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Kategorien > Kinder Geschichten > Fantasiereisen

Die Sterne und die Rosen

von Arise M. Chonn

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Weite Felder aus Betonblöcken prägten die Landschaft, in Monas Stadt. Selten sah man ein Stück Rasen, niemals ein Blumenbeet. Doch dagegen wollte Mona etwas tun.
„Mama, ich wünsche mir einen Garten“, sagte sie. Ihre Mutter lachte nur und antwortete, sie solle sich doch den Blumenstrauß auf dem Esstisch ansehen. Der wäre auch schön.
Doch Mona wollte etwas ganz anderes. Sie wollte weite grüne Wiesen, duftende Blumen und am allermeisten einen klaren Nachthimmel. Doch was konnte sie, ein zehn Jahre altes Mädchen schon machen, gegen so viel Zement und Beton. Lange Zeit überlegte sie. Stunden, Tage, bis es schließlich eine ganze Woche wurde, in der sie andauernd in der Schule vom Lehrer ermahnt worden war, weil sie nicht aufgepasst hatte. Doch ihre Lage schien aussichtslos zu sein. Was konnte sie nur tun, um weit weg, eben ganz woanders zu sein. Dort, wo es all das gab was sie sich so sehr wünschte. Dann wusste sie es, sie würde einfach weggehen. Ihren Eltern brauchte sie ja nichts zu sagen. Also schlich sie in ihr Zimmer und machte sich bereit. Kaum fing es an draußen dunkler zu werden, war Mona fort.

Sie rannte durch die Straßen der Stadt, wich einem Hund aus, wurde von komischen Männern angesprochen, lief fast gegen eine Ampel, taumelte um die nächste Ecke und dort war es, was sie gesucht hatte. Eine große weite Rasenfläche. Wunderschönes grün war zu sehen, ein frischer Duft stieg in ihre Nase. Sie hob den Kopf und schaute in einen wunderbaren klaren Nachthimmel. Doch irgendetwas schien dennoch zu fehlen. Die Stadt war nicht mehr zu sehen, ihre Umgebung schien nur noch aus grün und dunkelblau zu bestehen. Sie bekam Angst und lief in die Richtung, in der sie die Stadt vermutete. Doch sie stolperte und fiel hin. Ihr Knie blutete ein wenig und Tränen rannen über ihr Gesicht. Nun wusste sie auch was ihr fehlte. Blumen und Sterne, die den rasen schmücken würden, den Himmel glitzern ließen. Immer noch rannen Tränen über ihr Gesicht, fielen ins Gras.
Über ihr, erschein ein Stern, eine weitere Träne tropfte von ihrem Kinn. Ein zweiter Stern war zu sehen. Auch der Rasen veränderte sich, wurde zu einer mit Rosen bewachsenen Wiese. Mona hörte auf zu weinen und schaute sich um. Sie griff nach einer Rose…
„Mona, aufwachen“, die Stimme ihrer Mutter drang an ihre Ohren. Hatte sie alles nur geträumt? Mona öffnete die Augen und schwang ihre Beine aus dem Bett, in dem sie lag. Ein leichter Schmerz kam von ihrem Knie hoch, denn sie hatte es sich aufgeschlagen, dass wusste sie genau. Dort wo sie gewesen war, hatte sie es sich aufgeschlagen.
In ihrem Traum.

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Kommentare

jenny schrieb am 2010-12-21 17:36:47:
wie ein nike ohne air wie ein teddy ohne bär wie die sonne ohne stich genau so wäre freundschaft ohne diich (L)
vicky.maier@ainet.at schrieb am 2008-12-03 21:19:46:
Es ist eine Sehr schöne Geschichte. glg Anna-Lena

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