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Kategorien > Fantasy > Düsteres & Geheimnisvolles

Die gefallene Stadt

von JB Hawk

Telabran zog müde die Lider auseinander. Sein Schädel brummte furchtbar. Mann, war das ein Tag gewesen gestern! Göttlich! All die Wochen, Tage, Monate, die sie diese verfluchte Stadt belagert hatten, waren jetzt endlich vorbei. Es war eine langweilige Zeit gewesen. Sie hatten ihn ihren Zelten gesessen, hatten gewürfelt, Karten gespielt, ihre Schwerter und Dolche gewetzt und den Veteranen unter ihnen gelauscht, wie sie süße Geschichten aus der Vergangenheit erzählt hatten. Geschichten von Helden, die sie besiegt hatten, von Reichtümern, die sie erbeutet hatten, und von den schönen Frauen, mit denen sie ihren Sieg gefeiert hatten.
Aber wie sie da so im Schlamm gesessen und gelauscht hatten, wurde es immer klarer, daß dieser Augenblick für sie noch in weiter Ferne lag. Die Stadt ragte über ihnen auf mit ihren hohen Mauern aus rotem Lehm, die in der Sonne glühten wie heiße Kohlen und die im Abendlicht aussahen, als wären sie mit Blut getränkt. Jeden Tag saßen sie müßig herum, jede Sekunde darauf vorbereitet, daß jemand die Fanfare blasen und sie in den Kampf ziehen würden. Und Sekunde um Sekunde war verstrichen, ohne daß etwas geschah. Wein und Bier waren nur spärlich geflossen, jeder von ihnen wußte, daß es tödlich sein könnte, den besten Freunden des Soldaten zu sehr zuzusprechen, sollte es doch unerwartet zum Kampf kommen. Und so hatten sie sich von ihnen ferngehalten und ihre Messer gewetzt und den Geschichten gelauscht. Tag um Tag war ihr Appetit geweckt worden und Tag um Tag war ihnen die Befriedigung dieses Appetits verwehrt worden.
Die Stimmung war immer gereizter geworden. Die Männer hatten gegrummelt, einander gesagt, daß man nie wieder aus diesem Schlamm fortkäme, daß das letzte, was man sehen würde, die roten Lehmmauern dieser verfluchten Stadt sein würden. Dann waren die ersten Streitereien ausgebrochen. Zuerst kleine Wortgefechte um kleine Dinge. Wetteinsätze, schmutzige Stiefel, verschwundenes Eßgeschirr. Dann waren die Gefechte heftiger geworden. Lauter. Die ersten Handgreiflichkeiten. Ein Schubser hier, ein Knuffen dort. Dann die erste ausgewachsene Prügelei zwischen zwei Männern. Ihre Kameraden konnten sie gar nicht wieder auseinander bekommen. Jeder war von mindestens drei Männern zurückgehalten worden und dennoch hatten sie versucht, sich aufeinander zu stürzen. Die eine Partei war daraufhin gestolpert und hatte ihm Fallen ein ganzes Zelt mitgerissen. Die Besitzer des Zeltes waren herbeigestürmt und im Handumdrehen hatte eine ganze Gruppe von Soldaten aufeinander eingeprügelt. Der Hauptmann war gekommen und hatte von seinem hohen Roß steigen müssen, um sie alle auseinander zu bringen. Er hatte seine Männer wahllos am Schlafittchen gepackt und sie geschüttelt, hatte gebrüllt und verlangt zu wissen, was ihnen einfiele, sich gegenseitig kampfunfähig zu machen, wenn dort vor ihnen, keine tausend Schritte entfernt, ein Feind stand der nur darauf wartete, sie alle zu vernichten.
Die Männer hatten betreten geschwiegen, aber diese Demut hielt nicht lange vor. Schon kurz darauf waren die ersten unzufriedenen Stimmen laut geworden. Man sei nicht hierher gekommen, um im Schlamm zu schlafen. Man sei nicht hier, weil man den ewigen Regen so schätze oder die Gesellschaft der Kameraden. Man sei hier hergekommen um zu kämpfen, um wertvolle Dinge zu erbeuten, Frauen, Geld, gutes Essen. Und was hatten sie stattdessen? Das Gemurmel breitete sich aus wie eine Krankheit. Und es wurde immer lauter. Die Kämpfe wurden heftiger, Klingen wurden gegeneinander gezogen, der Hauptmann ließ einen Mann erhängen, der einem anderen das Bein offengelegt hatte. Und das stachelte die Männer nur noch mehr an. Sie waren keine Gefangenen! Sie waren Soldaten! Sie waren hier um zu kämpfen!
Und dann kam er endlich, der große Tag!
Es war im Morgengrauen gewesen, als die Sonne sich gerade anschickte, blutrot am Himmel zu erscheinen. Eine List war es wohl gewesen, die ihnen das Tor geöffnet hatte. Sie hatten bereitgestanden, waren angewiesen, keinen Lärm zu machen, hatten in gespannter Erwartung ihre Schwerter gezückt und sich nicht gerührt, damit die Eisenteile ihrer Rüstungen keine Geräusche machten. Niemand hatte ein Wort gesprochen. Alle hatten dagestanden und darauf gewartet, daß sich das Tor öffnete, und sie sich ihren Preis holen könnten. Die Luft war wie von Magie erfüllt. Sie war überall um die Soldaten herum. Man konnte jeden einzelnen von ihnen wahrnehmen, obwohl sie keinerlei Geräusch machten, man konnte den leichten Windhauch spüren als sei es ein riesiger Orkan, man roch den frühen Morgen, die erwachende Natur, man sah alles in unnatürlicher Schärfe. Und dann schwang das hohe schwarze Tor in der roten Mauer langsam auf. Trompeten schmetterten in Telabrans Gehörgang und der vielstimmige heisere Schrei der Kämpfer erfüllte wie ein Donner die Luft.
Telabran stimmte mit ein. Er schrie aus voller Leibeskraft und fühlte sich wie von unsichtbaren Schwingen getragen. Daheim war er der vierte Sohn eines Müllers, unbedeutend, unscheinbar, unbeachtet. Hier, hier war er ein geflügelter Gott des Todes, der mit seinem scharfen Schwert auf die Gegner herabsauste und das Leben aus ihnen trieb. Hier war er geachtet unter seinen Kameraden, die, genau wie er, den Tod austeilten an jene, die sich ihnen in den Weg stellten. Hier war er wichtig. Hier gehörte er dazu.
Er brüllte mit seinesgleichen und das gesamte Heer lief wie ein Mann hinab auf die Ebene und auf das Tor zu. Telabran gehörte nicht zu den ersten, die sich durch die Öffnung zwängen durften, aber der Widerstand schaffte es nicht, sie auf der Ebene zu treffen. Telabran lief in die Stadt hinein, gemeinsam mit seinen Kameraden, und stießen erst nach ein paar Straßen auf einen gegnerischen Kämpfer. Noch halb im Schlafgewand, nur den Schwertgurt hastig umgebunden, kam er ihnen entgegen. Für Telabran war er kein Gegner. Er schmetterte auf die Klinge des anderen ein, fand zwei, dreimal den Zugang zu einem vitalen Teil seines Körpers verwehrt, aber versenkte letztendlich sein eigenes Eisen in das weiche Fleisch des anderen. Mit befriedigender Leichtigkeit schnitt es ein und der andere konnte nicht mehr tun, als sein Maul zu einer jämmerlichen Fischgrimasse aufzureißen, aus der die Augen hervorquollen wie kleine Bälle, die von innen herausgepresst wurden. Er gab noch einen erstickten Laut von sich und Telabran zog sein Schwert wieder heraus um sich den nächsten Verteidiger vorzunehmen. Es war nicht seine erste Schlacht. Aber schon nach wenigen Minuten wußte er, es würde auf immer seine liebste sein. Es war einfach. Seine Gegner waren desorientiert und schlecht ausgerüstet und er schlachtete sie ab wie daheim die Schweine zu einem Festtag. Immer und immer wieder ließ er seine Klinge niedersausen und mehr Leben nehmen und sein Blut geriet immer mehr in Wallung.
Er war gut!
Er war der Beste!
Niemand konnte sich ihm in den Weg stellen. Er war ein Held! Ein verdammter Held!
Die Schlacht wogte vor und zurück, hin und her in den Gassen und Straßen. Der Geruch von Blut und Tod sammelte sich vor den einst ordentlichen und florierenden Geschäften mit ihren kleinen bunten Stoffdächern, die an einem normalen Tag kleine Tische mit Auslagen beschattet hätten.
Jetzt gehörte das alles ihnen. Sie waren die Herren hier. Sie konnten sich nehmen, was sie wollten, niemand konnte sich ihnen in den Weg stellen! Es war alles ihrs.
Dann ebbte die Schlacht ab. Kein Gegner stellte sich ihm mehr in den Weg und kein Schwert schoß mehr auf ihn zu. Er rannte weiter und weiter, auf der Suche nach neuen Gegnern.
Dann rannte plötzlich etwas vor ihm. Nackte Füße unter einem langen Rock patschten über die Steine. Glänzende Haare hingen über die Schultern bis auf die Hüften hinunter. Telabran rannte ihr nach. Die Jagd nach der Beute hatte begonnen! Sie schaffte es, ihm drei Straßen lang zu entwischen, aber er holte immer weiter auf, der Abstand zwischen ihnen wurde immer kleiner und dann hatte er sie. Er schnappte nach ihrem Handgelenk, wirbelte sie herum und warf sie mit seinem gesamten Gewicht auf den Boden. Sie zappelte und versuchte, mit den Händen sein Gesicht zu erwischen. Er drückte sie mit einer Hand auf den Boden und zerriß mit er anderen das Gewebe, daß zwischen ihnen beiden stand. Sein Glied war vor Erregung geschwollen. Ob es die Erregung des Kampfes war oder ob die Frau sie verursachte, das wußte er nicht und es war ihm auch egal. Er war ein Held. Er hatte diese Stadt genommen, sie gehörte jetzt ihm, mit allem, was darin war. Und er würde sie jetzt nehmen. Denn er wollte sie.
Er drückte mit den Knien ihre Schenkel auseinander und drang in sie ein, mit derselben befriedigenden Leichtigkeit, mit der er früher sein Schwert genutzt hatte. Er stieß und stieß und stieß, so wie er heute den ganzen Tag zugestoßen hatte, immer und immer wieder. Sie wand sich und zappelte, schrie und flehte, aber er würde sie nicht entkommen lassen! Sie war sein! Und das würde er ihre beweisen, nein, daß bewies er ihr schon.
Mit erstaunlicher Plötzlichkeit entleerte er sich und ließ sich erschöpft zurückfallen. Das war gut gewesen. Er atmete ein paar Mal tief und keuchend ein und aus. Die Frau lag reglos auf dem Boden. Telabran schloß die Augen und genoß die Euphorie, die durch seine Adern pulsierte. Dann hörte er, wie sie sich bewegte. Er öffnete die Augen nur um zu sehen, wie sie sich hochrappelte und von ihm wegzulaufen versuchte. Er erwischte sie, noch bevor sie zwei Schritte gemacht hatte. Er warf sie auf den Boden und schmetterte ihr seine Faust ins Gesicht.
Seins!
Sie war seins!
Und sie sollte das besser kapieren, sonst würde er sie umbringen. Er schlug wieder und wieder auf sie ein, bis sie ihren Platz kannte und wimmernd am Boden lag. Wo sie hingehörte. Weil er sie da haben wollte.
Die Erregung übermannte ihn und er drang wieder in sie ein. Diesmal zappelte sie nicht. Sie hatte begriffen.
Kaum das er fertig war, wurde er jovial von einem Kameraden begrüßt. Er schlug ihm auf die Schulter und reichte ihm eine Flasche Wein. Telabran deutete mit dem Kinn auf die Frau und setzte die Flasche an den Mund, während sein Kamerad sich an der anderen Beute labte.
Mehr Männer kamen und mehr Wein und Bier machte die Runde und auch ein anderes Getränk, scharf und brennend in der Kehle, und bald wurde das rhythmische Keuchen von lautem Lachen und Scherzen ausgeblendet.
Es war tief in der Nacht, bevor Telabran wieder einen Blick auf die Frau warf. Seine Sicht war verschwommen, er konnte nur undeutlich erkennen, wie einer seiner Kameraden sich stoßend zwischen ihren Beinen bewegte. Der Anblick erinnerte ihn an das süße Gefühl, das man davon bekam und ein Ziehen machte sich in seiner Leistengegend breit. Der Kamerad torkelte zurück in die Runde und genehmigte sich noch einen Schluck aus der Weinflasche.
Telabran kroch mehr als das er ging zu der Frau hinüber und betrachtete sie trunken. Ihr Körper glänzte weiß im Mondschein, außer dort, wo sich dunkle Flecken gebildet hatten. Ihre kleinen runden Brüste hoben und senkten sich einladend. Sein Blick wanderte hinunter zwischen ihre Beine. Mühselig kletterte er auf sie. Jemand hatte ihre Hände über ihrem Kopf zusammengebunden und sie an einem Eisenring festgemacht, der aus der Mauer ragte, vermutlich, um Pferde dort anzubinden. Er entblößte sich und preßte sich auf ihren Körper. Er konnte ihre kühle, weiche Haut fühlen. Und er nahm sie in Besitz. Sie zappelte fast gar nicht mehr.
Dann war er von ihr runtergerollt und mußte sofort eingeschlafen sein. Jetzt spannte sich über ihm nicht mehr die samtschwarze Decke der Nacht. Der Himmel war von einem blassen blau, wie man ihn oft an den ersten kühlen Tagen kannte. Der Wein und die anderen Spirituosen hatten ihm einen ordentlichen Kater beschert. Er grinste über sich selber. Aber es hatte sich gelohnt. Das war eine Feier gewesen, die jedes Warten wert gewesen war.
Mühsam setzte er sich auf und stützte den Kopf in die Hände. Uh, das tat weh! Er rieb sich das Kinn und sah sich schläfrig um. Ein paar Kameraden lagen ebenfalls hier in kleinen Pfützen aus Wein und Bier. Er grinste erneut bei dem Anblick. Ja, seine Kameraden hatten sich auch prächtig amüsiert.
Er sah sich nach der Frau um. Sie lag kaum eine Armlänge neben ihm. Ihre starren Augen waren blicklos auf den Himmel gerichtet. Von ihrem Kleid war fast nichts mehr übrig geblieben. Nur noch ein paar Fetzen an den Armen erinnerten daran, daß sie einmal was angehabt hatte. An ihren Handgelenken, dort, wo die Stricke festgezurrt waren, lugten blaue Ringe hervor. Auf der weißen Haut stachen sie unnatürlich heraus. Auch die anderen dunklen Flecken traten hervor wie anklagende Löcher auf einem makellosen Körper. Zwischen ihren gespreizten Beinen hatte sich ein regelrechter See aus Blut gebildet. Er war um ihre Beine geflossen, ihre Hüften und hatte sich von ihr fort ergossen, weiter auf die Straße herunter.
Auf ihn zu.
Er sah an sich herunter und sprang fluchend auf. Das rechte Bein seiner Hose war vollgesogen mit Blut, rot von der Hüfte bis zum Fußgelenk. Auch sein Glied, nur halb bedeckt, war auf ganzer Länge von getrocknetem Blut eingehüllt. Seine Knie, rot, dort, wo er zwischen ihren Beinen gehockt hatte. Er hatte nicht mal gemerkt, daß sie so geblutet hatte.
Telabran hatte plötzlich einen fiesen Geschmack im Mund. Er spukte aus. Er sollte wirklich nicht so viel trinken. Seine Mutter würde ihren Sohn nie in solch schmutziger Kleidung sehen wollen. Und sein Hauptmann erst. Er war kein Mann für Schmutz. Nein, der nicht.
Angewidert wandte er sich ab und ging.

Kommentare

maltz118@t-online.de schrieb am 2006-11-23 10:08:50:
mein 14jähriger sohn war so angetan von deiner geschichte das er sie promt für ein projekt in der schule benutzte. was natürlich für alle beteiligten unglaublich peinlich war. mein erster eindruck war, der autor braucht dringend ärzliche
hilfe.
sorry, man kann`s auch übertreiben!
viele grüße, eine besorgte mutter
Kill_EA@hotmail.com schrieb:
angenehm wenig rechtschreib- und grammatikfehler. deinen schreibstil, mittelaltrlich derb, dreckig und sehr bildhaft mag ich. Allerdings konnte ich keine Essenz in der Geschichte erkennen. Worum geht es? Ist es die Schilderung einer Schlacht als Bestandteil in einem größeren Kontext? Geht es um das Verhalten von Soldaten im Krieg?
Der Vergleich zwischen Koitus und Kampfverhalten ist interessant, aber hätte möglicherweise mehr ausgebaut werden können? Warum die Vergewaltigung und Telabrans Reaktion am nächsten Morgen? war dahinter ein tieferer Sinn, oder war es einfach eine objektive Beschreibung?
Hätte ich gerne aufgeklärt
ansonsten echt gut
leandra

ps. is ja echt standhaft, der knabe ;)
JBHawk schrieb:
Hi Leandra,

nein, es war nur so, daß Judith zu meinen Geschichten gesagt hat, daß die Bösewichte doch immer sehr platt sind (was wahr ist, aber mehr mit meiner Einstellung zu Bösartigkeit zu tun hat als mit einer Unfähigkeit meinerseits, auch in Bösewichten Menschen zu sehen) und daraufhin hab ich gedacht, ich schreibe mal eine Geschichte aus der Sicht des Bösewichts. Im Grunde ist es doch nur der Rausch der Macht, die den Quäler motiviert, Macht über andere zu haben, daß ist doch das "geile" daran.
Ja, so war das. :)
daratheis@web.de schrieb:
Hi JBHawk,
erstmal Textzeugs:
„wie sie süße Geschichten aus der Vergangenheit“ -> ich fand das „süß“ in Bezug auf die Geschichten etwas unpassend…
„den besten Freunden des Soldaten“ -> versteh ich nicht, wer sind die besten Freunde?
„Ein Schubser hier, ein Knuffen dort“ -> deine Soldaten scheinen ja richtig niedliche Kerle zu sein *gg, ich find die Formulierung passt besser zu Kindern…
„Es war im Morgengrauen gewesen, als die Sonne sich gerade anschickte, blutrot am Himmel zu erscheinen“ -> schöner Satz !
„Daheim war er der vierte Sohn eines Müllers, unbedeutend, unscheinbar, unbeachtet. Hier, hier war er ein geflügelter Gott des Todes,“ -> auch schön !
„und stießen erst nach ein paar Straßen“ -> entweder „und sie stießen..“ oder „und stieß“
„Er war ein Held! Ein verdammter Held!“ -> Ich weiß nicht, aber hier wurde mir Telabran wirklich 100% sympathisch *gg (nicht, dass er es nicht auch vorher schon gewesen wäre *g)
„Es war alles ihrs.“ -> „ihres“ klingt besser, aber ich weiß nicht ob es richtig ist
„Er drückte sie mit einer Hand auf den Boden“ -> ab da mag ich Telabran nicht mehr so sehr… liegt aber nicht an dir, ich mag nur allgemein solche Szenen in Geschichten nicht sonderlich
„Kaum das er fertig war“ -> dass/daß
„Dann war er von ihr runtergerollt und mußte sofort eingeschlafen sein. Jetzt spannte sich über ihm nicht mehr die samtschwarze Decke der Nacht“ -> hier hört die Rückblende auf… mein Problem war, dass du im Perfekt beginnst, dann einen Großteil des Rückblicks in Plusquamperfekt schreibst, aber die Vergewaltigung(en) und das Saufgelage sind wieder in Perfekt, so dass ich erst dachte, die Rückblende wäre schon vorbei…
„einem blassen blau“ -> Blau

Ja, ansonsten stimme ich Leandra zu, sehr wenige Fehler und deshalb schön zu lesen. Eine mal etwas andere Schlachtbeschreibung aber mMn ist es dir gut gelungen und ich fand die Geschichte, trotz einiger Szenen die nicht so meinen Geschmack getroffen haben, sehr gut. Etwas gewundert hab ich mich allerdings, dass sie so wenige Frauen da hatten… weil die Stadt ist doch belagert worden, da konnte also keiner fliehen… aber was soll’s, vielleicht waren die Kerls am anfang auch nur zu blöd, Mann und Frau auseinander zu halten und haben alles abgemetzelt *g
Was mir noch gefallen hat ist, dass die Beschreibung und das Verhalten der Männer sehr realistisch gewirkt haben (auf mich zumindest), ich fand es nicht übertrieben brutal oder so.
Also, hat mir gut gefallen, die Geschichte, der Stil, und mir hat es auch nichts ausgemacht, dass dahinter kein größerer Sinn steckte.. so schreib ich ja auch gern *gg

Liebe Grüße, Lanna
engelchen_lain@web.de schrieb:
Saniama!
Ich liebe Schlachtbeschreibungen im allgemein, aber diese hier habe ich besonders gern. Mal ein Mensch der vor Grausamkeit (bzw. brutalen Sexszenen) nicht zurückschreckt, auch wenn ich beizeiten nicht so begeistert von der fortwährenden Vergewaltigung war, sie dauerte einfach zu lang. Oder er schlief einfach zu oft mit der Frau oder so was. Einmal hätte doch wirklich gereicht...
Kleine Fehlerberichtigung:
- hatte ihm Fallen ein ganzes Zelt... – im Fallen
- von seinem hohen Roß... - Ross
- ... sich gegenseitig kampfunfähig zu machen... – kampfunfähig hört sich so nach Computerspiel an oder nach Rollenspiel, passt nicht ganz zu den anderen Wörtern, aber mir fällt jetzt auch kein Ersatz dafür ein.
- Fischgrimasse – noch so ein Wort, was ich nicht mag. Hört sich seltsam an.
- ... kein Schwert schoß mehr zu ihm auf – schoss
- .. zerriss mit der anderen das Gewebe, dass sich zwischen ihnen beiden stand... – Kleid oder Kleidung oder Gewand hätte sich besser angehört. Bei Gewebe musste ich erst mal kurz überlegen, was du meinst
- ...entleerte er sich.. – ein überaus interessanter Ausdruck für das Geschehen, nicht schlecht, ein bisschen lustig...
- Seins! Sie war seins! – das fand ich besonders schön, ebenfalls die darauf folgende Machtergreifung. Ich bin froh, dass Männer heute nicht das gleiche Gedankengut in sich tragen und dass es nicht mehr erlaubt ist, Frauen zusammenzuschlagen...
So, dass war’s dann auch schon, wirklich wunderschön, ich würde gern mehr von dir lesen...
Alles Liebe, Lain
schrieb:
Deine Wortspielerei gefällt mir recht gut. Kann man nur loben... weiter so
sonnenkind90 schrieb:
Ich finde es ein bisschen schade dass keine richtige Handlung vorhanden ist. dein schreibstil ist toll, doch ist es schade dass die Hauptperson ein Tyrann ist. ich habe bereits zwei weitere geschichten von dir gelesen und ich muss ehrlich sagen: Du kannst es einfach.
Nur haben mir "Der Wahnsinn der Alten" und "Ritter Linßel (oder wie auch immer)" besser gefallen, weil es dort um starke Persönlichkeiten geht, die nicht einfach irgendwelche Frauen zusammenschlagen oder sie vergewaltigen (mal abgesehen von Nebenpersonen).
Ansonsten: Hut ab
Viele grüße

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