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Kategorien > Aus dem Leben > Gefühle

Die einzigsten Erinnerungen an Papa

von Diana Dewi

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Die einzigsten Erinnerungen an Papa
Es ist Sonntag abend und ich sitze hier,auf meinem roten Küchenstuhl vor meinem PC.Auf dem Wohnzimmertisch der nicht weiter hinter mir steht,brennen zwei weiße Kerzen.Im Hintergrund spielt der Recorder leise Schmusesongs und auf meinem Bauch liegt die Wärmflasche die mir den Schmerz von meiner Blasenentzündung lindern soll.Heute hatte ich im Radio gehört das es ein Erdbeben in Jakarta/ Indonesien gegeben haben sollte,viele Tote und viele Verletze.Bis jetzt hat Jeder der mich kannte darauf angesprochen ob unter den Opfer vielleicht auch mein Vater dabei gewesen ist,was ich leider immer nur mit einem Schultern zucken beantworten konnte.Ob ich mir Sorgen um ihn mache?das kann ich nicht beantworten,meine Väterlichen Gefühle ihn gegen über schwanken hin und her. Ich kannte ihn doch gar nicht,das letzte mal habe ich ihn gesehn als ich neun Jahre alt war und das liegt jetzt schon dreizehn Jahre her.....wow...dreizehn Jahre...was für eine lange Zeit.In all den Jahren haben wir hin und wieder telefoniert,dann den Kontakt zu uns Abgebrochen,dann aber wieder aufgenommen.Das letzte mal habe ich ihn letztes Jahr im Oktober gesprochen gehabt,an meinem Geburstag.Oh man, mein Geburstag,er hatte sogar meinen Gebrustag vergessen gehabt,ich hatte ihn angerufen um es ihn zu erzählen, sehr traurig.Er teielte mir mit dass ich eine kleine Schwester bekommen sollte,eine Welt brach für mich zusammen .Warum?meine beiden Brüder habe ich ja noch akzeptiert,sagen wir so,ich habe gelernt sie zu akzeptieren,aber eine Schwester?wohlmöglich nahm sie meinen Platz als seine kleine Prinzessin jetzt ein.Ständig frage ich mich weshalb er mich wollte,dazu muss ich hin zu fügen das ich ein Adoptivkind bin,meine Mutter war Zeugungsunfähig geworden und sie hatten sich halt so sehr ein Kind gewünscht.Da dies nicht klappte,flogen sie nach Indonesien und adoptierten mich.Obwohl er mir oft am telefon sagte wie sehr er mich doch lieb hat und mich vermißt,kann ich es ihn nicht glauben.Es gibt nur einen tollen Moment an den ich mich mit meinen Vater erinnern kann,der für einen Menschen den ich dass erzählen würde total öde klingen mag.Drehen wir mal dreizehn Jahre zurück:man sieht mich,damals neun Jahre alt und meinen Vater durch die Nacht spazieren,der Mond stand hell und klar am dunkel blauen Sternenhimmel.Ich fragte mich ob der Mond nur mit mir gehen würde und benefalls auch nur dann stehen bleibt wenn ich auch stehen bleibe,um dies herraus zu finden forderte ich meinen Vater auf stehen zu bleiben.Wie gesagt blieb er stehn und ich fragte ihn ob der Mond nun auch stehen bleibt werend ich weiter ging und er antwortete mit:ja!.Als ich ihn mein Frage schilderte sagte er:"Der Mond ist das Auge Gottes und wenn ich gehe,geht er mit mir und wenn ich stehen bleibe,wirft er sein Auge genauer auf mich.Genau so ist mit dir,wenn du gehst kommt Gott mit dir und wenn du stehen bleibst,dann wirft Gott sein Auge genau er dich".Damals habe ich es noch nicht richtig verstanden und fand die Erklärung nicht gerade plausibel, doch ich hatte eine Antwort und das genügte mir.Dass war das einzigste Erlebniss mit ihm,sonst gab es keine weiteren.Vielleicht noch eins und das war der letzte Tag an dem ich ihn sah,für mich ist es dass traurigste Erlebniss was es in meinem Leben bis jetzt gab.Es war der Tag als meine Mutter und ich aus Indonesien zurück nach Deutschland zogen,mir wurde es paar Minuten vor dem Flug klar,das ich meinen Vater nie wieder sehen werde.Stunden bevor unser Flieger los ging alberte er mit mir rum und jedes mal wenn er mir den Rücken zu drehte fing ich an zu weinen,sobald er sich wieder zu mir drehte wischte ich mir die Tränen aus dem Gesicht und tat so als wenn alles gar nicht so schlimm war.Warum?warum wollte ich damals nicht das mein Vater mich weinen sieht?wieso habe ich ihn damals nicht gesagt wie traurig ich doch darüber bin ihn zu verlassen?ich weiss es nicht,doch jetzt wünschte ich,ich hätte es ihn gesagt.Ebenfalls wünsche ich mir das ich ihn damals ganz fest in die Arme genommen hätte kurz bevor ich ins Flugzeug einsteigen musste.Ich kann mich nur noch daran erinnern wie sehr ich dann doch endlich weinte und nach ihn rief und ihn zu winkte als meine Mutter mit mir an der Hand durch den Eincheck ging,ich sah wie mein Vater zurück winkte und seine Tränen verzweifelt versuchte zu vertuschen indem er sich ständig durchs Gesicht wischte.Seit dem Tag habe ich ihn nie wieder gesehn und ja,ich vermisse ihn sehr. Krampfhaft verusche ich mich manchmal daran zu erinnern wie es doch war einen Vater gehabt zu haben,einen Menschen den du Papa nennen kannst.Ich weiss es nicht mehr......!

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Kommentare

andre-franck@t-online.de schrieb am 2008-03-13 18:29:23:
Nicht schlecht!!!
skyline schrieb am 2006-07-21 09:19:47:
super geschreiben es bringt einen zu nach denken und mitfühlen.
Lydia schrieb am 2006-06-19 16:01:36:
Hey,
Ich liebe deine Storys und ich finde es echt mega bega das du sie ins Netz stellst.
Yanto schrieb am 2006-06-04 14:03:11:
Wow hast die Geschichte ja wirklich ins netz gestellt.
Diana Dewi schrieb am 2006-06-02 10:44:58:
An Alle die dies gelesen haben,es ist eine wahre Geschichte.Ein Erlebniss was ich nur nieder schreiben kann,da es mir schwer fällt darüber zu reden.
Nana schrieb am 2006-05-31 19:05:24:
ja stimmt...man kann wirklich mit der person mitfühlen
Tatjana R. schrieb am 2006-05-29 18:35:48:
Bewegend. Man fühlt wirklich mit. Wahre Geschichte?

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