Die unglaubliche Geschichte der Marlene Blum VII
von
LaLuna
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Ihr dezent geschminktes Gesicht sah noch immer gut aus. Obwohl sie etwas gestresst war. Marlene holte noch einmal tief Luft und ging zurück ins Cafe. Auf ihrem Tisch stand die dampfende Kürbissuppe und die Tasse Kaffee stand daneben. Aber Martin war nicht mehr da. Martin! M. Schneider! Marlene Blum war wie vom Blitz getroffen. Bedeutete die Abkürzung M. etwa Martin?
Martin Schneider? Hatte er Marlene Blum die Pralinenschachtel mit der Telefonnummer geschickt und das Einschreiben? Das Einschreiben! Marlene Blum hatte die ganze Zeit das Einschreiben vergessen. Es lag noch immer ungeöffnet auf dem Küchentisch. Marlene Blum eilte zum Tisch zurück, zog sich ihren Mantel und den Schal an. Dann ging sie in Richtung Theke um ihre Rechnung zu begleichen. Marlene Blums rechte Hand glitt in ihre Manteltasche. Mist! In ihrer Tasche fand sie nur den Haustürschlüssel. Marlene hatte ihren Geldbeutel zuhause vergessen. Was sollte sie jetzt nur tun? Warum hatte sie nicht früher daran gedacht? Es waren einfach die vielen turbulenten Ereignisse, die Marlene Blum so durcheinander brachten. Sie war es nicht gewohnt. Sonst verliefen ihre Tage immer ruhig und entspannt. Alles war immer geplant. Aber heute war alles anders. Marlene Blum stand mitten in dem kleinen Cafe und überlegte fieberhaft wie sie aus dieser Situation wieder rauskommen sollte. Sie wollte kein Aufsehen erregen. Es war Marlene Blum zuwider im Mittelpunkt zu stehen. "Ihre Rechnung wurde bereits von dem Herren an ihrem Tisch beglichen!" Marlene wurde von der Kellnerin angesprochen. Marlene Blum drehte sich einfach um und verlies das Lokal.
Vorn am Ende der Straße sah sie noch Martin um die Ecke biegen. Dann konnte sie ihn nicht mehr sehen. Ohne zu überlegen fing Marlene an zu laufen. Sie lief nicht nach Hause. Nein, sie folgte Martin. Im Eiltempo bog Marlene auch um das Eck. Sie sah gerade noch wie Martin zwei Querstraßen weiter abbog. Marlene lief noch schneller. Als sie an der Straßenecke ankam fiel ihr Blick auf das Straßenschild. Sonnenstraße. Also doch. Marlene holte tief Luft und sah sich um. Martin war nicht mehr zu sehen. Marlene hatte Seitenstechen. M. Schneider, Sonnenstraße 24. Das war die Adresse auf dem Einschreiben und auf dem Paket. Marlene Blum rannte den rechten Gehsteig entlang. Hausnummer 18, 20, 22, 24. Hier war es! Vor Marlene Blums Augen fiel die Haustüre ins Schloss. Sie ging auf das Haus zu und suchte die Klingelschilder ab. Hier stand es: Martin Schneider. Marlene Blums Herz raste, ihr Atem ging schwer. Wer war Martin Schneider? Was wollte er von ihr? Marlene Blum warf noch einmal einen Blick auf das Haus, drehte sich um und ging. Im zweiten Stock bewegte sich ein Vorhang im Fenster. Marlene Blum fühlte sich nicht gut. Eigentlich fühlte sie sich beschissen. Sie war völlig außeratem und sie wurde von einem Unbekannten beschenkt und verfolgt. Das war eindeutig genug für heute. Marlene Blum schlug den Weg nach Hause ein. Was würde dort auf sie warten? Marlene Blum war auf sämtliche Überraschungen gefasst. Außerdem lag noch das ungeöffnete Einschreiben auf dem Küchentisch. Sollte Marlene den Brief überhaupt öffnen? Oder sollte sie ihn zu der Pralinenschachtel in den Mülleimer tun. Vergessen? Nein, vergessen konnte sie die Sache jetzt nicht mehr. Martin Schneider schien entschlossen zu sein. Wollte er sie kennen lernen? Hatte er sich etwa in Marlene Blum verliebt? Das kribbeln in Marlenes Bauch wurde stärker bei diesem Gedanken. Sie hatte Hunger. Marlene war sich da ganz sicher. Sie hatte die Kürbissuppe nicht angerührt. Marlene würde jetzt nach Hause gehen. Sie würde sich ein Käsebrot machen und dann sollte sie sich die Sache mit dem Einschreiben noch einmal überlegen. Marlene pasierte die Gartenpforte. Vor ihrer Haustüre lag etwas. "Nein, nicht schon wieder!" Marlene fluchte. War Martin Schneider schon wieder vor ihr hier? Marlene Blum ging Schritt für Schritt näher..........
Fortsetzung folgt!
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