Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Einfach mal so > Keine Bestimmte

Die traurigste Wahrheit von allen

von Audrey

1 2 3 4

Die traurigste Wahrheit von allen...
"Bleiben sie ganz ruhig, Mrs. Fescoat. Holen Sie tief Luft und fangen sie wann immer Sie wollen an zu erzählen." Jessica sah sich in dem Raum um. Was sollte sie hier? Sollte sie die ganze Geschichte noch mal erzählen? Alles nochmals durchleben? Warum ließen sie die Leute nicht in Ruhe?! Sie saß an einem grauen Tisch. Neben ihr stand ein gefülltes Glas Wasser. Vor ihr saß der Officer mit dem Diktiergerät. Wie war sein Name? Mr. Gra.. nein Grey war es gewesen. Er starrte sie mit seinen kleinen Augen an. Blödmann, dachte Jessica unwillkürlich. Hinter ihr rutschte ihre Mutter unruhig auf ihrem Stuhl herum. Jessica hingegen wippte nur leicht mit dem überschlagenen Bein. Sie hatte Angst vor ihren Gedanken. Vor der Wahrheit, die sich tief in ihr Gedächtnis eingeprägt hatte.
Jessica holt Luft und sucht sich einen Punkt auf dem langweiligen Tisch und beginnt, leise, zu erzählen:
<<"Jessy, das Leben ist nicht leicht!", seufzt meine Freundin mal wieder. Ich nicke nur. Meine Gedanken sind ganz woanders. Sie schweben bei meinem Freund Chris. Christian ist sehr sensibel und einfühlsam. Wir sind jetzt schon ein ganzes Jahr zusammen. Nächsten Mittwoch ist es so weit. Doch irgendwie macht mich das nicht glücklich. Ich weiß immer noch nicht, wie das alles geschehen konnte...? Und dann so schnell und...
"..Und dann meinte meine Mutter, ich solle meinen Hamster fressen!" Ich starrte Sophie an.
"Was?!"
"War nur ein Scherz! Ich wollte gucken ob du auch zuhörst, oder du nur so gedankenverloren auf mein Dekolleté starrst!" Sie fing laut an zu lachen als mir die Röte in den Kopf stieg.
"Tut mir Leid! Dir kann man nichts vormachen!"
"Doch,", erwiderte sie. "Aber die Anderen können es besser!" Ich lächelte auch und stand vom Sofa auf. "Lust auf Chips und Cola?", rief ich Sophie auf dem Weg zur Küche zu. Ich wusste, sie würde bejahen und holte wieder in meinen Gedanken versunken eine Schüssel heraus. Ich war eigentlich nur in die Küche gegangen, um eine Zeit lang überlegen zu können. Wie in letzter Zeit oft, ging es um Chris. Als er am Donnerstag bei mir war, saßen wir auf meinem Bett und quatschten über alles und Jeden! Ich liebte Chris dafür, dass ich mit ihm über alles reden konnte. Ich liebte ihn, weil er mich zum Lachen brachte und wir unternahmen sehr viel miteinander. Mal war er der Kavalier, Romantiker, der Schameur, dann mal der raue männliche Typ. Ich ließ mich von ihm verwöhnen und verwöhnte ihn. Es war eine so friedliche Zweisamkeit, voller Wärme und...
"Sag mal, sind die Chips verschimmelt?", fragte Sophie von der Tür aus. "Oder wieso guckst du schon seit fünf Minuten in die Tüte!?"
Ich schüttelte den Kopf. Ich hatte mir vorgenommen nichts zu überstürzen...
"Komm mit.", flüsterte ich, als ich an ihr vorbei ging. Sie folgte mir zu einem kleinen Zimmer im Keller, indem hunderte von Bücher standen. Es war meine "kleine Bibliothek", wie ich den kargen Raum, bestückt mit Kissen nannte. Auch wenn meine Mutter dachte, ich würde den Raum meiden, war er mein Lieblingsraum im Haus an der Clare-Avenue. Doch was wusste die schon? Sie war ja nie zu Hause! In der hintersten Ecke ließ ich mich auf die gelben und roten Kissen fallen und sah Sophie, die es mir gleich tat an. Ich fand sie wunderhübsch. Ihre langen braunen Haare fielen leicht auf ihre Schultern und sie hatte so eine Art mich anzusehen. Als sei die Welt schon traurig genug, ohne dass ich auch noch traurig wäre.
Ich führte meine Hand langsam zu meiner Schulter, und streifte mein Top zur Seite. Sophie riss ihre grün Augen auf, um die ich sie so sehr beneide.
"Wer hat dir das angetan?!", rief sie wütend und entsetzt zugleich. Langsam strich sie über den gelb grünen Fleck. Mich durchfuhr ein harter Schmerz, wobei ich in dem Moment nicht wusste, ob er von der Wunde stammte, oder von meinem Herzen.
"Es tut mir Leid! Es tut mir Leid...", sagte Sophie und berührte meine Wange. Hatte ich geweint? Ich weiß es nicht. Sie nahm mich in die Arme und ich begann ihr flüsternd zu erzählen:
"Als Chris vorgestern bei mir war, hatte er einen Film mitgebracht. Er hieß: Nur noch der Tod! Ich mag Gruselfilme nicht, doch wollte ich ihm einen Gefallen tun, was war so schlimm daran? Einmal konnte ich doch wohl einen Gruselfilm sehen! Naja.. So in der Mitte vom Film klammerte ich mich schon fest an ihn, da wurden ein paar weiße Leichen gezeigt. Sie waren bei eine Autopsie und mir lief ein Schauer über den Rücken. "Keine Angst", flüsterte Chris. Ich lächelte und drückte seine Hand. Weißt du ich habe mich total wohl gefühlt! Es sind diese warmen Momente. Nun die Szene war vorbei und Kämpfe fanden statt. Eigentlich all diese Ekelhaften Sachen die ich nicht sehen mag! Aber gut, ich sagte nichts. Dann wurden wieder Leichen gezeigt, wobei ich hörte, wie Chris plötzlich ganz leise flüsterte: "So sehe ich dann also aus!" Ich hätte es nicht gehört, wäre ich nicht ganz nah an sein Gesicht gegangen! Ich ließ seinen Arm los und sah in sein Gesicht. Weißt du er ist vom Ski fahren ganz braun und seine Wangen waren leicht rot. Er sah so gut aus, doch ließ mich diese Bemerkung nicht los.
"Wie hast du das gemeint?!", fragte ich. Er starrte nur an die Mattscheibe. "Chris?" Er zog seinen Arm weg. Ich richtete mich auf. "Ist alles okay?!" Er sah mich an. Seine Augen waren ganz groß.
"Ich meinte damit, dass wir alle mal so aussehen werden. Keine Sorge und guck dir den Film mit mir an." Ich fand das etwas frech, aber du weißt doch wie ich bin."
"Ja! Du lässt dir von meinem kleinen Bruder an den Po greifen! Also Jessica Fescoat, ich hatte ihm dafür eine gescheuert! Aber richtig!" Sie lachte ihr helles Lachen, dass so gar nicht zu ihrer Stimme passte. Wollte ich auch lachen? Hatte ich gelacht? Ich weiß nicht, ich habe wahrscheinlich gegrinst. Es war dann eine Weile ruhig und ich rief mir die nächsten Erinnerungen in den Kopf.
"Ich habe dann nicht mehr so auf den Film geachtet, und versucht, Chris von der Seite anzusehen, aber er hat nichts besonderes gesagt. Ich hab mich auch echt schlecht gefühlt. Sag ehrlich, nerv ich dich manchmal?", fragte ich sie. "Lass mich überlegen...", sagte sie. Die Ironie war fast deutlich zu sehen, so gut spielte Sophie sie. Sie kann echt gut schauspielern und singen.
"Nein, Jessy, du nervst mich nicht, und das müsstest du wissen!", meinte Sophie nun ernst. "Aber erzähl weiter, hat er dich etwa geschlagen?!" Ich habe den Kopf geschüttelt. Ich weiß nicht wieso.
"Als wir uns nach dem Film dann gegenüber saßen, habe ich mich entschuldigt. Er hat nur genickt und sein Wasser getrunken. Okay, ich wusste, er war sauer. Da lässt man ihn lieber in Ruhe, weil er manchmal..." Doch Sophie unterbrach mich.
"Hat er dich geschlagen?" Ich zögerte, dann sagte ich: "Es war nur ausversehen!" Sophie holte laut Luft. "Nein bitte! Ich wollte ihn umarmen und da hat er mich weg geschubst! Ich bin dass vom Sofa gerutscht und gegen die Tischkante." Sophie

1 2 3 4

Kommentare

hexe schrieb am 2007-01-13 15:41:41:
ich gebe clark recht! bei solchen geschichten sollte man nicht auf alle fehler erpicht sein. man sollte solch geschichten verschlingen und speichern weil diese hier zum beispiel echt gut ist!
melody schrieb am 2007-01-11 13:50:14:
ich find doof dass er sich umbringt, aber wenn man audreys geschichten so liest, sind alle ein bisschen ...traurig und so, ne Audrey?

hab euch aaalle lieb, geschichten-freunde!
clark schrieb am 2007-01-08 20:05:23:
@Nymphe:


stimmt die feuerwehr fehlt... aber ich mein hallo? ist ja ne geschichte die realistisch ist und manchmal muss man realisische geschichte einfach so hinnehmen..

heal!
Filoo schrieb am 2006-12-23 17:53:23:
ich find die geschichte gut weil sie realistisch ist...
Audrey schrieb am 2006-12-17 14:27:09:
Danke Leila
Leila schrieb am 2006-12-12 19:07:09:
Toll!!!!! Ich finde deine Geschichte einfach genial, sie ist mitreissend, spannend, gefühlvoll und super geschrieben, obwohl ich meistens zu faul bin solche "langen" geschichten zu lesen ;) hab ich diese "verschlungen". als ich einmal angefangen hatte, konnte ich einfach nicht mehr aufhören zu lesen!!! respekt!!!
Nymphe schrieb am 2006-12-12 15:17:24:
Gut geschrieben, wenn auch traurig.

Allerdings habe ich zwei Anmerkungen :


1. Mr Grey verkündet Jessi als ,,frohe Botschaft", dass Chris' Eltern kein Schmerzensgeld zahlen müssen.
Ich finde das etwas doof, weil, ich meine warum soll die Nachricht gut für Jessica sein, wo ihr Freund doch vor ihr Selbstmord begangen hat ?!

2. Normalerweise müsste sich am Ort des Geschehens auch die Feuerwehr aufhalten.
Nur so zur Info : DIe Feuerwehr hat so ein Ding - ich weiß nicht wie es heißt - das kann man aufpumpen/oder es pumpt sich von selber auf, z.B. kann es bei einem Brand eingesetzt werden, wenn z. B. Menschen aus dem Haus springen sterben sie nicht

LG Nymphe
Butterfly schrieb am 2006-12-11 19:15:53:
Wow... tolle Geschichte!! Hat mich sehr mitgerissen... absolut realistisch und packend erzählt!
Martin schrieb am 2006-12-11 17:48:27:
Es Geht so!!!!!!!Habe Schon Schönere Geschichten gelesen!!!!
Aber Nicht Schlech

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.