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Kategorien > Aus dem Leben > Absurde Realität

Die unglaubliche Geschichte der Marlene Blum IV

von LaLuna

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Was für ein verrückter Tag. Jahrelang hatte hier niemand mehr geklingelt oder angerufen und heute schien es den ganzen Tag so weiter zu gehen. Marlene Blum nickte ihrem Spiegelbild entgegen und machte sich auf den Weg zur Haustüre. Es hatte keinen Sinn das klingeln zu ignorieren. Marlene würde ihren ganzen Mut zusammen nehmen und die Haustüre öffnen. Vielleicht war es ja wieder der Paketdienst. Dies hoffte Marlene wenigstens. Ein leicht flaues Gefühl im Magen stellte sich ein. Und was wäre wenn......? Marlene versuchte diesen Gedanken abzuschütteln. Langsam ging sie auf die Haustüre zu und öffnete sie. Der kalte Wind blies ihr entgegen und es nieselte leicht. Vor ihr stand der Briefträger. Marlene war leicht verwundert.
Normalerweise klingelte der Briefträger nicht bei ihr. Der Briefkasten war vorne an der Gartenpforte und Marlene hatte manchmal von ihrem Küchenfenster aus beobachtet wie er die Post brachte. Meistens waren das Rechnungen und Werbung. Eine Postkarte aus fernen Ländern war nie dabei. Obwohl sich Marlene schon manchmal wünschte jemand würde ihr eine Postkarte schicken. Reisen. Ja, Marlene Blum würde zu gern einmal reisen. Ein anderes Land kennen lernen und die Sonne am Strand genießen. Manchmal, wenn sie einen Reisebericht im Fernseher sah, träumte sie sich in ferne Länder und erlebte Abenteuer in einer anderen Welt. Aber selbst wenn Marlene das Geld hätte zu reisen, sie würde es niemals tun. Abenteuer sind nicht planbar. Und bei Marlene musste alles planbar sein. So erlaubte sie sich nur ab und zu davon zu träumen. Und sie sah sich an einem weißen Sandstrand unter einer Palme sitzen und auf das Meer hinausschauen.
"Guten Tag, sind sie Marlene Blum?" Der Briefträger lächelte Marlene an. Marlene Blum nickte. "Ich hätte da ein Einschreiben für sie. Sie müssten nur noch hier unterschreiben." Er streckte Marlene ein Formular und einen Stift entgegen. Marlene Blum setzte ihre Unterschrift auf das Formular. Der Briefträger händigte ihr das Einschreiben aus, grüßte und ging. Marlene hielt den Brief in der Hand und schaute ihm nach. Einschreiben für Marlene Blum. Was war den nur heute los? Erst jetzt bemerkte Marlene das sie noch immer im Nieselregen stand. Sie drehte sich um, schloss die Haustüre und ging zurück in die Küche.
Dort setzte sie sich an den Küchentisch und drehte den Brief in ihren Fingern. Es war kein gewöhnlicher Brief. Nein, er war etwas dicker als die normalen Briefe. Marlenes Blick fiel auf den Absender. M. Schneider stand da geschrieben. M. Schneider, Sonnenstraße 24. Wer war M. Schneider? Marlene Blum dachte angestrengt nach. Sie kannte niemanden mit diesem Namen. Der Absender! Marlene wurde ganz aufgeregt. Sie hatte ganz vergessen heute morgen bei dem Paket nach dem Absender zu sehen. Sie hatte nur ihre Adresse gelesen. Vor lauter staunen darüber, das sie ein Paket bekommen hatte, war sie gar nicht auf die Idee gekommen nach dem Absender zu sehen.Vor ihr auf dem Küchentisch lag immer noch das braune Packpapier. Marlene bekam ganz rote Backen und ihr Herz raste. Mit zittrigen Fingern langte sie nach dem Papier, faltete es auseinander und strich den weißen Adressaufkleber glatt. Sie hatte kaum ihre Gefühle unter Kontrolle. Marlene Blum konnte sich nicht daran erinnern wann sie sich das letzte Mal so gefühlt hatte. Vor ihren Augen verschwammen die Buchstaben. Tränen liefen ihr über die Wangen. Es dauerte eine Weile bis sie sich konzentrieren konnte und ihr Blick fiel auf das Feld oberhalb ihrer Adresse.........


Fortsetzung folgt!

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