Die bösen Sieben (Luxuria)
von
Janice
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Hältst dich an deinen Dokumenten fest, zur Sicherheit mit beiden Händen und hoffst es vermag die Unsicherheiten, die bis in deine letzten Glieder gestiegen sind, zu verbergen. Du weichst mir dennoch gekonnt aus und versteckst dich in deiner Sprache hinter kalten, langen und schweren Worten. Hoffst es würde mich beeindrucken, mich überzeugen. Doch das tut es nicht! Und wann immer sich unsere Blicke treffen, und bei Gott - ich kann kaum von deinen Augen lassen … wann immer sich unser Blick trifft kann ich sehen was tatsächlich hinter deinen Augen abläuft und sehen wie deine tiefsten Ängsten und doch Begierden an dir nagen. Du weißt dass du sie hier nicht befriedigen kannst - nicht heute! - wirst nur ein weiteres male dich an ihnen mit deinen wunderschönen Augen laben dürfen. Doch du gehst aufs Ganze, als Gänge es darum mir zu beweisen wie sicher und geübt du darin wärest.
Bestimmt und völlig überraschend legst du deine Unterlagen aus der Hand und streichst mir die Haare zurück, legst mir sogar deine Finger auf die Lippen und deine andere Hand auf meinen Arm. Und ich weiß nicht, ob du dich daran festhalten möchtest, oder mir Sicherheit geben willst. Ich weiß nur, dass sie zittert und dein Griff dennoch bestimmt und fest ist, während du mit deinem Daumen über meine Haut streichst. Bist mir mit deinem Gesicht so nahe, und ich verliere mich in der Textur deiner Haut, in der Struktur deiner Haare und ja!, verliere mich in deinen Augen! Ich genieße deine Hand in meinem Gesicht - vergehe daran, wie du sie auf meiner Wange abstüzt! Ich frage mich was du vor hast, als du sie wieder von mir nimmst - sitze, nein! - liege - fast erwartungsvoll vor dir! Male mir im Kopf die empfindlichsten Stellen meines Körper aus, an denen ich deine Finger im nächsten Moment spüren würde - spüren will! Wehrlos, dir ausgeliefert! Will mich nicht wehren und fühle mich trotz meiner Ängste umso sicherer, je bestimmter du dein Ziel verfolgst.
Es sind nur wenige Zentimeter die uns trennen und ich folge deinen Pupillen wie sie da auf und ab blicken und sich jetzt immer wieder mit meinem Blick treffen. Ich kann deinen Atem spüren! Du wirkt sicherer, was mich irritiert aber beeindruckt! Sicherer, je näher wir uns kommen - verlierst deine Scheu und es kommt mir vor, als wandle ich mich von einem Menschen in ein Objekt deiner Begierde. Ich schaue auf deinen Körper, deine Schultern und starken Arme. Ich ergötze mich an deinem Gesicht! Ich sehe wie du nach deinen “Waffen” greifst und erdulde - Oh Gott nein! - ich sehne mich danach, dass du sie einsetzt! Ich giere nach Erlösung von meinem Leiden …
Doch da tut es schrecklich weh, und ich ertrage es nicht mehr! Es schmerzt! - also schaue ich dich vorwurfsvoll an. Du beruhigst mich, streckst die Waffen - legst auch das Instrument deiner Macht aus deiner Hand - und sie mir wieder auf meinen Arm. Und da stellst auch schon die ernüchternde Diagnose: “Karies! Da muss der Chef ran!”
Und ihn diesem Moment frage ich mich, ob er auch Wollust therapieren könnte?!
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Kommentare
mc_mo schrieb am 2009-07-06 15:11:51:
Ich find die Geschichte cool, sie ist zwar nicht erotisch aber trotzdem super!
sadangel schrieb am 2009-02-20 18:59:32:
schon raffiniert aber was hat des mit dem tital zu tun??
dessert schrieb am 2008-07-31 13:09:10:
raffiniert, aber nicht so meins.
blutsfeder@gmx.de schrieb am 2008-07-27 20:59:48:
Seehhr gut gelungen! Ich lache selten, und die Idee ist zugegebenermaßen schon häufig umgesetzt worden, aber du hast es wunderschön ausgeschmückt.
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