Die Suche nach Freiheit
von
LadyBlack
1
Das leben ist eine einzige Anhäufung an Missgeschicken, Leiden, Schmerz. Nie, wirklich nie kann der Mensch voll und ganz glücklich sein, denn jedes Mal wenn er die unsichtbare Grenze überschreitet, die ihn von uns allen anderen trennt von den „normalen“, realistischen Menschen, die aufgegeben haben weiterzustreben, ja dann wird er zurückgeworfen. Ihm wird gezeigt wo sein Platz ist, wo er hingehört. Und hinter seinem Rücken lachen die unsichtbaren Geister, die dafür sorgen sollen, dass jeder dort bleibt wo er hingehört. Ja sie lachen ihn aus wenn er es nicht mehr hören kann und doch spürt er den Spott in seinem Rücken. Keiner von uns kann frei sein, denn keiner weiß genau, was Freiheit wirklich bedeutet. Viele Menschen sitzen schuldig oder unschuldig hinter Gittern. Sie denken, ihnen wurde das kostbarste Geschenk genommen, doch sie irren ich. Jeder, der in einem schönen Heim lebt, Familie und Freunde hat und sich in einem stabilen Berufsleben befindet ist genauso wenig frei wie die schuldigen oder unschuldigen Häftlinge. Nur sind unsere Gitterstäbe nicht für jeden sichtbar und doch sind sie da, begleiten uns überallhin und weißen und in unsere Schranken, wenn wir zu entkommen versuchen. Freiheit ist ein Mythos. Ein utopischer Wunsch, der in diesem Leben nicht mehr erfüllt werden kann. Daher ist vielen die Lösung für dieses Problem bekannt. Sie gehen mit einem Messer in das Badezimmer. Wasser wird in die Badewanne eingelassen, dazu wird noch die Temperatur überprüft, denn alles soll perfekt sein. Mit einem vernehmbaren Seufzer, der seine Zufriedenheit darüber ausdrückt, dass er die richtige Temperatur erwischt hat, entkleidet sich der Homo Sapiens und lässt sich in das Wasser gleiten. Kurz darauf ergreift er das Messer und führt er an seinen Unterarm, dort wo er das Pulsieren der Pulsadern spürt. Er weiß wie er ansetzen muss um seinem Leiden endlich ein Ende zu bereiten. Ein letztes Mal erinnert er sich an die schönen Momente seines Daseins, denn auch wenn es nur wenige waren, es gibt sie immer. Gerade als er die Augen schließen und seinen Plan durchführen will, spürt er es. Eine sanfte Wärme umfasst ihn. Ein angenehmes, herrliches Gefühl. Langsam öffnet er de Augen und sieht den Engel vor sich. Er ist wunderschön, gleicht weder Mensch noch Tier und ist doch eine Offenbarung. Allein dafür hat es sich gelohnt in die Badewanne zu steigen. Doch der Engel umfasst das Messer und zieht es sanft weg.
„Das brauchst du nicht“, flüstert er.
Der Homo Sapiens versteht nicht, doch der Engel beginnt zu erklären. Er berichtet davon, dass es vielen Menschen so geht, dass viele die verfrühte Freiheit wollen. Der Engel zeigt dem Homo Sapiens die Sonne in seinem Herzen. Er erkennt, dass das Leben nicht nur Leid und Schmerz besteht, keine Strafe des Himmels ist. Der Mensch sieht ein, dass er diese dunkle Seite, die ihn zu erdrücken versuchte, nur ein Teil von ihm, von allen Lebewesen ist. Die absolute Freiheit existiert noch nicht, denn alles ist ein Kampf, eine Aufgabe, der sich der Homo Sapiens zu stellen hat Ein Geschenk mit Problemen, denen r sich zu stellen hat.
Und genau das wird er auch tun. Denn das ist der Kreislauf des Lebens.
1
Kommentare
Keine Kommentare vorhanden.
Kommentar hinzufügen