen dunklen Felssteine. Sam liess sich neben ihr nieder und legte seinen Kopf auf Maylins Bauch.
Sie schloss die Augen fuer einen Moment und genoss die Ruhe und das Rauschen des Meeres. Das Meer leuchtete heute besonders blau,fast schon tuerkis. Die Sonne strahlte und es wehte nur ein leichter Wind. Weit hinaus auf dem Ozean sah Maylin einen Schatten, ja, es sah aus wie eine Insel. Sie konnte sich nicht daran erinnern, dass es vor der Kueste Plymouths Inseln gibt.
Sie wird ihren Vater fragen, sobald er nach Hause kommt, um welche Insel es sich handelt.
Schliesslich schloss sie wieder die Augen und schlief kurz darauf ein.
Im Traum wanderte sie durch einen Wald, neben ihr lief eine Frau, sie hatte graue Straehnen im dunklen Haar und einen verblassten Halbmond zwischen den Brauen. Sie sagte etwas, doch Maylin konnte sie nicht verstehen.
Dann hoerte sie sie, sie rief ihren Namen. „Maylin....Maylin...wir brauchen dich“
Die Stimme kam von weit weg und doch war es die fremde Frau die sie rief.
„Wir brauchen dich Maylin, hilf uns, hilf uns Maylin...“
„Wie? Wie soll ich euch helfen, was kann ich tun?“ rief sie, doch die fremde Frau, mit dem verblassten Halbmond war bereits verschwunden. Sie wanderte weiter durch den Wald, der ihr fremd und geheimnisvoll vor kam. Sie konnte keine Sonne sehen, sie fuerchtete sich ploetzlich, ohne zu wissen warum.
Hinter ihr hoerte sie ein Rascheln. Hastig drehte sie sich um und sah einen jungen Mann vor ihr stehen. Er hatte laengere, dunkle Haare und ein scharf geschnittenes Gesicht.
„Wer bist du?“ fragte sie. Doch er laechelte sie nur an und nahm ihre Hand.
Ohne zu wissen warum folgte sie ihm. Er fuehrte sie einen Pfad entlang und kurz darauf erreichten beide einen See. Dort liess er ihre Hand schliesslich los und setzte sich auf das feuchte Gras.
Sie blickte ihn fragend an und als sie ihren Kopf wieder hob waren See und Wald verschwunden. Stattdessen blickte sie auf etwas das wie ein Burgplatz aussah. Reges Treiben herrschte da.
Dort sah sie wieder die vielen Reiter mit ihren Pferden, einige trugen merkwuerdige Fahnen, die sie noch nie vorher gesehen hatte. Sie erblickte ausserdem Frauen in wunderschoenen Gewaendern, Menschen die Obst, Gemuese und Fleisch verkauften und schreiende Kinder.
„Das ist Camelot,Maylin“,sagte der Fremde. Und sie blickte ihn erstaunt an. „Was? Camelot ist ein Mythos. Selbst ich weiss das!“
„ Sieht das etwa wie ein Mythos aus, Maylin? Wir brauchen deine Hilfe. Vor vielen Jahrhunderten versank unser Reich in den Nebeln. Niemand weiss mehr wo es liegt, aus denen die darin leben.“
„Und was kann ich dagegen tun?“ fragte sie ohne ernsthaft an seine Worte zu glauben.
Er schaute sie einige Zeit an, was ihr wie eine Ewigkeit vorkam und sagte dann: „Ich bring dich auf die Insel, noch heute. Komm...“ und nahm ihre Hand erneut.
In der Zwischenzeit,kehrte Jake nach Hause zurueck und rief nach Maylin. Als diese nicht antwortete, machter er sich auf dem Weg um am Strand
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Kommentare
orangefatcat schrieb am 2006-05-26 15:11:29:
Danke fuer dein Kommentar,ich hab den ersten teil noch nicht ganz feritg,arbeite in der naechsten woche weiter daran ,da hab ich mehr Zeit :)
T.W.King schrieb am 2006-05-25 19:11:30:
Schöne Idee. Avalon ist eine meiner Lieblingsgeschichten. Aber ich finde du warst ein bisschen Schnell. Das ganze hätte ruhig noch ein wenig in die Länge gezogen werden können, aber dennoch sehr sehr schön.
Freue mich schon auf den nächsten Teil
Gruß
T.W.King
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