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Kategorien > Humor > Sonstiges

Die tragische Geschichte des Michael Ballack und s

von Aurelie

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Am Morgen des 9.6.2006 wachte Michael Ballack früh auf, was verständlich war. Denn an diesem Tag sollte das Eröffnungsspiel der FIFA WM stattfinden. Deutschland würde gegen Costa Rica spielen. Michael war sehr aufgeregt, fast wie damals, als er im Musikunterricht vorsingen musste. Aber nur fast so aufgeregt.
Um sich zu beruhigen stieg Michael aus dem Bett und ging auf den Balkon seines Hotelzimmers. Er ließ seinen Blick über die Innenstadt Münchens gleiten und blieb dann am Fußballstadion hängen. Es war erst 6.30 Uhr und er hatte noch 1.30 Stunden Zeit, bis sich die Mannschaft zum Training traf.
Doch auch die Aussicht über die Großstadt machte keinen beruhigenden Eindruck auf Ballack. Er ging zurück in sein Hotelzimmer und schaltete den Fernseher an. Eine extrem bescheuert aussehende Frau verkündete strahlend, mit „Wasserfix“ würde das Wasser in den Toiletten sich selbst säubern. Gelangweilt zappte Michael weiter. In einem kleinen Zimmer saß ein Student, der am nächsten Morgen eine wichtige Prüfung schreiben würde. Zur Beruhigung wurde ihm empfohlen Joga zu machen. Fasziniert sah Michael zu, wie sich der Student in seltsame Stellungen setzte und sich seine Gesichtszüge langsam entspannten.
Es dauerte einige Minuten, bis Michael begriffen hatte, dass das die Lösung war! Er würde einfach ein bisschen Joga machen und schon würde es ihm besser gehen!
Voller Begeisterung fing er an, die seltsamen Stellungen des Studenten nachzumachen. Bei einer besonders schwierigen Übung geschah es dann: Michael versuchte, sein linkes Bein über den Kopf zu ziehen. Doch da Michael davor keine Dehnübungen gemacht hatte, verzerrte er sich die Wade!
Nachdem er erstmal bitterlich geweint hatte, beschloss er, seine Mutter um Rat zu fragen. Also griff er zu seinem Handy und wählte die Nummer seiner Eltern. „Ballack“, meldete sich seine jüngere Schwester Leopoldine. „Hallo, ich bin’s, Michael“, verkündete er. „Oh nein!“, schrie seine Schwester und legte auf.
Jetzt war er völlig verzweifelt und außerdem tat seine Wade brutal weh. Warum konnte Leopoldine ihn nur nicht leiden, überlegte Michael. Vielleicht weil er ihr vor ein paar Monaten ein Autogramm von sich geschenkt hatte? Sonst wollten doch auch alle Leute Autogramme von ihm haben...?
Michael blickte auf die Uhr und stellte fest, dass er zum Training musste. Er humpelte die Treppen des Hotels hinunter und traf in der Eingangshalle auf Kevin Kurányi. Dieser hatte verheulte und verquollene Augen. Wortlos fielen sich die beiden Fußballer in die Arme und heulten erstmal 5 Minuten. Unter den Schluchzern von Kevin verstand Michael etwas von „WM“, „nicht aufgestellt“ und „Arschloch“. So fand Jürgen Klinsmann die beiden. Zuerst wieß er Kevin an, seine Sachen zu packen. Dann wandte er sich Michael zu und fragte mit väterlicher Stimme: „Was hast du denn, Michael?“ Schluchzend erzählte Michael vom Joga und seiner Wade. Klinsmann musste dagegen ankämpfen, nicht lau loszulachen. Doch das fiel Michael zum Glück nicht auf. Freundlich erklärte Klinsmann Michael, dass man das so niemandem erzählen könne, denn es wäre zu peinlich für den berühmten Michael Ballack, wenn alle Welt erfahren würde, dass er sich beim Joga verletzt hatte... So ganz verstand Michael das zwar nicht, doch er willigte ein, mit zum Training zu kommen.
Im Stadion verlangte Klinsmann, er solle ganz normal beim Training mitmachen und so tun, als ob alles in Ordnung wäre. Irgendwann (am besten, wenn einige Reporter da waren und das Training beobachteten) solle er dann so tun, als würde er sich die Wade während dem Training verletzen. Es tat zwar ziemlich weh beim Training mitzumachen, bis die Reporter kamen, doch dann tat er sehr überzeugend dass, was der Trainer ihm befohlen hatte.
Die Reporter waren begeistert davon, schon vor dem Eröffnungsspiel eine Story zu haben. Während Michael von Sanitätern betreut wurde, redeten die Reporter von der „Wade der Nation“. Das verstand Michael nicht, es war ja seine Wade! Aber es gefiel ihm, wieder mal im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit aller zu stehen. Während Jürgen Klinsmann wichtigtuerisch erklärte, Ballack könne am heutigen Abend nicht am Spiel teilnehmen, legte dieser eine beeindruckende Szene hin, die Millionen Zuschauer im Fernsehen verfolgten.
So wurde der 9.6.2006 nicht der „Tag der Eröffnung“ sondern der „Tag der Wade“.

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Kommentare

Irgendjemand schrieb am 2008-03-16 18:17:09:
War schon lustig, besonderes das mit der "Wade der Nation".^^
Nur schreibt man "Joga" denn nicht mit Y?

ciao.
ICH schrieb am 2006-10-10 23:56:37:
DIE GESCHICHTE IS IWIE SEHR STUMPF
Stefanie Müller schrieb am 2006-08-07 18:39:42:
Das ist ja eine ganz entzückende Geschichte. Mein Sohn ist auch nicht so begeistert Von Michael Ballack und so habe ich ihm diese wirklich tolle Geschichte gezeigt. Er konnte sich kaum noch halten vor Lachen.
Wirklich, sehr gelungen!
Mfg, Stefanie
Herbert Moser schrieb am 2006-07-20 12:30:04:
Ich finde die Geschichte ganz amüsant. Der feine Humor entspricht genau dem, was ich mag. Wirklich, Frau Aurelie, ich musste sogar ein bisschen schmulzelt, als ich das las. Hiermit ein großes Lob von mir.
Hochachtungsvoll,
Herbert Moser
die ganz arg tolle schrieb am 2006-06-28 14:01:49:
woher nimmst du die ernsthaftigkeit die du in dieser dramatischen geschichte integriert hast??? das verwunder mich nun doch ein wenig da dieses nicht der gewohnheit von dir entspricht finde ich. aber nun gut ich akzeptiere deinen wandel und beglückwünsche dich hiermit! *glückwünschewünsch*
die Wunderbarste Tollste und Allerintzeligenteste!!!

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