Die siebte Kugel des Bösen II
von
manfred stiller
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Die siebte Kugel des Bösen II
Der schwarze Jäger hatte die Freikugeln an sich genommen. Unterwegs entdeckten sie eine Rotte Wildschweine. „Ich schieße auf die erste Bache, wenn sie auseinander stürmen nimmst Du die letzte, das kann nur gelingen wenn die Freikugeln wirklich echt sind.“ Nach dem Schuss des schwarzen Jägers flitzten die Schwarzkittel davon. Max bekam den letzten kaum ins Visier. Unter normalen Umständen war kein vernünftiger Schuss mehr zu platzieren. Aber die Bache fiel ins Gras, ausgezeichneter Treffer. Nach einer Weile sahen sie ein Rehkitz bei der Mutter saugen. Ein wunderbares Bild des Waldfriedens. „Einmal ist Zufall, ich erschieße das Kitz, wenn Du die Mutter triffst, wenn sie aufgehetzt davon springt, ist der Bewies erbracht.“ Max wollte nicht, aber der schwarze Jäger war schneller und Max erlegte das Reh. Vier Freikugeln waren damit verbraucht.
Das Fest des Probeschusses und damit die Hochzeit von Anne und Max rückten immer näher. Viele Gäste waren schon anwesend, darunter auch der Fürst, der die Prüfung abhalten wollte. Aus der Einsiedelei war der ehrwürdige Eremit herunter gekommen. Er war seid vielen Jahren mit der Försterfamilie verbunden und würde die Trauung vornehmen. Die Näherinnen passten Anne ’s wunderbares Brautkleid an. Aber jede Nacht hatte Anne schreckliche Albträume: Sie war eine weiße Taube und ihr Liebster erschoss sie. Ihre Freundinnen neckten sie: „So ist es nun mal, wenn man heiratet, hat man riesige Aufregung und die Freiheit muss man aufgeben.“ Vor Max verbarg sie ihre Angst, aber der Eremit sah ihr an, dass sie etwas bedrückte.
Aber dann am Tag der Hochzeit schien die Sonne, alle waren bester Laune und die Sorgen waren vergessen. Der Eremit war bei Anne, damit sie noch beichten konnte, als die Schachtel mit der Hochzeitskrone kam. Er öffnete sie für Anne und wurde vor Schreck stocksteif. In der Schachtel lag nicht der weiße Brautkranz, sondern ein schwarzes Totengebinde. Schnell ließ er die Schachtel unter einen Vorwand verschwinden. Hier ging etwas nicht mit rechten Dingen zu. Alle seine Sinne waren angespannt wie Stahldraht und hellwach.
Unterdessen ärgerte der schwarze Jäger Max mit den Freikugeln, er wollte sie ihm nicht geben. „Sieh‘ die räudige schwarze Katze.“ Wamm, die fünfte Kugel. „Gib mir doch die Kugeln.“ „Warte doch, eine reicht ja.“ Wamm, ein schnürender Fuchs weit auf dem Feld, die sechste. „Ist doch besser der Fuchs, als ein kleiner Jagdunfall und ich werde Förster, Ha, Ha, Ha.“ Ärgerlich griff sich Max die letzte Kugel. So wurde ihm die verhexte siebte zugespielt.
Der Festplatz geschmückt, die Jäger standen in Sonntagsuniform Spalier. Nur der schwarze Jäger fehlte. Er hatte sich in einem Baum versteckt um alles genauestens überblicken zu können. Der Tag der Rache war da.
Anne zog nun rasch das prachtvolle strahlend weiße Brautkleid über, das ja vorher niemand sehen sollte. Aber da, auf einmal flatterte sie als weiße Taube durch das Fenster davon.
„Aufgepasst, “ rief der Fürst, „ der Prüfungsschuss soll auf die weiße Taube sein.“ „Schieß nicht Max. Ich bin es doch, Dein Liebchen. Schieß nicht.“ Aber die Menschen konnten keine Tauben verstehen und Max riss das Gewehr hoch.
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Kommentare
manfred stiller schrieb am 2011-09-22 11:06:54:
Autor manfred stiller ist 2x eingetragen. deshalb "Autor manfred stiller" suchen und bei: die siebte kugel des bösen weiterlesen.
entschuldigt das kuddel-muddel.
manfred
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