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Kategorien > Fabeln & Märchen > Der andere Blickwinkel

Die kleine Schnecke

von Oliver Dauterich

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Oft hatte die Mutter der kleinen Schnecke vorm Schlafengehen von dem sagenhaften Land erzählt, in welchem der Salat wächst, soweit das Auge reicht.
Eines Tages machte sich die kleine Schnecke auf, um das wunderbare Schneckenschlaraffenland zu finden und dort glücklich zu werden.
So verabschiedete sie sich von ihren Eltern und der Wiese, auf der sie ihre Jugend verbracht hatte.
Nach einem ihr endlos vorkommendem Marsch, erblickte sie eine Amsel am Himmel und rief herauf: "Heh du, Amsel! Kannst du mir sagen, wie weit es noch bis zu dem sagenhaften Salatland ist ?"
"Was willst du denn dort ?" Fragte die Amsel, "komm lieber mit mir zu dem großen Busch mit den leckeren, roten Vogelbeeren. Die sind tausendfach besser als Salat."
Also folgte die Schnecke der Amsel zu dem Busch am Rande des Waldes. Dort angekommen, hatte der Vogel sein Mal schon lange beendet und war wieder davongeflogen.
Nun konnte die Schnecke aber die so hoch über dem Erdboden hängenden Beeren nicht erreichen. Sie stemmte sich auf ihr Hinterteil und reckte die Stielaugen. Man stelle sich nur einmal vor, sie versuchte sogar zu hüpfen, was nun für eine Schnecke gänzlich unmöglich ist.
Ein Eichhörnchen auf einem naheliegenden Baum beobachtete das Schauspiel eine Weile und rief dann: "Du da unten, warum versuchst du denn diese schrecklichen Vogelbeeren zu erreichen ? Das ist doch kein Futter. Folge mir und ich zeige dir die besagten Nüßchen des ganzen Waldes."
Da die Schnecke langsam richtigen Hunger bekam, überlegte sie nicht lange und machte sich auf den Weg, welcher für sie wieder sehr lange und anstrengend war und dem Eichhörnchen ein Höchstmaß an Geduld abverlangte. Doch schließlich kamen sie doch an einem großen Haselnußstrauch an.
Viele der Nüßchen lagen zwar auf dem Boden aber so sehr die kleine Schnecke sich bemühte, sie konnte die harte Schale nicht öffnen. Ohne Zähne war ihr nicht nahe zu kommen und auch der Versuch die Schale mit ihrem Gewicht zu sprengen, indem sie mit viel Mühe auf die Nuß kletterte, schlug fehl.
Aus dem hohen Gras am Rande der Lichtung, kam ein Lachen und kurz darauf zeigte sich der Kopf eines Fuchses.
"Was soll das Gekämpfe mit den langweiligen Nüssen? Die sind es doch der Mühe nicht wert. Komm lieber mit mir auf die Jagd, das ist viel aufregender."
Also ging die kleine Schnecke zum Fuchs und duckte sich neben ihm in seinem, Versteck.
Die Beute ließ nicht lange auf sich warten und der Fuchs schlug eines der drei Kaninchen, nachdem er es kreuz und quer bis zur anderen Seite der Lichtung gejagt hatte.
Für die Schnecke ging das alles viel zu schnell und bis sie die Lichtung überquert hatte, lag der Fuchs mit dem Kaninchen im Bauch faul im Gras. Die Anderen waren natürlich längst verschwunden.
Hungrig und völlig am Ende ihrer Kräfte, erinnerte sich die kleine Schnecke an die Geschichte ihrer Mutter und sie schleppte sich müde weiter.
Nach einer Weile eröffnete sich ihr hinter einem Stein der wunderbare Anblick des Salatlandes und für eine Schnecke ist ein Salatbeet von Schrebergartengröße einfach riesig.
Nachdem sie sich satt gegessen und ausgeruht hatte, mußte sie feststellen, daß sie im Kreise gewandert war und nur ihren Weg geradeaus hätte fortsetzen müssen, an der Stelle, an der sie die Amsel getroffen hatte.

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Kommentare

Sammy schrieb am 2009-06-11 13:07:58:
Hast wohl nicht viel daheim zu sagen, daß du hier den Oberlehrer spielen musst.
Wir schreiben hier alle zum Spass und um anderen unsere Geschichten zu präsentieren, nicht um einem verknöcherten möchtegern-Deutschlehrer die Chance der selbstbeweihräucherung zu geben.
schrieb am 2009-01-01 18:21:09:
Der Text enthält Fehler, z.B. Kommafehler, Rechtschreibfehler (Mahl) und Ausdrucksfehler (was sind denn "die
besagten Nüsschen des ganzen Waldes"?).

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