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Kategorien > Kurzgeschichte > Erlebtes

Die Stunde der Dunkelheit

von mawo

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Raum betraten. Sie wirkten ängstlich und waren kaum in der Lage zu sprechen. Der 4-jährige Junge ging noch an der Hand der Mutter, damit sie noch ein wenig kontrol­lieren konnte, was ihr Söhnchen so machte. Nach den ersten paar Schritten ließ der Junge die Hand seiner Mutter los und versuchte den Weg auf eigene Faust zu finden. Sie hingegen war unsicher und wusste nicht so recht, wohin sie gehen sollte und was als näch­stes geschehen würde.

„Mama, ich habe etwas gefunden!“ „Was denn?“, fragte sie. „Keine Ahnung! Aber es ist wacklig und macht irgendwie Spaß.“ Sie mochte es nicht, wenn es wackelte und das wusste ihr Kleiner. Wa­rum also sagte er das? Wollte er ihr Angst machen? Hatte er sel­ber Angst? Sie wusste es nicht. Sie tastete sich vorsichtig weiter und geriet mit einer Hand in etwas Weiches und schrie vor Schreck auf und fand auch plötzlich das Wackelnde. Es war eine Hänge­brücke, die wackelte um so mehr um so schneller man drüber ging. Der Junge, der in der Zwischenzeit übermütig durch die Gegend lief und andere Leute ärgerte, blieb stehen, lauschte auf die Ge­räusche, die seine Mutter von sich gab und lachte sie aus.

Durch seinen Übermut merkte der Junge nicht, dass sich die Atmo­sphäre verändert hatte. Er achtete nicht auf die Warnung des Personals, nicht ins Wasser zu fallen. Er wollte noch sagen: „Hier gibt es doch gar kein Wasser“. Aber da war es zu spät. Er fiel, angezogen wie er war, ins Wasser und weinte und wurde ärgerlich, dass ausgerechnet ihm das passieren musste. Aber es hat ja zum Glück keiner gesehen, denn in dieser Ausstellung sieht ja niemand etwas. Dass seine Mutter fühlen konnte, wie nass er war, bedachte er dabei nicht. Er fing erneut an herumzutoben und war plötzlich allein. Jedenfalls fühlte er sich so. Er rief nach seiner Mutter. Diese antwortete nicht. Er hörte auch nicht, dass nach ihm gerufen wurde. Er reagierte einfach nicht mehr und rührte sich nicht vom Fleck, bis seine Mutter, neben ihm stehend, seinen Namen rief.

Sie hatte ihn entdeckt, weil seine Schuhe ein klein wenig blink­ten. Normalerweise blinkten die Schuhe ja für die Autofahrer auf der Straße. Nun haben die Schuhe durch ihr Blinken geholfen, den Jungen im „Dialog im Dunkeln“ wieder zu finden. Glücklich, den Jungen wieder zu haben, stand sie mit ihm an einer Bar und bestellte ziemlich un­sicher etwas zu trinken. Sie glaubte eigentlich nicht, dass hier wirkliche Getränke verkauft werden, bestellte aber trotzdem ohne zu zögern einen Tomatensaft. Beide versuchten, den nun doch er­haltenen echten Tomatensaft zu teilen. Als der Junge die Flasche zurückgeben wollte war die Handbewegung der Mutter so heftig, dass sie beide mit dem Saft übergossen wurden. Dass der Junge ohnehin schon nass war, fiel nun erst recht nicht mehr auf. Ver­zweifelt über dieses Missgeschick, aber glücklich am Ende der Ausstellung angekommen zu sein, bestellte sie noch ein Mineral­wasser.

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Kommentare

Nymphe schrieb am 2006-12-22 18:24:54:
Gut geschrieben, mach weiter so.

Liebe Grüße Nymphe
BlackRose schrieb am 2006-12-21 17:13:38:
Hallo Mawo,
deine geschichte ist zweifel los interessant aber dennoch versteht man nicht 100%% wo sich junge und mutter aufhalten ! auch sind die zusammen hänge ein wenig unschlüssig ! dennoch gut geschrieben arbetie noch ein wenig dran dann hast dus !

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