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Kategorien > Andere Welten und Fantasy > Magie

Die schreckliche Wahrheit

von Xenia Bauer

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Mit großen, verstörten Augen saugte Valentina (kurz: Val) Carstens Anblick auf. Das Rudel Wölfe sprang immer noch um ihn herum. "Carsten!", flüsterte sie und mit diesem einen Wort brachte sie tausend andere ungesagte Dinge zustande. Natürlich kam keine Antwort. Rasender Zorn packte sie. Sie war wütend auf diese Wölfe, auf Gott, dass er nichts gemacht hatte und auf sich selber. Sie fiel auf den steinigen Boden und die Tränen konnte sie nicht zurückhalten. Sie trommelte mit den Fäusten auf den Boden ein, schrie und schluchzte. Ein Wolf sprang sie an
und plötzlich hatte síe die Kraft eines Bären. Sie schleuderte ihn mit einer Hand beiseite und ein blauer Lichtstrahl zuckte aus ihrer Hand direkt in das Herz des Wolfes. Er fiel auf den Boden und blieb genauso regungslos wie Carsten liegen. Verwirrt und ungläubig blickte sie auf ihre Hand.
Mit einem Gefühl von großer Macht stand sie auf und machte den anderen Wölfen das Garaus.
Carsten lag noch immer mit geöffneten Augen dort und mit aufgerissenem Körper. Sie kniff die Augen zu. Das war alles ein schrecklicher Albtraum. Es gab keine Magie. Doch als sie die Augen wieder öffnete, war alles wie vorher. Alles war echt. Konnte sie mit ihren Zauberkräften Carsten heilen? Ihn wieder aus dem Tod, dem Jenseits zurückholen? Sie war ratlos, wusste nicht, was sie tun sollte. Doch in ihren Augen konnte man die Entscheidung lesen. Sie legte ihre Hände auf Carstens Kopf und konzentrierte sich. Sie sah, wie ein heller Schein sich um Carstens Körper legte, wie seine Wunden sich schlossen und das Blut auf dem Boden verschwand. Ein Ruck ging durch ihren Körper und sie fand sich in einem schwarzen Nichts wieder vor. Wo war sie? Wo war Carsten? Ein stetiges Summen dröhnte in ihr Ohr. Sie rannte, rannte und rannte.
Doch sie kam nirgendwo an. Wieder ging ein Ruck durch ihren Körper und sie war wieder neben Carsten. Er sah gesund aus, schlug die Augen auf und sagte: " Wer bist du? Wer bin ich?"
Val schaute erschrocken auf ihn. Er konnte sich an nichts erinnern. Warum nicht? Er konnte doch nicht sich selber oder Valentina vergessen haben. Tränen liefen aus ihren Augen. Sie lief weg, ließ ihn allein. War sie schuld daran, dass er sein Gedächtnis verloren hatte? Diese blöde Magie.
Für was lebte sie, wenn Carsten sich nicht an sie, an ihre Liebe erinnern konnte? Sie legte ihre
Hand auf ihr Herz und ließ einen blauen Blitz aus ihrer Hand zucken. Das letzte, was sie spürte, war tiefer Schmerz und seelische Qualen. ENDE

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