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Kategorien > Vampire > Humor

Die Vampirjägerin 2

von Kronenberg

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Die Vampirjägerin 2
Das mit Markus und mir ist so 'ne Sache. In alter Tradition bin es eigentlich immer ich, die ihm hinterher rast wie so eine Geisteskranke und er derjenige, der mich küsst, abhaut und sich über mich lustig macht. Wenn ihm gerade danach ist, wie ich leider eingestehen muss. Aber gerade diese Überheblichkeit ist seine Schwäche und meine Chance ihn zu vernichten. Was ich übrigens immer noch will, auch wenn es nicht immer so eindeutig danach aussieht.

Markus reist zur Zeit sehr viel. Das bedeutet wiederum, das ich ihm durch die ganze Welt hinterher sause und hoffe, er bleibt irgendwo lange genug, bis ich wieder genug Kraft habe, um ihn endlich sein untotes Herz zu durchbohren.

Als Vampir hat man Kräfte, aber auch die sind begrenzt. Fliege ich viel, muss ich viel trinken. Muss ich viel trinken, muss ich viel töten. Muss ich viel töten, hasse ich ihn noch mehr.

Ich flattere also, natürlich mit der vampirischen Eleganz einer Fledermaus, über einen dieser scheiß kalten Berge der Alpen und glaube an meinen Flügeln hängen bereits die ersten Eiszapfen, als ich am Rande des Horizontes etwas Furchtbares entdecke. Die Sonne erhebt sich majestätisch in sanften Orangetönen und spricht unbarmherzig mein Todesurteil.

Aus, vorbei, ich bin erledigt. Unschlüssig, ob ich meinen Tod als Erlösung willkommen heißen soll, verharre ich auf dem Punkt flatternd und starre auf meinen vollkommenen Vollstrecker. Bleierne Müdigkeit zupft an meinen Sinnen, macht mich träge.

Nur ansatzweise spüre ich, wie starke Hände meinen winzigen Körper umschließen, Dunkelheit und das süße Wegtauchen des Schlafes reißen mich mit sich fort und ersparen mir die Qualen des Todes.

„Du bist mir vielleicht lustig. Jetzt lege ich schon so gute Wegweiser, aber du verpasst mich trotzdem immer wieder. Nur gut, dass du dir nicht als Polizist dein Brot verdienen musst. Du würdest mir glatt verhungern.“, dieses unverschämte Grinsen kenn ich doch.
„Bin ich Tod?“, krächze ich ein wenig heiser und beantworte mir die dumme Frage auch gleich selbst. Natürlich nicht, auf jeden Fall nicht ganz. Mein Kopf ist auf seinen Schoß gebettet und als mir das klar wird, schieße ich nach oben und stoße mir gehörig den Kopf an der engen Höhlenwand.

Die Höhle ist eng, sehr eng. Er kommt mir entschieden zu nahe und ich klebe förmlich an der Wand, was ihn nicht daran hindert mir noch mehr auf die Pelle zu rücken. Sein süßlicher, nach Blut riechender Atem streift meine Wangen, seine Lippen kommen immer näher an meine und ich drehe widerwillig den Kopf zur Seite. Als mein Erschaffer besitzt er eine Macht über mich, die mir kribbelnd über die Haut weht und der ich nur unter Aufbringung meiner ganzen Kraft entkommen kann. Doch ich kann nicht entkommen, ich komm hier nicht raus!

„Wo willst du eigentlich schon wieder hin?“, knurre ich ihn wütend, über meine aufsteigende Lust an und bringe meine Hände zwischen uns, die ich ihm auf die Brust drücke.
„Ich wollte dir unser kleines Winterhäuschen in den Bergen zeigen.“, raunt er sanft und knabbert ungerührt an meinem Ohr.
„Unser Winterhäuschen?“, meine Gedanken werden wieder klarer und mein wohl gehüteter Zorn flammt wieder auf.
„Natürlich.“, an seiner Stimme erkenne ich, dass er sich über mich amüsiert. Außerdem kann ich mit meinen Vampiraugen das vergnügte Funkeln in seinen mitternachtsblauen Augen sehen.
„Wie kommst du denn auf so eine absurde Idee?“, aus dem Knurren wird ein Fauchen.
„Es ist sehr schön, mit einem riesigen Weinkeller und Nischen für unsere Särge. Du wirst begeistert sein….“
„Ich geh nirgends mit dir hin!“
„Aber wir sind doch schon fast da, mein kleines Dummerchen. Wenn du nicht so erschreckend langsam fliegen würdest, hätten wir heute schon in unseren neuen Särgen schlafen können.“, seufzt er leise und spielt mit meinen langen schwarzen Haaren. Ich schlage seine Hand zur Seite.
„Du denkst ich will mit dir leben? Wie kommst du denn auf den Unsinn?“
„Na ja, du verfolgst mich ja schließlich.“, er spielt schon wieder mit meiner Haarsträhne. Ich ignoriere es.
„Um dich zu töten und nicht um mit dir zu leben!“
„Du bist so niedlich.“
„Ich bin nicht niedlich!“, platzt mir der Kragen und ich stemme meine ganze Kraft gegen ihn, will ihn von mir stoßen und liege plötzlich unter ihm, seine Lippen ganz nah an meiner Schläfe.
„Aber natürlich, kommst du jetzt mit?“
„Nein!“
Er seufzt erneut. „Warum überrascht mich dein Verhalten nur nicht? Wir sollten etwas Essen gehen. Sonst garantiere ich für nichts.“ Sein Gewicht nagelt mich auf den Boden und ich kann nicht das Geringste tun um ihn daran zu hindern. Ein gehauchter Kuss und weg ist er.

Ich will ihm ja nicht folgen, aber wenn ich ihn töten will, dann muss ich das ja wohl. Nur an meiner Technik muss ich noch arbeiten. Die ist echt schlecht.

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Kommentare

xy schrieb am 2009-07-30 15:35:36:
tolle Story,aber seit wann gibt es enge Wände?
x-tina schrieb am 2009-03-02 19:51:28:
o.m.g
das is voll schön schreib gaaanz schnell weiter bidde
Mary schrieb am 2008-12-05 21:09:56:
Cool^^ Weiter so!

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