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Kategorien > Krimi > Rätselhaftes

Die Überdosis

von *Besito*

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Der Himmel war mit grauen Wolken verhangen, als Inspektor Kramer mit seinem schwarzen BMW vor dem Krankenhaus stoppte. Er trug einen langen Mantel und eilte die Treppen des Eingangsbereiches hinauf. An der Auskunft erkundigte er sich bei Juliane Walzer, einer Krankenschwester, nach der gestern verstorbenen Elvira Graumann. “Was war sie für ein Mensch?“, fragte der Inspektor. „Sie war ein sehr wohlhabend und herrschsüchtig. Seit einigen Monaten ist sie ein Pflegefall. Ihre Tochter Diana Graumann hatte sie immer nur rumkommandiert. Sie war nie dankbar. Ich glaube auch, deswegen ist die Ehe von Diana und ihrem Mann in die Brüche gegangen. Sie hat da mal etwas erzählt“, gab Krankenschwester Juliane als Antwort. „Haben Sie in letzter Zeit irgendetwas Auffälliges bemerkt?“ „Ja, als ihr Sohn Robert Graumann zu Besuch war, gab es einen heftigen Streit. Ich habe es zum Glück bemerkt und hatte eingreifen können. Sonst hätte durchaus schlimmeres passieren können.“ „Ich danke Ihnen für die Angaben. Ich werde mir nun mal selbst ein Bild vor Ort machen.“ Der Inspektor suchte einen Fahrstuhl auf und fuhr in den dritten Stock. Gleich links des Flures war ein Raum mit einem roten Band abgesperrt. Viele Polizisten standen drum herum. „Tag Inspektor!“, wurde der Kommissar freundlich begrüßt. „Tag! Haben sie schon irgendwelche Hinweise. Irgendetwas Neues?“, fragte der Kommissar. „Bis jetzt wissen wir nur, dass sie an einer Überdosis Tabletten gestorben ist. Wir wissen auch schon, dass es ein Mord war. Das heißt, wir müssen nun mit den Vernehmungen anfangen.“ „Gut, das Befragen der Zeugen übernehme ich. Ich werde mich umgehend melden, sobald es etwas Neues gibt.“ Der Inspektor machte sich gleich auf den Weg zum Buchenweg. Bei Hausnummer 30 machte er halt, stieg aus und klingelte bei Robert Graumann. Das Haus war noch nicht ganz fertig, deshalb sah es aus wie auf einer Baustelle. Ein kräftiger Mann öffnete die Tür. „Guten Tag, kann ich Ihnen helfen?“, brummte er. „Guten Tag. Mein Name ist Kramer. Ich ermittele im Fall Elvira Graumann. Wie sie sicherlich wissen, ist gestern Ihre Mutter an einer Überdosis Tabletten verstorben. Mein tiefstes Beileid. Ich würde Ihnen gerne ein paar Fragen diesbezüglich stellen. Darf ich bitten rein zukommen?“ „Ja, natürlich. Setzen Sie sich doch! Wie sie bestimmt schon in Erfahrung bringen konnten, kam es zwischen meiner Mutter und mir zu einem heftigen Streit. Aber sie müssen mir glauben, meine Mutter lag und liegt mir noch sehr am Herzen.“ „Wo waren Sie gestern Abend, Herr Graumann?“ „Ich war mit zwei Freunden im Kino. Hier ich habe meine Karte noch.“ „Tatsächlich, danke das war’s auch schon. Auf Wiedersehen.“ „Wiederschau’n, ich hoffe, Sie finden den Täter bald.“
Zur gleichen Zeit im Hause von Diana Graumann. „Siehst du Mutti, nun hast du deine Ruhe. Sie hat dich eh immer nur schikaniert. Sicherlich werden wir auch etwas erben“, sagte Diana Sohn Jan Graumann, der bei seiner Mutter zu Besuch war. Er rieb sich die Hände und nahm einen Schluck Tee, aus einer hauchdünnen Porzellantasse. „Trotzdem, ich fühle mich nicht gut, was ist, wenn sie raus finden, dass ich es war? Ich kann so nicht leben. Nicht mit so einer Lüge.“ „Wie wollen sie es den raus finden? Das, Mutti hättest du dir früher überlegen sollen. Du Risiken waren dir bekannt.“ Plötzlich klingelte es an der Tür. Diana öffnete. „Guten Tag“, begrüßte Diana Graumann einen Mann mit langem Mantel. Es war der Kommissar. „Inspektor Kramer mein Name, guten Tag. Ich habe ein paar Fragen bezüglich des Todes ihrer Mutter an Sie. Oh, wie ich sehe haben Sie Besuch.“ „Darf ich vorstellen das ist mein Sohn Jan.“ „Das trifft sich gut. Es tut mir sehr leid, was passiert ist, aber die Fragen müssen sein. Ich hoffe Sie verstehen das?!“ Diana Graumann wurde blass. Sie schluckte und stotterte: “K-Kommen Sie doch rein!“ „Wo waren Sie beide gestern Abend?“ „Wir waren hier, wir haben ferngesehen.“ „Gibt es dafür Beweise oder Zeugen?“ „Nein, nur wir beide waren hier.“, log Robert. „Nein, ich kann nicht. Ich kann nicht lügen. Es geht nicht mehr. Mir geht es so mies. Ich war es. Nur ich ganz allein, Inspektor.“ „Aber Mutti, das geht doch nicht.“ „Wie sie sehen, doch Herr Graumann“, gab der Kommissar zurück. „Wenn das so ist, muss ich Sie mitnehmen. Beide.“ Der Kommissar legte ihnen Handschellen an und führte sie in das Auto. Jan Graumann fluchte noch den ganzen Weg bis zum Polizeipräsidium.

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