Die unglaubliche Geschichte der Marlene Blum V
von
LaLuna
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Vor ihren Augen verschwammen die Buchstaben. Tränen liefen ihr über die Wangen. Es dauerte eine Weile bis sie sich konzentrieren konnte und ihr Blick fiel auf das Feld oberhalb ihrer Adresse. M. Schneider, Sonnenstraße 24. Tatsächlich auch das ominöse Paket mit der Pralinenschachtel und der Handynummer war von M. Schneider. War M. Schneider eine Frau oder ein Mann? Marlene Blum tippte auf einen Mann. Sie stand auf um sich ein Tempotaschentuch von der Ablage zu holen. Ihr wurde ganz schwindelig. Sie brauchte dringend frische Luft. Marlene Blum ging in den Hausflur, holte den dicken Wintermantel vom Haken, zog sich die Schuhe an und wickelte sich einen Schal um den Hals. Sie schloss die Haustüre hinter sich ab und machte sich auf den Weg Richtung Stadtpark. Dort ging Marlene Blum fast jeden Tag spazieren. Der Nieselregen hatte nachgelassen, aber der Himmel war immer noch grau und düster. Fast schien es als wollte es heute gar nicht richtig hell werden.
Marlene Blum atmete tief durch. Die frische Luft tat ihr gut. Das Gedankenkarussell in ihrem Kopf kam langsam zum stillstand. M. Schneider? Sie hatte diesen Namen wirklich noch nie gehört. Für was stand wohl das M.? Marlene beschloss mit flotten Schritten durch den Stadtpark zu gehen. Dann würde sie die Kälte nicht mehr spüren. Es würde ihr warm werden und sie müsste nicht mehr denken. Danach würde sie nach Hause gehen und sich etwas zu essen machen. Denn langsam verspürte sie ein leichtes Hungergefühl in ihrem Magen. War es wirklich Hunger, oder etwas ganz anderes? Nein, es war Hunger. Marlene Blum war sich da ganz sicher. Schließlich hatte sie heute noch nichts gegessen. Nur eine Tasse Kaffee hatte sie getrunken. Zum essen war sie noch gar nicht gekommen.
Oder waren es doch Schmetterlinge in ihrem Bauch, die sich da so komisch anfühlten? Marlene Blum kam ins grübeln. Wann hatte sich das letzte mal jemand für sie interessiert? Nein, Marlene wollte nicht daran denken. All die Jahre hatte sie diese Zeit erfolgreich aus ihrem Kopf verband. Es hatte einfach zu weh getan. So einen Schmerz wollte sie nie wieder spüren. Marlene war mit sich alleine glücklich. Das war besser als noch einmal verletzt zu werden.
Marlene Blum war ohne es zu merken in den Wald hinter dem Park gelaufen. Und in Gedanken lief sie immer tiefer in den Wald hinein. Plötzlich, ein knacken im Unterholz, riss Marlene Blum aus ihren Gedanken. Marlene drehte sich erschrocken um. Da mitten im dichten Tannenwald war doch ein Schatten. Der Schatten rannte davon. Marlene Blum konnte nicht richtig erkennen, wer oder was es war. Es war einfach zu dunkel hier im Wald. Marlene Blums Knie begannen wieder zu zittern. Nicht nur die Knie, nein, die ganze Marlene erzitterte. Das war einfach zuviel für sie. Marlene Blum fing an zu laufen. Und sie lief und lief so schnell sie nur konnte. Erst als sie den Wald verlassen hatte verlangsamte sie ihr Tempo. Marlene Blum war völlig außer Atem.
Sport war noch nie was für Marlene Blum gewesen. Sie ging gern spazieren. Das war die einzige Bewegung die Marlene Blum sich könnte. Aber zu mehr sportlicher Betätigung hatte sie keine Lust. Marlene Blum blieb stehen. Sie hatte Seitenstechen. Sie atmete schnell ein und aus. Langsam kam ihr Puls wieder in einen normalen Bereich. Plötzlich war wieder ein knacken hinter einer Hecke zuhören. Marlene Blum schaute sich ängstlich um. Es war niemand zu sehen. Bei diesem Wetter waren nicht viele Menschen im Stadtpark unterwegs. Marlene Blum fühlte sich verfolgt. Sie begann wieder zu laufen und............
Fortsetzung folgt!
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