Die andere Kindheit
von
Anjaa19
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Melanie, rief ich meine Mutter hören komm bitte rein. Auch wenn ich keine Lust hatte und eigentlich noch viel lieber draußen geblieben wäre, ging ich rein. Meine Eltern und meine drei Geschwister saßen bereits am Tisch und ich setzte mich dazu. Ich nahm mir ein Brot und aß es trocken. Vor meinen Vater stand natürlich wieder die Bierflasche. Meine Mutter fragte mich, warum ich denn nichts drauf haben möchte, mein Vater antwortete schon für mich, lass sie doch wenn sie jetzt meint eine trockene Scheibe zu essen. Ich Ignorierte meinen Vater und widmete mich meinen Geschwistern. Mein Bruder fragte mich was ich mir den zum Geburtstag wünschen werden, ich sagte das ich mir den neuen Nintendo DS wünsche, doch schonwieder mischte sich mein Vater ein und sagte mir , dass ich mir das abschminken kann.
Noch drei Tage dann habe ich Geburtstag und ich werde endlich 10.
Doch an diesem Abend sprach ich das Thema nicht mehr an sondern ging nach dem Duschen sofort ins Bett.
In der Nacht wurde ich wieder vom Geschrei meiner Eltern wach. Ich hörte mir das eine weile an und schlief wieder ein. Am nächsten Morgen ging ich ganz normal zur Schule, doch ich spürte irgendwie das sich ab heute etwas ändern wird.
Auf den Weg nachhause ging ich bei meinem Lieblingsnachbarn vorbei, wie immer gab er mir eine Tüte süß, auf dem restlichen Weg naschte ich ein wenig und packte sie dann in meinen Toni. Als ich die Türe rein kam, saßen meine Geschwister und meine Mutter bereits am Tisch und warteten auf mich. Ich setzte mich ebenfalls an den Tisch. Meine Mutter fing an zu sprechen, wir vier saßen gespannt am Tisch. Sie erzählte und, dass mein Vater ausziehen wird da sie sich getrennt haben. Irgendwie freute ich mich doch ich war auch traurig.
Nach dem auszug wurde das Verhältniss zu meinem Vater besser und das freute mich natürlich.
Auch an meinen 10ten Geburtstag nahm er teil und es war ein unvergesslicher Tag.
Die Wochenenden verbrachte ich zusammen mit meinen Geschwister bei meinen Vater.
Irgendwann kam der Tag an dem bein Vater Geburtstag hatte. Mein Taschengeld sparte ich schon Monate vorher, damit ich ihm ein tolles Geschenk kaufen konnte.
Als ich dann an dem Tag vor seiner Türe stand, machte er mir die Türe nicht auf und drehte die Musik immer lauter, nach 3 Stunden machte ich mich wieder auf den Weg nach hause. Die nächsten Tage verliefen wie immer, ich ging zur Schule und spielte mit meinen Freunden, an meinen Vater dachte ich nur selten.
Wie jedes Wochenende schlief ich auch dieses bei meiner Freundin.
Am Morgen saßen wir auf der Couch die Mutter erzählte mir, dass mein Vater Tod ist. Ich zog mich sofort an und machte mich auf den Weg nachhause, zuhause angekommen saß meine Familie in der Küche.
Da ich keine lust auf die Leute hatte ging ich mein Zimmer. Die nächsten Tage waren hart doch irgendwann fing das Leben wieder normal an.
Irgendwann kam ich in die Pubertät und das Verhältnis zu meiner älteren Schwester wurde immer inniger. Wir wurden eine Herz und eine Seele, meine anderen beiden Geschwister wurden auch eine Herz und eine Seele und es wurde ein Machtkampf.
Mit meiner Mutter verstand ich mich immer Schlechter, sie sah mich als Rotes Tuch in meiner Familie. Warum das weiß ich bis heute nicht. Doch ich merkte immer wieder das ich an allem Schuld war und immer alles falsch gemacht habe.
Dann kam der Tag an dem meine Große Schwester meine Geliebte auszog. Und ich fing an ihren Freund zu hasse, denn damals dachte ich das er mir meine Schwester Genommen hat.
Mit meinen anderen Geschwistern verstand ich mich auch schlecht, ebenso wie mit meiner Mutter.
Ich verbrachte nur noch wenig Zeit zu Hause, denn da fühlte ich mich nicht mehr wohl.
Ich erinnere mich noch ganz genau an einen Tag, es war der 23. Dezember, alle saßen am Tisch und meine Mutter kam vom Arzt.
Die Diagnose Krebs im Endstadium. Meine Welt brach zusammen was wird passieren ? Meine Mutter die ich liebte, die mich aber hasste würde gehen für immer. Auch wenn ich mich oft mit ihr stritt wusste ich das mir das liebste genommen werden würde.
Heute bin ich 30 und mein Leben hat sich sehr geändert, ich habe 1 Kind und bin verheiratet, meine Eltern vermisse ich noch oft.
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Kommentare
kibz schrieb am 2010-09-02 12:30:08:
Bei mir ist es ziemlich ähnlich, abgesehen davon, dass ich erst 14 bin. Zwar lebt mein Vater noch, aber er ist kaum zu hause, lieber bei seiner Mutter. Mein Bruder verprügelt mich manchmal, wenn er etwas von mir nicht bekommt. Aber trotzdem halte ich zu ihm. Immer. Und seit dem meine Mutter auch arbeitet, fühle ich mich ziemlich allein. =(
araz.musa@gmx.de schrieb am 2010-09-01 12:18:58:
ein harte geschichte
Abbey schrieb am 2010-08-24 19:51:51:
Ich finde du hättest das ganze etwas einfühlsamer erzählen können, immerhin ist das eigentlich eine rührende Geschichte aber du erzählst das als wäre es ein Zeitungsartikel über das Wetter.
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